Newsletter

Link versenden
06.05.2019
Smoothie

Smoothie

DATEN & FAKTEN

Branche:
Lebensmittel

Nachwachsender Rohstoff:
Mikroalgen 

Beteiligte Unternehmen:
Mint Engineering, Subitec,  u.v.a.

Bioökonomie-Faktor:
alternative Lieferanten von Eiweißen, Kohlenhydraten und Omega-3-Fettsäuren

Status:
auf dem Markt

Was steckt drin?
Smoothie mit Algen
Quelle: 
stock.adobe.com/Zerbor | Universität Hohenheim/Astrid Untermann
Mungobohnen

Liebhaber von Aquarien kennen den Effekt: Sobald das Aquarium zu nah am Fenster steht, wird das Wasser trübe und an den Wänden wächst grüner Flaum.

Wachstum - auch ohne fruchtbaren Boden

In Aquarien unerwünscht und ein Zeichen dafür, dass das biologische Gleichgewicht beeinträchtigt ist – in der Nahrungsmittelproduktion dagegen, ist genau dieser Effekt gewünscht. In geschlossenen Systemen lassen sich Algen fast überall kultivieren. Die größte Herausforderung besteht im optimalen Lichteinfall. Für einen solchen Algenanbau werden spezielle Photobioreaktoren gebraucht, für die es in Deutschland etliche Experten gibt. Beispielsweise entwickelte die Mint Engineering spezielle Photobioreaktoren für den urbanen Algenanbau – ein Röhrensystem, das an Fassaden und Wänden installiert werden kann. Die Röhren sind durchsichtig, um das Sonnenlicht einfangen zu können. Ganz nebenbei wärmen sie auch noch die Häuser und helfen dadurch Heizenergie einzusparen.

Vielseitig und gesund

In diesen Photobioreaktoren produzieren die winzigen Mikroalgen aus Sonnenlicht, Kohlendioxid, Luft und Wasser unermüdlich Algenpulver, das sich hervorragend in der Lebensmittelindustrie nutzen lässt. In Asien kommen Algen fast täglich auf den Tisch. In Europa ist dies noch äußerst selten der Fall. Dabei sind Algen gesund und vielseitig. Sie enthalten einen hohen Anteil an Proteinen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren und benötigen nur einen Bruchteil der Wassermenge, die beispielsweise der Anbau von Soja verlangt – ganz zu schweigen von den Mengen, die man für die Aufzucht von Rindern braucht. Außerdem wachsen Algen zehn bis 30-Mal schneller als Landpflanzen.

Marktreife

In Berlin und Niedersachsen stehen bereits Häuser und Gewächshäuser, die mit Anlagen zur urbanen Algenkultivierung bestückt sind. In der Kantine am EUREF Campus in Berlin werden die frisch geernteten Algen direkt weiterverarbeitet, z. B. zu gesunden Smoothies. Algenpulver kann im Fachhandel erworben werden.

Back to top of page