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18.12.2019
Verpackung

Verpackung

 
DATEN & FAKTEN 
 
Branche:

Papier, Verpackung


Nachwachsender Rohstoff:
1/3 Grasfasern, 2/3 Holzfasern, Bienenwachs


Beteiligte Unternehmen:
Apomore GmbH


Bioökonomie-Faktor:
nachwachsende Rohstoffe aus regionalem Anbau, restlos kompostierbar


Status:
auf dem Markt

Was steckt drin?
Quelle: 
BIOCOM | pixabay
Wiesengras

Der Einkauf an der Frischetheke bringt neben den gewünschten Produkten auch eine Menge Plastikabfall mit sich: Verbundmaterial aus Papier und Plastikfolie oder Käse, Fleisch und Wurst werden in Papier gehüllt in eine dünne Plastiktüte gesteckt, an die der Beleg getackert wird.

Perfekter Kreislauf

Eine mögliche Alternative präsentierte ein junges schwäbisches Unternehmen mit dem Bee-Paper. Das grünlich-gelbliche, feste Papier besteht ausschließlich aus den nachwachsenden Rohstoffen Gras, Holz und Bienenwachs. Bei seiner Produktion werden nicht nur Wasser und Energie gespart. Es werden auch keine Chemikalien eingesetzt und der CO2-Ausstoß wird gesenkt, aufgrund der kürzeren Rohstofftransportwege. Hat das Papier seine Aufgabe erfüllt, kann es im Bioeimer oder auf dem Kompost (gern mit eingewickelten Bioabfällen) entsorgt werden. Es kompostiert rückstands.

Nachhaltig und umweltfreundlich

Das Gras für Bee-Paper wächst auf Ausgleichsflächen, die als Kompensationsflächen bei großen Bauvorhaben gesetzlich vorgeschrieben sind. Zwei- bis dreimal im Jahr werden die artenreiche Blumenwiesen gemäht. Die Wiesen sind Lebensraum für Insekten, Vögel und kleine Säugetiere. Da das Gras bis zur Mahd hochwächst und verholzt, ist das entstehende Heu nicht als Tierfutter geeignet.

Noch reicht die Bienenwachs-Produktion in Deutschland nicht aus, um Bee-Paper überall im deutschen Einzelhandel einzusetzen. Aber wer weiß: Durch Aktivitäten wie das Volksbegehren Rettet die Bienen in Bayern im Frühjahr 2019 könnte die Zahl der Bienenvölker wieder anwachsen und die Bienenwachs-Produktion gesteigert werden.

Marktreife

Zwar kann das Produkt Frischhaltefolie aus Plastik mengenmäßig derzeit noch nicht ersetzen, aber es ist eine mögliche Alternative: Das komplett kompostierbare Naturprodukt erfüllt die hohen Hygienestandards im Lebensmittelbereich und hält Lebensmittel länger frisch.

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