Bioökonomie in den Bundesländern

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Die Flagge Baden-Wüerttembergs

Baden-Württemberg

Baden-Württemberg zählt zu den Vorreitern der Bioökonomie in Deutschland und verfolgt seit 2013 eine eigenständige Strategie zur Förderung bioökonomischer Forschung und Innovation. Mit der ressortübergreifenden Landesstrategie „Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg“, die 2024 für den Zeitraum 2025 bis 2029 fortgeschrieben wurde, richtet das Land den Fokus zunehmend auf den Transfer bioökonomischer Innovationen in die wirtschaftliche Anwendung. Im Mittelpunkt stehen nachhaltige Wertschöpfung, Kreislaufwirtschaft, industrielle Transformation sowie die Entwicklung marktfähiger biobasierter Produkte und Verfahren. Unterstützt wird dies durch Forschungs- und Transferstrukturen, Netzwerke, Kompetenzzentren sowie gezielte Förder- und Innovationsprogramme.

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Bayern

Die Bioökonomie gewinnt in Bayern stetig an Bedeutung. Als erstes Bundesland berief der Freistaat bereits 2015 einen eigenen Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern ein, der die Ausgangssituation und Potenziale im Land analysierte und bis heute die Weiterentwicklung der Bioökonomie begleitet. Mit der Erweiterung des Campus Straubing der Technischen Universität München (TUM) setzte Bayern zudem früh einen Schwerpunkt auf Forschung, Ausbildung und Technologietransfer im Bereich biobasierter Wirtschaft. Ergänzt wird dies durch starke Netzwerke aus Wissenschaft und Wirtschaft, etwa im Rahmen der Cluster-Offensive Bayern, sowie durch innovative Standorte wie den BioCampus im Hafen Straubing-Sand. 

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Berlin

Berlin entwickelt sich zu einem dynamischen Standort der Bioökonomie: Getrieben durch starke Forschung, innovative Start-ups und enge Kooperationen mit Brandenburg entstehen Lösungen für nachhaltiges Wirtschaften im urbanen Raum. Hochschulen, Cluster und internationale Netzwerke verbinden Wissenschaft und Praxis und machen die Hauptstadt zu einem zentralen Knotenpunkt der bioökonomischen Transformation.

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Brandenburg

Brandenburg entwickelt seine Bioökonomie derzeit von einem überwiegend projektbasierten Ansatz hin zu einer strategisch verankerten Transformationspolitik weiter. Mit der in Entwicklung befindlichen Bioökonomiestrategie Brandenburg 2035, neuen Schwerpunkten in den Bereichen Paludikultur, Holzbau und Kreislaufwirtschaft sowie einer starken Forschungslandschaft positioniert sich das Land zunehmend als Innovationsstandort für biobasierte Wertschöpfung. Forschungseinrichtungen, Modellprojekte und regionale Netzwerke verbinden dabei Strukturwandel, Klimaschutz und nachhaltige Ressourcennutzung zu neuen Entwicklungspfaden für Landwirtschaft, Industrie und ländliche Räume.

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Landesdienstflagge Bremen

Bremen

In Bremen ist Bioökonomie kein eigenes Politikfeld, sondern Teil von Innovations- und Klimastrategien. Schwerpunkte liegen in der marinen Forschung, industriellen Biotechnologie und der Nutzung biogener Reststoffe. Wirtschaftlich entsteht Bioökonomie vor allem an Schnittstellen bestehender Branchen, unterstützt durch enge Kooperationen, Transferstrukturen und gezielte Förderprogramme.

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Landesdienstflagge Hamburg

Hamburg

Hamburg richtet Politik, Forschung und Wirtschaft zunehmend auf Klimaschutz und nachhaltige Transformation aus. Verschärfte Klimaziele, der Klimaplan sowie neue Cluster und Förderansätze prägen den Rahmen. Gleichzeitig treiben Forschungseinrichtungen, Start-ups und Infrastrukturprojekte Innovationen in Bereichen wie Bioökonomie, Ernährung, Materialien und Energie voran.

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Flagge Hessens

Hessen

Hessen setzt in der Bioökonomie nicht auf eine eigene Landesstrategie, sondern auf einen technologie- und transferorientierten Ansatz. Mit starken Forschungsstandorten, dem LOEWE-Programm, Innovationsräumen wie BioBall sowie einer engen Verknüpfung von Wissenschaft und Industrie entwickelt sich das Land zu einem wichtigen Standort für biobasierte Innovationen und Kreislaufwirtschaft. Forschungsschwerpunkte in Bereichen wie Insektenbiotechnologie, synthetischer Mikrobiologie und Umwelttechnologie sowie der Fokus auf Wissens- und Technologietransfer stärken die Entwicklung neuer biobasierter Wertschöpfungsketten. Gleichzeitig treiben Netzwerk- und Transferstrukturen die Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in industrielle Anwendungen voran.

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Landesdienstflagge Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern ist geprägt von Ackerbau, Holzwirtschaft und Fischfang. Hieraus resultiert großes Potenzial für die biobasierte Wirtschaft, vor allem in den Bereichen Paludikultur, Blaue Bioökonomie und Bioenergie. Diese Schwerpunkte spiegeln sich thematisch auch in den Forschungsaktivitäten vieler Wissenschaftseinrichtungen wider. Seit dem Wintersemester 2022/2023 bietet die Universität Greifswald einen Bioökonomie-Masterstudiengang an. Mit der BioÖkonomiekonferenz in Anklam findet alle zwei Jahre eine wichtige Zusammenkunft für relevante Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft statt. Internationale Netzwerkaktivitäten sind zudem vor allem mit dem Baltikum zu beobachten.

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Niedersachsen

Seit Mitte 2022 verfügt Niedersachsen über eine Strategie zur Biologisierung und plant, einen eigenen Bioökonomierat einzurichten. Mit diesen Schritten baut die Landesregierung ihr Engagement für die Bioökonomie aus, welches in den vergangenen Jahren unter anderem bereits darin lag, die Bildung von relevanten Netzwerken sowie die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Hand zu fördern. Der Themenschwerpunkt liegt vor allem im Bereich Agrar- und Lebensmittelwirtschaft. Auf regionaler Ebene gibt es zudem eigenständige Initiativen zur Bioökonomie, etwa in der Region Weser-Ems, wo bereits 2015 ein Masterplan erstellt und ein Expertengremium zur Bioökonomie eingerichtet wurden.

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Landesdienstflagge Nordrhein-Westfalens

Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen befindet sich auf dem Weg zu einem führenden europäischen Standort für eine nachhaltige Bioökonomie. Das Bundesland verfügt über weite land- und forstwirtschaftliche Flächen, die nachwachsende Rohstoffe liefern können. Zudem ist es als Ballungszentrum in ein ausgeprägtes Infrastrukturnetz eingebettet und kann auf eine starke wissenschaftliche und wirtschaftliche Basis in Bioökonomie-relevanten Bereichen blicken. Im Rahmen der aus Bundesmitteln geförderten „Modellregion Bioökonomie im Rheinischen Revier" baut man auf diesen Stärken auf, um ein ehemaliges Braunkohlerevier in eine Bioökonomie-Region umzuwandeln. Ein von der Landesregierung eingerichteter Rat wird ab 2024 an der Entwicklung einer Bioökonomiestrategie mitwirken.

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Rheinland-Pfalz

Der Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz wird maßgeblich von der chemischen und pharmazeutischen Industrie, einschließlich der Biotechnologie, geprägt. Auch die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie sowie ihre zahlreichen Zulieferbetriebe tragen erheblich zur Wirtschaft bei, ebenso der Sektor Maschinenbau. Darüber hinaus ist die Nahrungsmittelindustrie von großer Bedeutung – sowohl die Lebensmittelverarbeitung als auch dieren Produktion – wobei der Weinbau in der Region eine besondere Rolle spielt. All diese Bereiche will die Landesregierung weiter stärken, in puncto Biotechnologie visiert man international eine führende Position an. Das Entwicklungspotenzial im Bereich Lebenswissenschaften und Gesundheitswirtschaft findet sich in der aktuellen Innovationsstrategie von 2021 ebenso wieder wie der Themenkomplex Energie, Umwelttechnik und Ressourceneffizienz. Eine gesonderte Strategie zur Bioökonomie existiert nicht.

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Saarland

Im kleinsten Flächenland Deutschlands spielen Metallbranche, Fahrzeugproduktion und Maschinenbau eine große Rolle. Im Forschungsbereich haben sich insbesondere die Informatik und die Nano-Biotechnologie zu Forschungs- und Innovationsschwerpunkten entwickelt. Im Rahmen eines im Jahr 2023 gestarteten Strategieprozesses wird derzeit eine saarländische Bioökonomiestrategie erarbeitet.

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Landesdienstflagge Sachsen

Sachsen

Sachsen entwickelt sich zu einem dynamischen Standort der Bioökonomie. Mit starker Forschungsbasis, industrieller Infrastruktur und aktiven Clustern treibt der Freistaat die Transformation hin zu einer kreislauforientierten, biobasierten Wirtschaft voran. Besonders im Strukturwandel entstehen neue Wertschöpfungsketten, Innovationen und Perspektiven für nachhaltiges Wachstum.

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Sachsen-Anhalt

Bioökonomie und nachhaltiges Wirtschaften nehmen in Sachsen-Anhalt eine prominente Rolle ein. Gemeinsam mit dem Nachbarn Sachsen ist das Bundesland Schwerpunktregion des mitteldeutschen Clusters BioEconomy. In Kooperation mit zwei anderen Institutionen und der Landesregierung setzt sich das Netzwerk für den Aufbau einer Bioökonomie-Modellregion in Mitteldeutschland ein. Wichtige akademische Impulse liefert vor allem der Wissenschaftscampus Halle, an dem die vier Leibniz-Institute der Region mit den entsprechenden Instituten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) interdisziplinär zusammenarbeiten. Der Campus richtet in Zusammenarbeit mit BioEconomy e.V. jährlich eine internationale Bioökonomie-Konferenz aus.

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Landesdienstflagge Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein

Aufgrund seiner geografischen Lage liegt das Bioökonomie-Potenzial Schleswig-Holsteins vor allem im maritimen Bereich. Die Landesregierung legt darauf einen Fokus. Eine spezifische Bioökonomiestrategie gibt es nicht, ein Masterplan soll jedoch entwickelt werden. Weitere wichtige Themen neben der Blauen Bioökonomie, sowohl für den Wirtschafts- als auch für den Wissenschaftsstandort, sind insbesondere Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Future Food. Der hohe Anteil an landwirtschaftlicher Fläche bildet eine gute Grundlage, um Biomasse für die nachhaltige Energieerzeugung bereit- und (neuartige) Lebensmittel herzustellen. Die Vernetzungsaktivitäten im Bereich der Lebenswissenschaften koordiniert Schleswig-Holstein im Cluster Life Science Nord.

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Landesdienstflagge Thüringen

Thüringen

Thüringen hat das Potenzial der biobasierten Wirtschaft erkannt. Gemeinsam mit Sachsen und Sachsen-Anhalt will man die Bioökonomieregion Mitteldeutschland aufbauen. Grundsätzlich sieht die Landesregierung große Chancen in der industriellen Biotechnologie, insbesondere in der Entwicklung von Bau- und Verbundwerkstoffen, die neben Holz auch aus Hanf oder Stroh bestehen könnten. Die Strategien zu Klimaschutz und Innovation von 2019 greifen diese Punkte auf. Konkret wurde im Juni 2024 grünes Licht für den Bau eines Forschungszentrums für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen mit Sitz Weimar gegeben, Das Zentrum soll die Forschung zu neuen Baustoffen, alternativen Bautechnologien und ressourcenschonenden Herstellungs- und Bauverfahren bündeln und forcieren.