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30.01.2019
Waschmittel

Waschmittel

 
DATEN & FAKTEN 
 
Branche:

Konsumgüter

Nachwachsender Rohstoff:
Mikroorganismen

Beteiligte Unternehmen:
Waschmittelhersteller

Bioökonomie-Faktor:
Biotechnologisch hergestellte Enzyme erhöhen die Waschkraft schon bei niedrigen Temperaturen
                               

Status:
im Markt

Was steckt drin?
Waschmittel
Quelle: 
©master24 - stock.adobe.com | wikimedia commons
Pflanzliches Enzym P450

Anfang des 20. Jahrhunderts kam das "erste selbsttätige Waschmittel" auf den Markt. Es versprach saubere Wäsche nach nur 30 Minuten bei 95 °C. Davor wurde eingeweicht, mühsam geknetet, gerieben, gespült und gewrungen.

Der Waschtag – ein wahrer Kraftakt

Lange Zeit war das Waschen die kraft- und zeitaufwendigste Arbeit im Haushalt. Gewaschen wurde in einer Lauge aus Asche – Asche, weil die nicht wasserlöslichen Substanzen mechanisch beim Scheuern halfen. Zudem entsteht durch die Verbindung von Wasser und Asche eine ätzende Lösung, die die Fasern zum Quellen bringt und die Fette zersetzt. Nach dem Einweichen und Brühen in der Lauge standen das anstrengende Schlagen, Kneten und Reiben, erneutes Spülen, dann Bleichen und Wringen: ein Kraftakt, den uns heute die Waschmaschine und zahlreiche Inhaltsstoffe abnehmen.

Waschmittel heute – ein Hightech-Produkt

Heute setzen sich Waschmittel aus etwa 30 verschiedenen Komponenten zusammen. Die umweltschädlichen Phosphate wurden im Laufe der Jahre eliminiert und synthetische Tenside auf Erdölbasis weitgehend durch biologisch abbaubare Tenside ersetzt.

Hinzugefügt wurden Enzyme. Jedes Enzym wirkt spezifisch für einen bestimmten organischen Stoff, welchen es immer in gleicher Art und Weise abbaut. Da Enzyme als biologische Katalysatoren arbeiten, werden sie bei der Reaktion nicht verbraucht. Dadurch können sie schon in geringen Mengen wirkungsvoll eingesetzt werden. Mithilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen lassen sie sich in größeren Mengen und hoher Reinheit günstig und umweltschonend herstellen. Die bioaktiven Stoffe entfalten ihre reinigende Wirkung bereits bei niedrigen Waschtemperaturen, dies spart zusätzlich Energie und senkt indirekt den CO2-Ausstoß.

Ein weiteres Plus: Durch die Enzyme wird die Wäsche nicht nur sauberer, sondern auch gepflegt: Biochemisch knabbern sie von Baumwollgewebe die winzigen Knötchen ab, die das Gewebe rauh machen.

Marktreife

In etwa 80% der Waschmittel kommen heute Enzyme zum Einsatz.

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