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03.09.2018
Dünger

Dünger

DATEN & FAKTEN 


Branche:

Recycling 
  

Nachwachsender Rohstoff:
Phosphor

             
Beteiligte Unternehmen:
Berliner Wasserbetriebe

Bioökonomie-Faktor:
Wiederaufbereitung von Phosphor mithilfe von Mikroorganismen

Status:
auf dem Markt

Was steckt drin?
Pflanzendünger
Quelle: 
Berliner Wasserbetriebe
Reaktionsbehälter Klärschlamm

Phosphor gehört neben Stickstoff zu den wichtigsten Bestandteilen in Düngemitteln. Mit der wachsenden Weltbevölkerung steigt der Bedarf an Nahrungsmitteln und damit auch der Bedarf an Phosphor. Die Ressourcen jedoch sind endlich.

Lebenswichtiges Element

Nicht nur für Pflanzen, auch für den Menschen ist Phosphor essenziell. Ein erwachsener Mensch benötigt pro Tag rund 0,8 Gramm des Mineralstoffs, nimmt aber durch die Nahrung tatsächlich bis zu 3 Gramm täglich auf. Überschüssige Phosphatverbindungen werden über die Nieren wieder ausgeschieden. Auf diesem Weg gelangen jeden Tag große Mengen phosphorhaltige Abwässer in die Klärwerke. 

Nach der Aufbereitung werden die verbleibenden Klärschlämme entweder in speziellen Kraftwerken verbrannt oder als Dünger wieder auf die Felder gebracht. Da die Klärschlämme neben Nährstoffen aber auch umwelt- und gesundheitsgefährdende Schadstoffe wie Chemikalien, Schwermetalle und Pharmaka enthalten, können sich diese Schadstoffe im Boden anreichern und über die Pflanzen in die Nahrungskette gelangen.

Kontrollierte Kristallisation

Die Berliner Wasserbetriebe haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Phosphor aus Klärschlamm ziehen lässt. In einem speziellen Reaktor lösen Mikroorganismen unter Zugabe von Luft und Magnesium den Phosphor aus dem Schlamm heraus. Übrig bleibt ein Gemisch aus Magnesium, Ammonium und Phosphat, das sich als Trockendünger eignet und wieder auf die Felder gebracht werden kann.

Marktreife

Seit 2008 ist der Dünger als hochwertiger mineralischer Langzeitdünger nach EU-Düngemittelverordung (VO 2003/2003) zugelassen und wird unter dem Namen Berliner Pflanze® verkauft.

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