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16.10.2018
Milchzucker

Milchzucker

DATEN & FAKTEN 


Branche:

Ernährung
  

Nachwachsender Rohstoff:
Mikroorganismen

             
Beteiligte Unternehmen:
Jennewein Biotechnologie GmbH


Bioökonomie-Faktor:

Mikroorganismen produzieren humane Milchzucker

Status:
auf dem Markt

Was steckt drin?
Humane Michzucker
Quelle: 
Africa Studio/fotolia.com | beawolf fotolia

Muttermilch gilt als ideale Nahrung für Säuglinge. Die WHO empfiehlt, Kinder bis zum Alter von sechs Monaten ausschließlich zu stillen, also ohne weitere Speisen und Getränke außer Muttermilch zu ernähren.

Schutz fürs Baby

Doch es gibt Fälle, in denen das nicht möglich ist, dann muss auf Säuglingsnahrung zurückgegriffen werden. Diese ist zwar inzwischen schon sehr gut auf die Bedürfnisse von Säuglingen zugeschnitten, wesentliche Bestandteile der Muttermilch fehlten bislang jedoch.

Nach Fett und Laktose machen humane Milchzucker, sog. Milch-Oligosaccharide (HMOs), den drittgrößten Bestandteil der Muttermilch aus. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass HMOs präbiotisch wirken und bei Neugeborenen maßgeblich die Ausbildung einer gesunden Darmflora fördern. Weiterhin senken HMOs signifikant das Risiko an viralen oder bakteriellen Infektionen zu erkranken. 

Ersatzweise helfen Mikroorganismen

Einem Unternehmen aus Rheinland-Pfalz ist es gelungen, die am häufigsten vorkommenden humanen Milchzucker fermentativ im Tonnenmaßstab zu produzieren. In großen Tanks synthetisieren Mikroorganismen aus Kohlehydraten, die aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden, die komplexen Zuckermoleküle. Die Bakterienzellen werden dann abgetrennt und die Zucker schonend isoliert. Das Verfahren ist umweltfreundlich und nachhaltig.

Marktreife

Die synthetisch erzeugten Milchzucker sind mit ihren natürlichen Vorbildern aus der menschlichen Muttermilch identisch und werden unter der Marke Mum’s Sweet Secret vermarktet.

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