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19.11.2018
Verpackung

Verpackung

DATEN & FAKTEN 


Branche:

Lebensmittel, Konsumgüter
  

Nachwachsender Rohstoff:
Pflanzenreste
 

Beteiligte Unternehmen:
BIO-LUTIONS International AG

      
B
ioökonomie-Faktor:
Verwertung von Abfällen, Vermeidung von Plastik


Status:
Auf dem Markt

Was steckt drin?
Verpackung aus Pflanzenfasern
Quelle: 
BIO-LUTIONS International AG / pixabay
Tomaten Tomatenpflanze

Wer hat sich beim Einkaufen nicht schon geärgert über die Plastikberge, die man notgedrungen nach Hause schleppt? Von Kunststoffverpackungen für Obst und Gemüse bis hin zu Plastik-Inlays für Spielzeug, Technik und noch vieles mehr.

 

Eine Ernte, zwei Produkte

Diesem Problem stellte sich das Hamburger Start-up Bio-Lutions. Zusammen mit dem brandenburgischen Unternehmen Zelfo entwickelte Bio-Lutions ein Verfahren, um eine nachhaltige Verpackungsalternative aus Agrarabfällen herzustellen. Bei diesem Verfahren werden Pflanzenreste wie Bananenstämme, Tomatenpflanzen, Reis- und Weizenstroh oder Ananassträucher zunächst getrocknet und anschließend mechanisch zu Mikro- und Nanofasern zerkleinert. Durch die Zugabe von Wasser erhält man einen selbstbindenden Faserbrei, der sich ohne chemische Bindemittel in verschiedene Formen pressen lässt. So entstehen zu 100% biologisch abbaubare Verpackungen für Lebensmittel und andere Produkte.

Nicht nur umweltfreundlich, auch wirtschaftlich

Der Prozess spart Wasser und Energie und kommt außerdem ganz ohne Chemikalien und Zusätze aus, wie sie ansonsten in der Zellstoffindustrie durchaus üblich sind. Die Rohstoffe werden vor Ort bezogen und da keine Spezialisten zur Bedienung der Anlage nötig sind, wird lokal produziert. Die Produkte sind kompostierbar. Alles in allem sowohl ökologisch als auch ökonomisch nachhaltig.

Marktreife

Eine größere industrielle Anlage für die nahezu CO2- neutralen Produkte steht in Karnataka, im Bundesstaat Bangalore. Indien, da dort zum einen die Kosten niedriger sind, zum andern aber das Problem besonders dringlich. Die Situation ist so dramatisch, dass einige indische Bundesstaaten, unter anderem Karnataka, Einwegplastik verboten haben. Der Bedarf an nachhaltigen und preisgünstigen Alternativen ist demnach besonders groß - Abnehmer sind bereits Indiens größter Online-Supermarkt und die indische Kaffeehauskette Coffee-Day.

Gespräche mit Joint-Venture-Partnern und Kunden in weiteren Ländern in Asien, Amerika, Europa und Australien laufen.

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