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Motorabdeckung

Motorabdeckung

 
DATEN & FAKTEN 


Branche:

Automobil

Nachwachsender Rohstoff:
Rizinussamen

Beteiligte Unternehmen:
Mercedes Benz | DSM

Bioökonomie-Faktor:
Anteil an Biokunststoff etwa 70%, entsprechend weniger Verbrauch an erdölbasiertem Kunststoff

Status:
auf dem Markt

Was steckt drin?
Motorabdeckung
Quelle: 
BIOCOM | fabianosodi- fotolia
Rizinus - Samen

Im Oktober 1997 führte Mercedes Benz die A-Klasse in den Markt ein. Mit dieser ersten Generation der A-Klasse war Mercedes Vorreiter bei den Minivans. Weitere Generationen und Anpassungen folgten, seit 2013 werden auch biobasierte Kunststoffe verbaut.

Rizinus schützt den Motor

Bauteile im Motorraum eines Autos müssen extremen Hitzebelastungen von über 200 Grad Celsius gewachsen sein. Daimler setzt bei der Mercedes-A-Klasse Motorabdeckungen aus Biopolyamiden ein. Während konventioneller Kunststoff aus Erdöl hergestellt wird, besteht die Abdeckung zu einem großen Teil aus Rizinusöl. Das Öl wird aus den Samen des Wunderbaums Ricinus communis gewonnen, der zur Familie der Wolfsmilchgewächse gehört. Der Baum wird unter anderem in den Tropen auf kargen Böden angebaut, die Früchte sind nicht essbar.

So wird die Haube grün

Aus dem Rizinusöl gewinnt der niederländische Chemiekonzern DSM einen Synthesebaustein namens Sebacinsäure. Zusammen mit weiteren – konventionell aus Erdöl gewonnenen – Bausteinen entsteht ein äußerst leistungsfähiger Biokunststoff. Das sogenannte Polyamid ist zu 70% biobasiert. Als Granulat wird das Kunststoffmaterial dann bei Daimler zu Motorabdeckungen verarbeitet. Es ist hitzestabil und rüttelfest.

Marktreife

Die Motorabdeckung aus Biopolyamiden auf Basis von Rizinusöl wird seit 2013 serienmäßig in der A-Klasse von Mercedes verbaut.

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