Neues aus der Bioökonomie

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Saccharomyces cerevisiae Hefe im Mikroskop

Hefe kann Enzymbedarf für Bioethanol senken

Forstabfälle lassen sich mithilfe neuer Industriehefen effizienter zu Bioethanol vergären. Die Mikroorganismen bilden dafür einen Teil der benötigten Cellulasen selbst und senken so den Bedarf an zugesetzten Enzymen.

Prototyp aus PLAFCO, dem neuen zellulosebasierten Material

Bio-Lam erforscht Zelluloselaminate als Werkstoffalternative

Im Projekt Bio-Lam entwickelt die DHBW Karlsruhe den zellulosebasierten Werkstoff PLAFCO weiter. Daraus sollen stabile, biobasierte Laminate für Anwendungen entstehen, in denen bislang Kunststoff oder Holz zum Einsatz kommen.

Nahaufnahme verschiedener Bodenproben mit unterschiedlichen Farben und Strukturen.

Stickstoffverluste hängen vom Zusammenspiel im Boden ab

Eine globale Analyse zeigt, warum sich gasförmige Stickstoffverluste aus Ackerböden schwer vorhersagen lassen: Einzelne Bodenprozesse reichen dafür nicht aus, aussagekräftiger ist ihr Zusammenspiel.

Nahaufnahme von gebrauchtem Kaffeesatz mit unscharfem grünen Hintergrund.

Extrakt aus Kaffeesatz hemmt Pflanzenkrankheitserreger

Ein Extrakt aus Kaffeesatz bremste im Labor das Wachstum mehrerer Bakterien und Pilze, darunter Pflanzenkrankheitserreger. Mehrere bioaktive Inhaltsstoffe scheinen gemeinsam stärker zu wirken als einzeln.

Biotech DNA Symbolbild

Bioökonomie im industriellen Maßstab voranbringen

Wie können Biotechnologien neue Wege für resiliente und nachhaltige Wertschöpfung eröffnen? Das „FORUM Zukunftstechnologien für die industrielle Bioökonomie 2026“ zeigt am 29. und 30. September aktuelle Forschung und bringt Wissenschaft und Wirtschaft zusammen.

Mikroskopaufnahme eines Nanopapiers aus Jutefasern

Nanopapier aus Hanf und Jute filtert Mikroplastik

Textile Mikrofasern gelangen beim Waschen ins Abwasser und sind schwer zurückzuhalten. Eine neue Filtermembran aus Pflanzenfasern erreichte im Labortest eine Abscheideleistung von rund 90 Prozent.

Zutaten für Flammschutz aus Maisquellwasser

Flammschutz aus Maisquellwasser

Ein Nebenstrom der Stärkeproduktion wird zur Rohstoffquelle: Fraunhofer-Teams gewinnen Phytinsäure aus Maisquellwasser und entwickeln daraus einen Flammschutz für Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe.

Kapseln mit Fischöl vor Glas

Omega-3-Fettsäuren aus Fermentationsresten

Aus pflanzlichen Fermentationsresten lässt sich wertvolle Omega-3-Fettsäure gewinnen. Eine Membran hält die produzierenden Mikroorganismen im Reaktor und steigert so die Ausbeute deutlich.

Illustration eines Displays im Freien mit transparenter, faseriger Schutzfolie. Links sind schematische Mikroskopdarstellungen von Pilzmyzel und bakterieller Cellulose zu sehen.

Pilz und Bakterium wachsen zu transparenter Folie

Ein Pilz, der feine Fasern bildet, und ein Bakterium, das Cellulose produziert, wachsen gemeinsam zu transparenten, flexiblen und festen Folien. In feuchter Erde verloren diese in einem Versuch binnen vier Wochen 75 Prozent ihrer Fläche.

Brauner, kugelförmiger Faserball des Neptungrases Posidonia oceanica auf einem sandigen Strand, weitere Pflanzenreste liegen im Hintergrund.

Neptungras liefert Komplettpaket für Dämmplatten

An Mittelmeerküsten angespülte Faserbälle des Neptungrases Posidonia oceanica können zu leichten Dämmplatten werden. Dabei liefert die Biomasse nicht nur die Fasern, sondern auch das Material, das sie zusammenhält.

Transparente Kunststofffolie in einem Becherglas mit Wasser wird im Labor von einer UV-Lampe bestrahlt.

UV-Licht öffnet schnelleren Abbauweg für Biokunststoff

Forschende haben den Biokunststoff PLA mit einem lichtempfindlichen Baustein ausgestattet. In künstlichem Meerwasser verlor das Material unter UV-Licht binnen sechs Tagen bis zu 81 % seiner Masse.

Kultivierung bakterieller Cellulose im Labor

Bioreaktor soll bakterielle Cellulose aus Reststoffen liefern

An der Universität Leipzig ist das Projekt CelloTECH gestartet. Ein neuer Bioreaktor soll bakterielle Cellulose kontinuierlich aus zuckerhaltigen Restströmen erzeugen und für verschiedene Anwendungen aufbereiten.

REWE Markt in Berlin mit Dachfarm

Salat aus Berlins größter Dachfarm

In Berlin-Lankwitz ist Deutschlands größte Dachfarm in Betrieb. Auf dem REWE-Markt wächst Salat hydroponisch und nahezu ohne Erde – betrieben von ECF Farmsystems und kombiniert mit einer wiederverwendbaren Holzkonstruktion.

Pappeln

Lignin und Cellulose im Verbund stabil bei Nässe

Ein Verfahren der Universität Stockholm trennt Lignin und Cellulose aus Holz- und Ernteresten und fügt beide wieder zu einem Verbundmaterial zusammen, das auch im nassen Zustand stabil bleibt.

Laborreaktor mit beleuchteter Flüssigkeit und vergrößerter Darstellung einer korallenähnlichen Materialstruktur neben Holz und Stroh.

Win-win mit Pflanzenzucker und Licht

Ein Forschungsteam aus China und Kanada hat ein lichtaktives Material entwickelt, das Xylan aus pflanzlicher Biomasse zu Glycerinsäure umwandelt. Dabei entsteht zugleich Wasserstoff.

Ganoderma_lucidum im Herbstlaub

Pilzmyzel verbindet Reststoffe zu stabilem Verbundmaterial

Forschende des KIT verwandeln Zuckerrohr-, Holz- und Maniokreste mit Pilzmyzel in biobasierte Verbundwerkstoffe. Entscheidend für die Festigkeit ist die passende Mischung der pflanzlichen Reststoffe.

Darstellung von Holz, dass flüssig wird. KI-generiert

Verflüssigtes Holz für poröse Nanostrukturen

Forschende steuern die Selbstorganisation von verflüssigtem Holz zu porösen Kohlenstoff-Nanofasern und schüsselartigen Strukturen. Eine Variante erzeugte in einem Testsystem thermoelektrische Spannung.

EUREKA Logo auf Flagge

Förderaufruf stärkt KMU in der industriellen Biotechnologie

Mit einem neuen Förderaufruf unterstützt das BMFTR Eureka-Netzwerkprojekte in der industriellen Biotechnologie. Im Fokus stehen KMU, die biobasierte Verfahren und Produkte gemeinsam in die Anwendung bringen wollen.

Illustration eines künstlichen Pyrenoids, in dem Rubisco und EPYC1 zu einer dichten, tropfenartigen Struktur zusammenkommen.

Algentrick als Pflanzenwachstumskick?

Grünalgen verfügen über ein Protein, durch das sie CO₂ besser für ihr Wachstum nutzen können. Forschende haben diesen Trick im Labor nachgebaut. Langfristig wollen sie prüfen, ob er sich auf Nutzpflanzen übertragen lässt.

Luftaufnahme der aerobrew-Demonstrationsanlage am Paul Scherrer Institut in Villigen mit angrenzenden Institutsgebäuden und der Aare.

Weltweit erste Komplettanlage verwandelt grünes Methanol in Flugkraftstoff

Am Schweizer Paul Scherrer Institut ist die weltweit erste Komplettanlage für grünen Flugkraftstoff aus Methanol an den Start gegangen. Sie soll demonstrieren, ob ihr neu entwickeltes „Aerobrew“-Verfahren auch im größeren Maßstab funktioniert.