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13.11.2018
Gesichtsmaske

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DATEN & FAKTEN 


Branche:

Medizin, Kosmetik

Nachwachsender Rohstoff:
Zucker, Bakterien

Beteiligte Unternehmen:
Jenacell

Bioökonomie-Faktor:
biobasierter Werkstoff

Status: 
auf dem Markt 

Was steckt drin?
Quelle: 
logo3in1/fotolia.com | pixelrobot/fotolia.com

In der medizinischen Kosmetik kommen häufig Masken zum Einsatz, um Wunden zu heilen und die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Als Trägermaterial dient dabei meist Gelatine oder Collagen.

Hightech-Material aus Zucker

Ein deutsches Forscherteam hat in jahrelanger Forschung ein Verfahren entwickelt, um einen ganz besonderen Zellstoff sowohl in großen Mengen als auch in einer ausgezeichneten Qualität zu produzieren. Bei diesem Zellstoff handelt es sich um sogenannte bakterielle Nanocellulose (BNC). BNC wird nicht etwa aus vorhandener Cellulose gewonnen, sondern wird durch einen biotechnologischen Prozess mit Hilfe eines Bakteriums beispielsweise aus Zuckern hergestellt.

Ein Werkstoff mit Potenzial

Aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften kann die biotechnologisch hergestellte Nanocelllulose die Behandlung für viele Menschen angenehmer und effektiver machen kann. BNC ist hochkristallin, sehr reißfest und kann die 170-fache Menge Wasser aufnehmen. Ihre Fasern sind einhundert Mal dünner als Zellstoff. BNC kann Wirkstoffe bis zu vier Stunden speichern und ist durch den hohen Wasseranteil leicht wieder von der Haut zu lösen. Die Wundauflagen verwachsen nicht mit dem Wundgrund, ermöglichen eine Tragedauer von bis zu 14 Tagen ohne Verbandswechsel und lassen sich auch dann noch schmerzfrei von der Wunde ablösen. So wird die Gefahr von Narbenbildung deutlich reduziert. Auch in der Schönheitsmedizin kommt die aus Bakterien gezüchtete Nanocellulose zum Glätten von Falten zum Einsatz.

Marktreife

Bakterielle Nanocellulose eignet sich als Maske oder Wundauflage sowohl für trockene als auch für feuchte Verbände. Sie ist für medizinische und für kosmetische Anwendungen auf dem Markt erhältlich.

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