Nachhaltige Torfproduktion im Schnellverfahren

Torf ist ein wichtiger Bestandteil von Pflanzensubstraten und dient vor allem im Gartenbau der Bodenverbesserung. Doch mit seinem Abbau werden wertvolle Moorgebiete zerstört und damit der darin zum Teil über Jahrtausende gebundene Kohlenstoff freigesetzt. Forschende des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) haben nun eine umweltfreundliche Alternative entwickelt und gleich zwei innovative Verfahren zur Herstellung von künstlichem Torf zum Patent angemeldet.

„Mit Urban-Farming und Urban-Mining lassen sich Win-Win-Effekte erzielen“

In vielen Städten werden Wasserressourcen zunehmend knapper, weil eine steigende Versiegelung, höhere Temperaturen und die wachsende Bevölkerung den natürlichen Wasserkreislauf stören und den Verbrauch gleichzeitig erhöhen. Mit dem Reallabor „Mobile Blau-Grüne Infrastruktur“ möchten Grit Bürgow und ihr Team diesem Trend etwas entgegensetzen. Sie machen städtisches Wasser wieder nutzbar – etwa für die Pflanzenzucht in sogenannten vertikalen Hydroponik-Farmen oder Schwammstadt-Gärten. Das Ziel: Klima, Lebensqualität und die städtische Atmosphäre verbessern.

Hochwertige Materialien aus biogenen Reststoffen

Obsttrester, Rapsstroh und Kartoffelschalen kommen in der Regel ins Tierfutter. Für die Bioökonomie sind diese Reststoffe jedoch längst kostbare Rohstoffe, die sowohl stofflich als auch energetisch genutzt werden. Im Projekt BIOWIN wollen Nachwuchsforschende der TU Bergakademie Freiberg diese bislang in Sachsen unzureichend genutzten biogenen Reststoffe aus Land- und Forstwirtschaft stofflich aufwerten und in innovative, polymerbasierte Materialien verwandeln.

Erstmals Chromosomenzahl einer Pflanze gentechnisch verändert

Nutzpflanzen müssen möglichst ertragreich und robust gegen Krankheiten sein. Doch bei der herkömmlichen Züchtung gehen diese nützlichen Eigenschaften oftmals verloren. Die Schwierigkeit: Damit Pflanzeneigenschaften gemeinsam vererbt werden, müssen sie auf demselben Chromosom liegen. Mit der molekularen Genschere CRISPR-Cas haben Forschende seit Jahren ein Präzisionswerkzeug in der Hand, um Gene gezielt zu verändern oder auszuschalten und damit Nutzpflanzen zu optimieren.