Ei-Ersatz

Ei-Ersatz

Berichte über Massentierhaltung und den Gesundheitszustand von Legehennen verderben so manchem die Lust auf das Frühstücksei. Doch Eier ohne Huhn – geht das? Innovative pflanzenbasierte Produkte erobern zunehmend den Markt.

DATEN & FAKTEN 


Branche:
Lebensmittel


Nachwachsender Rohstoff:
Kichererbsen, Erbsen


Beteiligte Unternehmen:
Pumperlsgsund GmbH (no-egg)                                    Lovelyday Foods GmbH (Perfeggt)                                   Neggst Foods GmbH


Bioökonomie-Faktor:
Nachhaltige pflanzliche Alternative zum Tierprodukt


Status:
Auf dem Markt

Rührei auf einem Teller
Kichererbsen

Vegane Milch- und Fleischalternativen landen immer öfter im Einkaufskorb, doch auch veganer Ei-Ersatz hat großes Potential den Markt zu erobern. Gute Gründe für den Verzicht auf Eier gibt es genug, denn das Tierwohl ist und bleibt – unabhängig von der Haltungsform – ein bekanntes Problem der Massenproduktion.

Ohne Ei geht's auch

Auf Eier zu verzichten, oder sie durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen, käme nicht nur den Tieren, sondern auch dem Klima zugute. Der CO2-Fußabdruck von Hühnern liegt unter dem von Schweinen oder Rindern. Trotzdem können vegane Ei-Alternativen helfen Land, Wasser und CO2 einzusparen und sind damit nachhaltiger als das Original.  

In Supermärkten gibt es schon Ei-Ersatzprodukte in Pulverform, die mit Wasser angerührt verwendet werden. Sie enthalten oft das Mehl von Hülsenfrüchten – zum Beispiel Lupinen, Erbsen oder Ackerbohnen. Als Ersatz für Eiklar zur Herstellung von Eischnee kann Aquafaba, das dickflüssige Kochwasser von Hülsenfrüchten verwendet werden.

Rührei ohne Henne

Auch flüssiger Rührei-Ersatz als Fertigprodukt in Flaschen ist schon erhältlich. Als Basis dienen auch hier hauptsächlich Hülsenfrüchte wie Kichererbsen oder Erbsen.

Der Verbraucher muss das Produkt nur in die Pfanne gießen und kann nach 10 min das Rührei-Imitat genießen. Nicht nur geschmacklich, auch in Sachen Nachhaltigkeit soll die Alternative überzeugen. So werden laut den Angaben eines Herstellers im Vergleich mit der Produktion von herkömmlichen Hühnereiern 68% Land, 76% Wasser und 85% Treibhausgasemissionen eingespart.

Marktreife

Vegane (Rühr-)Ei-Alternativen sind unter anderem in Online-Shops und teilweise im Supermarkt erhältlich. Ein Berliner Hersteller arbeitet mit Partnern wie Hotels und Cafés zusammen, die Rühreiimitate auf ihrer Speisekarte anbieten.