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18.06.2019
Geldbörse

Geldbörse

 
DATEN & FAKTEN 
 
Branche:

Konsumgüter

Nachwachsender Rohstoff:
Zunderschwamm

Beteiligte Unternehmen:
Zvnder in Kooperation mit rumänischen Familienbetrieben

Bioökonomie-Faktor:
Nachwachsender Rohstoff als veganes Leder
Kein gesundheits- und umweltbelastendes Gerben
                          

Status:
im Markt

Was steckt drin?
Geldbörse aus Zunderschwamm
Quelle: 
Zvnder | pixabay
Baumpilz Zunderschwamm

Ursprünglich wurden die Fasern des Pilzes zum Feuer machen verwendet. Aus diesem Grund trug ihn selbst Ötzi bereits vor 5000 Jahren auf seinen Wanderungen mit sich.

Neue Ehren für altes Handwerk

Allerdings verdanken wir dem Zunderschwamm einiges mehr als die Gewinnung von Zunder, die dem Baumpilz seinen Namen gab. Bereits im 18. Jahrhundert entstand in Deutschland und Osteuropa ein goldenes Handwerk um den Zunderschwamm. Kleine Familienbetriebe fertigten ein weiches, lederartiges Material, das zu Texilien, Hüten und Zundermaterial für Pfeifen weiterverarbeitet wurde.

Im Rahmen ihrer Masterarbeit forschte eine Berliner Designerin am Zunderpilz und liess das alte Handwerk wieder aufleben. Das Zunderschwammleder, das in Berlin beispielsweise zu Geldbörsen weiterverarbeitet wird, kommt aus Transsilvanien, einer Region mit einem hohen Vorkommen an Zunderschwämmen. Die Pilze werden naturschonend von Hand geerntet, bis zu einem Jahr getrocknet, anschließend geschält und aufwendig weiterverarbeitet.

Pilz mit hervorragenden Eigenschaften

Das gewonnene Material ist organisch, gluten- und chemikalienfrei und hat eine marmorierte, samtige Oberfläche. Optisch ähnelt es tierischem Leder. Es ist jedoch ein veganes Produkt mit absorbierenden, antibakteriellen und antiseptischen Eigenschaften.

Das handgefertigte Zunderschwammleder wird in Berlin weiterverarbeitet. Dabei werden die Materialeigenschaften den Produktansprüchen angepasst, etwa um das absorbierende Zunderschwammleder vor Nässe zu schützen und es strapazierfähiger zu machen. Neben der Herstellung von Kompositen aus Biotextilien und Pilzleder werden auch verschiedene Beschichtungen verwendet. Großen Wert legt die Berliner Gründerin auch auf die komplette Nutzung des Zunderschwamms. Aus diesem Grund gibt es keinen Abfall, selbst aus dem Ausschuss des Zunderschwammleders werden Fasern gewonnen, die beispielsweise in Einlegesohlen verarbeitet werden.

Marktreife

Die Geldbörse und diverse andere Produkte werden seit 2017 über das Label „Zvnder“ vertrieben.

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