Pflanzenzüchtung braucht klare Patentregeln
Ein EU-Bericht zur Bioökonomie schlüsselt auf, wie Patente die Pflanzenzüchtung zugleich fördern und ausbremsen können. Mehr Transparenz und faire Lizenzen sollen vor allem kleinere Züchter stärken.
Ein EU-Bericht zur Bioökonomie schlüsselt auf, wie Patente die Pflanzenzüchtung zugleich fördern und ausbremsen können. Mehr Transparenz und faire Lizenzen sollen vor allem kleinere Züchter stärken.
Ein Review in Discover Food zeigt, wie essbare und biologisch abbaubare Verpackungen aus Stärke, Algen oder Pflanzenfasern Plastik in Kontakt mit Lebensmitteln teilweise ersetzen könnten und wo noch Hürden liegen.
Im EU-Projekt MULTIPLY entstehen aus Mikroalgen Zutaten und Materialien für Lebensmittel, Futtermittel, Kosmetik, Schmierstoffe und Verpackungen. Ziel ist der Schritt von der Nische in den Markt.
Holzreste statt rein fossiler Ausgangsstoffe: Forschende der TalTech entwickeln ligninbasierte Katalysatorträger für die Anilin-Synthese. Das Verfahren verspricht mehr Sicherheit und einen sparsameren Ressourceneinsatz.
Eine schwedische Langzeitstudie zeigt, dass direkte Kooperationen die Zahl marktreifer Innovationen in der holzbasierten Bioökonomie eher erhöhen als ausgefeilte Netzwerkstrategien. Das ist relevant für Förderpolitik und Unternehmen.
Ein neuer Bericht der EU-Kommission untersucht, warum Biokunststoffe trotz Klimavorteilen nur langsam Marktanteile gewinnen. Hohe Kosten, unreife Verfahren und offene Fragen beim Recycling bremsen den breiten Einsatz.
Ein Team des Joint BioEnergy Institute wandelt schwer nutzbares Lignin in kleine organische Säuren um, die Mikroben direkt verwerten können. Das könnte Bioraffinerien wirtschaftlicher machen.
In Côte d’Ivoire will Varaha Cashew-Schalen aus der Verarbeitung in Biokohle umwandeln. Das neue Partnerprogramm verbindet Reststoffnutzung, langfristige Kohlenstoffspeicherung und Nutzen für die Landwirtschaft.
Im Fraunhofer-Projekt PAPURE entsteht ein Verfahren, das Papierverpackungen ohne Klebstoff oder Kunststoffschichten versiegeln soll. Das könnte das Recycling erleichtern und Papier als Packstoff attraktiver machen.
Die Chemiespezialisten Avantium und Will & Co wollen den biobasierten Kunststoffbestandteil FDCA über den Verpackungsbereich hinaus in Lacke, Klebstoffe und weitere Anwendungen bringen. Das stärkt den Markteinstieg der Technologie.
Die globale Textilproduktion wächst weiter und wird vor allem von synthetischen Fasern geprägt. Ein aktueller Branchenbericht zeigt, dass biobasierte Alternativen bisher kaum verbreitet sind, aber ein großes Potenzial für eine fossilärmere Materialbasis bieten.
Eine neue biobasierte Folie gewinnt durch nanoskalige Chitosan-Partikel an Stabilität und UV-Schutz. Das könnte biobasierte Verpackungen für lichtempfindliche Lebensmittel robuster machen.
Eine Saatgutbeschichtung mit Bacillus pumilus hilft Winterweizen über frühe Wachstumsnachteile hinweg. Vor allem das Wurzelwachstum profitiert, ohne das Bodenmikrobiom stark umzubauen.
Ein neuer Review zeigt, wie sich Pflanzenlignin gezielter für Klebstoffe, Biokunststoffe, Carbonfasern und Chemikalien nutzen lässt. Entscheidend ist, den chemisch sehr unterschiedlichen Biomassebestandteil passend aufzubereiten.
Methanol gilt als vielversprechender Rohstoff für biobasierte Produktion, ist für viele Mikroorganismen jedoch toxisch. Forschende berichten nun über einen besonders methanoltoleranten Stamm, der neue Optionen für industrielle Bioraffinerien eröffnet.
Der neue Energie-Innovationsreport der IEA richtet den Blick vor allem auf Batterien, Netze und Wasserstoff. Für Bioöl, Flugkraftstoffe und Batteriematerialien aus Biomasse setzt der Report klare Zukunftssignale.
Ein Forschungsteam hat Polyamide aus Rizinusöl entwickelt, die sich zunächst wie formbare Kunststoffe verarbeiten und anschließend durch Wärme in robuste, wiederverarbeitbare Netzwerke überführen lassen.
Der Abschlussbericht zum Forschungsprojekt Bio4PURDemo zeigt, dass biobasiertes Anilin im Pilotmaßstab hergestellt und bereits für Schäume sowie Fasern erprobt werden konnte. Damit rückt ein bislang überwiegend fossil basierter Grundstoff der Polyurethan-Chemie näher an mögliche Anwendungen.
Eine neue Übersicht zu sechs EU-Forschungsprojekten zeigt, wie Schaumkunststoffe, Verbundwerkstoffe und Bauplatten aus Biomasse in bestehende Produktionslinien passen und Kreislaufoptionen von Anfang an mitgedacht werden.
Ein Forschungskonsortium hat den Biokunststoff PLA so verändert, dass er auch bei Wärme transparent bleibt. Erste Testlinsen für einen Fahrradscheinwerfer zeigen, wie PLA fossile LED-Optiken ersetzen könnte.