Bioökonomie in den Bundesländern

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Die Flagge Baden-Wüerttembergs

Baden-Württemberg

Bioökonomie und nachhaltiges Wirtschaften spielen in Baden-Württemberg eine große Rolle. Bereits 2013 gab es eine eigene Forschungsstrategie, im Juni 2019 wurde die Landesstrategie "Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg" beschlossen, für deren Umsetzung 50 Mio. Euro bereitgestellt werden. Zum anderen befassen sich viele Forschungseinrichtungen mit Bioökonomie und der erste deutsche Masterstudiengang Bioökonomie wurde in Baden-Württemberg eingeführt. Eine enge Verknüpfung von Forschung und Wirtschaft wird durch gemeinsame Projekte von Forschungseinrichtungen mit Unternehmen, verschiedenen – auch internationalen – Konferenzen ermöglicht.

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Bayern

Nachhaltige Wirtschaft und Bioökonomie spielen in Bayern eine immer größere Rolle. Als erstes Bundesland berief Bayern 2015 einen eigenen Bioökonomierat ein, der die Ausgangssituation und Potenziale evaluierte. Durch den im Sommer 2017 beschlossenen Ausbau des Campus Straubing als Standort der Technischen Universität München mit Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkt Bioökonomie hat der Freistaat einen weiteren Schritt unternommen, um die Bioökonomie auszubauen. Unternehmen und Forschungspartner werden über Plattformen miteinander vernetzt. Im November 2020 stellte der Freistaat seine neue Bioökonomiestrategie vor.

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Berlin

Berlin verfügt bislang über keine spezifische Bioökonomie-Strategie. Allerdings macht es sich für nachhaltiges Wirtschaften im städtischen Raum stark und in Zusammenarbeit mit dem Land Brandenburg werden Forschung und Firmengründungen auch aus dem Bereich Bioökonomie gefördert. In Berlin als Hochschulstandort sind viele entsprechende Forschungsprojekte angesiedelt und es bietet diverse Studienmöglichkeiten zu bioökonomischen Kernthemen. Darüber hinaus finden in Berlin nationale und internationale Konferenzen zur Bioökonomie statt.

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Brandenburg

Brandenburg umschließt das Bundesland Berlin. Mit Berlin und Potsdam im Zentrum und wirtschaftlich wichtigen Forschungs- und Industriestandorten im Umland haben sich länderübergreifende Fördermaßnahmen als sinnvoll erwiesen. Darüber hinaus bietet Brandenburg mit untereinander vernetzten Forschungszentren und Industriestandorten ideale Voraussetzungen für die Bioökonomie-Forschung. Brandenburgs Potenzial ist groß und sollte in Zukunft deshalb auch noch besser sichtbar werden.

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Landesdienstflagge Bremen

Bremen

Der zwei-Städte-Staat Bremen setzt sich aus Bremen und Bremerhaven zusammen. Die wichtigsten Branchen im Land Bremen sind Luft- und Raumfahrt, maritime Wirtschaft und Logistik, Automotive und Windenergie. Auch viele bekannte Marken der Lebens- und Genussmittelbranche stammen aus Bremen. Das Spektrum der Produktsorten ist breit, die Produkte selbst biobasiert. Um den Standort weiter auszubauen, investiert die Lebens- und Genussmittelbranche jährlich mehrere Millionen Euro. Weitere bioökonomische Aktivitäten stammen vor allem aus den Bereichen der Biotechnologie und Nutzung mariner Ressourcen. Die landeseigene Förderung konzentriert sich auf anwendungsbezogene Umwelttechnik und –forschung, regenerative Energien und Energieeffizienz.

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Landesdienstflagge Hamburg

Hamburg

Hamburg ist nach Berlin der zweitgrößte Stadtstaat in Deutschland und ein wichtiges Zentrum für nachhaltige Entwicklung und Innovation. Die Politik hat entsprechende Ziele und Fördermaßnahmen definiert, um den Markt für nachhaltige Produkte und die Forschung zu stärken.

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Flagge Hessens

Hessen

Hessen verfügt als traditionell starker Standort der Chemie- und Pharmaindustrie, mit den ansässigen Unternehmen und Verbänden, Forschungseinrichtungen sowie einer sehr guten Infrastruktur über ideale Voraussetzungen, eine Vorreiterrolle in der Bioökonomie einzunehmen. Derzeit sind in Hessen im Bereich der Bioökonomie über 60 Unternehmen mit 16.000 Mitarbeitern tätig, die einen Umsatz von rund 8 Mrd. Euro erwirtschaften. Das Bundesland Hessen sieht in der Bioökonomie eine zentrale Aufgabe und Chance für Politik und Wirtschaft und hat die Weichen entsprechend gestellt.

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Landesdienstflagge Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwar bislang keine spezifische Bioökonomiestrategie, dennoch möchte das Land seinen Beitrag zur Umsetzung der nationalen Strategie leisten. 2013 wurde daher ein Expertengremium berufen, um die bioökonomischen Potenziale Mecklenburg-Vorpommerns zu analysieren. Das dünn besiedelte Land ist geprägt durch Ackerbau, Holzwirtschaft und Fischfang, hat aber auch großes Potential in den Life Sciences. Außerdem verfügt Mecklenburg-Vorpommern über exzellente Forschungseinrichtungen, vorwiegend im Bereich der Agrarwirtschaft.

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Niedersachsen

Eine dezidierte Bioökonomie-Strategie gibt es in Niedersachsen nicht. Die Potenziale der wissensbasierten Bioökonomie wurden dennoch erkannt. Die Landesregierung unterstützt die Bildung von relevanten Netzwerken, und fördert die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Forschung und Öffentlicher Hand. Einen Masterplan Bioökonomie auf regionaler Ebene hat die Region Weser-Ems erstellt.

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Landesdienstflagge Nordrhein-Westfalens

Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen will zu einem führenden europäischen Standort für Bioökonomie werden. Im Jahr 2012 hat die Landesregierung Eckpunkte einer Strategie entwickelt, die die wissensbasierte Bioökonomie voranbringen sollen. Das Land verfügt über hinreichend nachwachsende Rohstoffe und eine starke wissenschaftliche und wirtschaftliche Basis in bioökonomie-relevanten Bereichen. 

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Rheinland-Pfalz

Bekannt ist Rheinland-Pfalz vor allem für den Weinanbau. Neben der Land- und Forstwirtschaft prägen die Chemie- und die Pharmaindustrie, die Automobilindustrie sowie der Maschinenbau und die Ernährungsbranche das Land. Eine spezifische Bioökonomie-Strategie gibt es nicht. Lebenswissenschaften und Energie, Umwelttechnik und Ressourceneffizienz werden jedoch als Potenzialbereiche in der 2014 beschlossenen Regionalen Innovationsstrategie genannt.

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Saarland

Eine Bioökonomie-Strategie gibt es im Saarland nicht, an relevanten Themen wird dennoch gearbeitet. Im kleinsten Flächenland Deutschlands spielen die Metallbranche, die Fahrzeugproduktion und der Maschinenbau eine große Rolle, diese drei Sektoren erbringen fast drei Viertel des Gesamtumsatzes im verarbeitenden Gewerbe. Im Forschungsbereich hat sich die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zu einem profilgebenden Forschungs- und Innovationsschwerpunkt entwickelt.

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Landesdienstflagge Sachsen

Sachsen

Nachhaltige Wirtschaft und Bioökonomie gehören in Sachsen zu den zentralen Themen. Gemeinsam mit dem Nachbarn Sachsen-Anhalt ist Sachsen Schwerpunktregion des mitteldeutschen Spitzenclusters Bioeconomy. Die Interessen der Biotechnologie und Medizintechnik im Land bündelt das Cluster biosaxony. In beiden Clustern sind namhafte Partner aus der Wissenschaft vertreten. Sie fördern Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen und organisieren Veranstaltungen.

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Sachsen-Anhalt

Bioökonomie und biobasierte Wirtschaft spielen in Sachsen-Anhalt eine wichtige Rolle.
Gemeinsam mit dem Nachbarn Sachsen ist Sachsen-Anhalt Schwerpunktregion des mitteldeutschen Spitzenclusters BioEconomy. Wichtige akademische Impulse liefert der Wissenschaftscampus Halle, an dem die vier Leibniz-Institute der Region mit den entsprechenden Instituten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) interdisziplinär zusammenarbeiten. Jährlich wird vom Campus in Kooperation mit dem Spitzencluster BioEconomy eine internationale Bioeconomy Conference ausgerichtet.

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Landesdienstflagge Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein, das Land zwischen Nord- und Ostsee, sieht sein bioökonomisches Potenzial gemäß der geografischen Lage, vorwiegend maritim geprägt. Ein Masterplan Bioökonomie soll entwickelt werden. Wichtige Themen sowohl für den Wirtschafts- als auch für den Wissenschaftsstandort sind nachhaltige Aquakultur, die marine Biotechnologie und eine nachhaltige Energieversorgung. Forschung und Entwicklung in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Bioökonomie sowie die Clusterbildung sollen entsprechend, auch über Landesgrenzen hinweg, gefördert werden.

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Landesdienstflagge Thüringen

Thüringen

Eine spezifische Bioökonomiestrategie gibt es in Thüringen nicht. Das Potenzial der Bioökonomie wurde jedoch erkannt und soll entsprechend genutzt werden. Dies zeigt sich in verschiedenen relevanten Strategiepapieren. Bei der Umsetzung der Strategien setzt die Landesregierung in Thüringen auf die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Politik.