Wer sein Wohnzimmer streicht, denkt selten darüber nach, was genau in der Farbe steckt, die künftig die Wände ziert. Die Hauptsache ist, dass sie gut deckt, schnell trocknet und nicht unangenehm riecht. Doch diese Farben enthalten meist synthetische Bindemittel, die aus fossilen Rohstoffen gewonnen werden und oftmals gesundheitlich umstritten sind.
Klimaresiliente Böden schaffen
Die intensive Nutzung landwirtschaftlicher Flächen hat die Böden in Nordwesteuropa stark belastet. In zahlreichen Regionen ist der Humusgehalt zu niedrig. Dadurch können die Böden weniger Wasser speichern, was das Risiko für Erosion und Überschwemmungen erhöht – und auf lange Sicht die Ernährungssicherheit gefährdet.
PAPACKS etabliert Industriehanf für Großproduktion
Verpackungen, ob Kunststoff oder Papier, sind aus dem Alltag kaum wegzudenken, landen aber schon nach kurzer Zeit im Müll. Damit werden kostbare Ressourcen vergeudet. Statt Bäume zu fällen, um Zellstoff für die Verpackungsindustrie zu gewinnen, setzt PAPACKS auf Industriehanf. Nun hat das 2013 gegründete Kölner Unternehmen mit Ukrainian Hemp eine eigene Lieferkette für zertifizierten Industriehanf aufgebaut und sich damit den Zugriff auf den nachwachsenden Rohstoff im industriellen Maßstab gesichert.
Ideen zur Rohstoffnutzung in Mittelgebirgen gesucht
Eifel, Schwarzwald, Thüringer Wald oder Harz sind beliebte Ausflugsziele, um die Natur zu genießen. Üppige Wälder und Grünland prägen die Mittelgebirge Deutschlands, die allerdings landwirtschaftlich eher zu den benachteiligten Regionen des Landes zählen. Der Grund: Standort- und Produktionsbedingungen sind erschwert und die Erträge schwach. Gleichzeitig bieten Mittelgebirge mit ihren Wäldern und dem hohen Anteil an Grünlandbetrieben ein enormes Potenzial an nachwachsenden Rohstoffen sowie biogenen Reststoffen.
Europäisches Kartoffelgenom entschlüsselt
Die Kartoffel ist Grundnahrungsmittel für mehr als 1,3 Milliarden Menschen. Doch trotz dieser weltweiten Relevanz werden kaum noch erfolgreich Kartoffeln gezüchtet – vor allem wegen ihres komplexen Genoms, das vierfache anstelle der üblichen zweifachen Chromosomensätze enthält, was die klassische Züchtung erschwert. Dies ist eine Gefahr für die Ernährungssicherheit, denn viele der alten Sorten sind anfällig für Krankheiten und nicht an Klimaveränderungen angepasst.
Biologisches PET-Recycling: Start-up gegründet
PET (Polyethylenterephthalat) ist ein Kunststoff auf Basis fossiler Rohstoffe wie Erdöl oder Erdgas. Zwar ist reines PET vollständig recyclebar, doch landet es häufig in der Umwelt oder wird verbrannt. Die Biochemiker Dr. Christian Sonnendecker und Dr. Ronny Frank setzen stattdessen auf ein biologisches Recyclingverfahren mithilfe von PHL7.
Hochschulallianz für Agroforst in Baden-Württemberg
Agroforstwirtschaft, eine traditionelle Anbaumethode, gewinnt angesichts zunehmender Dürreperioden und anderer Folgen der Klimakrise an Bedeutung. Sie trägt nicht nur zur Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Systeme bei, sondern leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität. Vor diesem Hintergrund vertiefen die Universität Hohenheim in Stuttgart und die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ihre Zusammenarbeit. Gemeinsam wollen sie die Agroforstwirtschaft in Forschung, Lehre und Praxis weiter voranbringen und stärken.