Die Folgen des russischen Überfalls auf die Ukraine für globale Handels- und Lieferketten verdeutlichen derzeit eindringlich, wie anfällig die Sicherstellung einer weltweiten Versorgung mit Lebensmitteln ist. Fragen zur Ernährungssicherheit und Ernährungssouveränität stehen daher derzeit weit oben auf vielen Agenden nationaler Politik. Diese Themenfelder sind es auch, mit denen sich junge Forscherinnen und Forscher im Rahmen des Förderkonzepts „Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) befassen.
Mit Mini-Sensoren Überdüngung vermeiden
Die Intensivierung der Landwirtschaft hat der kostbaren Ressource Boden in den vergangenen Jahrzehnten heftig zugesetzt. In der Kritik steht vor allem die Düngepraxis, die erhöhte Schadstoffeinträge zur Folge hat. 60% der landwirtschaftlichen Böden sind nach einem Bericht der EU-Kommission überdüngt. Mit einem Gesetz will die EU nun gegensteuern und die Bodenqualität durch Düngevorgaben verbessern. Die Düngemengen dem Nährstoffgehalt des Bodens anzupassen, ist für Landwirtinnen und Landwirte aktuell kaum möglich, weil tagesaktuelle Daten dafür notwendig wären.