Newsletter

Link versenden
06.08.2019
Klebeband

Klebeband

DATEN & FAKTEN 


Branche:

Konsumgüter
  

Nachwachsender Rohstoff:
Pflanzen
 

Beteiligte Unternehmen:
ITV, TU Hamburg, LignoPure

      
B
ioökonomie-Faktor:
Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen,
kein Recycling-Problem


Status:
In der Entwicklung

Was steckt drin?
Klebeband aus Lignin
Quelle: 
BIOCOM | freshidea-fotolia
Stroh

Klebeband – jeder kennt es und hat es wohl auch schon benutzt. Ob für eine schnelle Reparatur oder zum Verpacken von Geschenken – in den meisten Haushalten ist es nicht mehr wegzudenken.

Bedarf in allen Lebensbereichen

Die Post transportiert nach eigenen Angaben durchschnittlich 3,6 Millionen Pakete an Werktagen, viele davon sind mit Klebeband verschlossen. Denkt man dann noch an all die Anwendungen in Handwerk und Industrie wird der immense Verbrauch deutlich. Neben den Haftklebstoffen benötigt man für die Herstellung des Klebebands vor allem die Trägermaterialen, diese sind häufig aus Kunststofffolien.

Alternative: Hochwertiger Biokunststoff ...

Üblicherweise gehen Kunststoffe auf Erdöl zurück. Eine Forschergruppe am Institut für Thermische Verfahrenstechnik der Technischen Universität Hamburg hat dazu eine interessante Alternative entwickelt, die ein für Gesundheit und Umwelt völlig unbedenkliches Endprodukt ermöglicht. Ausgangsmaterial sind Stroh-Pellets. Wesentliche weitere Zutaten sind CO₂, Wasser und Enzyme. Der Prozess findet unter besonders hohem Druck und bei hohen Temperaturen statt. Die von den Forscherinnen betriebene Pilotanlage kann bis zu 100 kg hydrolytisch gewonnenes Lignin im Monat produzieren.

... giftfrei und recycelbar

Aus dem Uni-Projekt ist mittlerweile ein Unternehmen mit dem Namen LignoPure geworden. Das Start-up arbeitet an der weiteren Entwicklung des Verfahrens, denn noch reicht die gewonnene Menge Lignin nicht für die industrielle Nutzung. Einsatzgebiete gibt es aber zahlreiche, denn Dank des giftfreien Verfahrens könnte LignoPure Lignin auch in der Gesundheits- und Kosmetikbranche verwendet werden. Eines der ersten Endprodukte ist das Klebeband, das in Zusammenarbeit mit tesa in Hamburg entwickelt wurde.

Marktreife

An der Marktreife wird noch gearbeitet. Bislang gibt es nur den Prototypen.

Back to top of page