T-Shirt

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Vom Espresso zur Funktionskleidung: Die Überreste eines Kaffees lassen sich in der Textilindustrie verwerten. Das zeigt ein Unternehmen aus Taiwan mit seinen nachhaltigen Textilien aus Kaffeesatz.

DATEN & FAKTEN

Branche:
Textil

Nachwachsender Rohstoff:
Kaffeesatz

Beteiligte Unternehmen:
u. a. Singtex aus Taiwan

Bioökonomie-Faktor:
Verwertung von Kaffeeresten aus der Lebensmittelindustrie

Status:
auf dem Markt

T-Shirt
Filtertüte gefüllt mit Kaffee

Ein idealer Rohstoff für nachhaltige Textilien

Beim Normalverbraucher landen die Reste des gebrühten Kaffees bestenfalls in der Biotonne. Dabei haben sie erstaunliche Eigenschaften: Kaffeesatz nimmt schlechte Gerüche auf, trocknet schnell und schützt vor UV-Strahlen. Ein idealer Rohstoff also, um nachhaltige Textilien für Profi- und Freizeitsportler zu entwickeln.

T-Shirt aus Kaffeesatz

Die taiwanesische Firma Singtex ist ein Pionier bei der Nutzung von Kaffeeresten für die Produktion nachhaltiger Textilfasern. Die größte Herausforderung bei der Herstellung ihrer „S.Café“-Produktreihe war die Neutralisierung des Kaffeegeruchs. Zunächst wird der Kaffeesatz in mikroskopisch kleine Teile zermahlen und dann mit recycelten Polyesterfasern gemischt. 

Marktreife

Markenhersteller wie Hugo Boss, Nike und Vaude sind inzwischen Abnehmer dieser Fasern. Sie schneidern daraus unter anderem Sport- und Freizeitkleidung. Viele dieser T-Shirts sind inzwischen auf dem Markt erhältlich. Ein britischer Profifußballverein der ersten Liga spielt z.B. in Trikots, die aus der Faser hergestellt wurden.