Newsletter

Link versenden
Trinkflaschen

Trinkflaschen

 
DATEN & FAKTEN 


Branche:

Ernährungsindustrie/Chemie 

Nachwachsender Rohstoff:
Zuckerrohr

Beteiligte Unternehmen:
u. a. Coca-Cola 

Bioökonomie-Faktor:
Biokunstoff als Alternative zu erdölbasiertem Kunststoff 

Status:
auf dem Markt

Was steckt drin?
Plastik
Quelle: 
Fotolia: Schlierner/Fotolia: ExQuisine
Zuckerrohr

Biobasierte Kunststoffe sind auf dem Vormarsch: Immer mehr Hersteller setzen auf Bioplastik, zum Beispiel bei Trinkflaschen. Damit wird die Abhängigkeit vom Erdöl reduziert und Kohlendioxid eingespart.

BIO-PET in Trinkflaschen

Bioplastik aus nachwachsende Rohstoffen kommen bei unterschiedlichsten Produkten zum Einsatz. Sehr häufig werden sie bereits in der Lebensmittelindustrie eingesetzt - zum Beispiel bei Trinkflaschen. Normalerweise bestehen diese aus dem Kunststoff PET (Polyethylenterephtalat). Dieses Polymer wird aus zwei verschiedenen chemischen Bausteinen hergestellt, zu denen das Monoethylenglycol (MEG) gehört. Inzwischen kann MEG zu Teilen aus Bioalkohol hergestellt werden, der aus Zuckerrohr gewonnen wird. Der Rohrzucker dient Mikroben wie Hefen als Nahrung, die daraus den Alkohol MEG vergären. Gemischt mit anderen chemischen Bausteinen wird daraus der Kunststoff BIO-PET hergestellt, der zu 30% biobasiert ist. Eine solche Bioplastikflasche ist zwar nicht biologisch abbaubar, sie kann aber in den Recycling-Kreislauf eingeschleust werden.

Umweltfreundliche Alternative

Bei einem Kunststoff, der zu 30% biobasiert ist, können gegenüber der erdölbasierten Herstellung rund 20% Kohlendioxid eingespart werden. Mehrere Konsumgüterhersteller – darunter Coca-Cola – haben sich inzwischen zusammengeschlossen, um den Anteil von BIO-PET in ihren Plastikflaschen zu erhöhen. Eines der nächsten Ziele ist es, das Bio-Ethanol auch aus anderen Pflanzen und Pflanzenresten zu gewinnen.

Marktreife

Die Plastikflaschen mit BIO-PET Anteil werden von Coca-Cola seit 2009 in 31 globalen Märkten (unter anderem Brasilien, Chile, Norwegen und den USA) eingesetzt. Mehrere Bioplastik-Hersteller können den Biokunststoff in großem Maßstab produzieren, sodass er Massenverbrauchsgütern eingesetzt werden kann. Deshalb wächst die Anwendungsbreite von Bioplastik immer mehr.  

Back to top of page