Mit Proteinen Phosphate aus Abwässern recyceln

Pflanzen brauchen neben Wasser vor allem Nährstoffe zum Wachsen. Ein wichtiger Rohstoff ist Phosphat. Doch der für die Landwirtschaft so wichtige Nährstoff ist begrenzt. Gleichzeitig gelangt durch die Düngepraxis zu viel Phosphat in Böden und Gewässer und kann ganze Ökosysteme gefährden. Ein Team um den IGB-Wissenschaftler Steffen Roth hat ein biobasiertes Verfahren entwickelt, um Gewässer zu schützen und gleichzeitig Phosphat zurückzugewinnen.

Elektrolyse für CO2-neutrale chemische Prozesse

Chemie ohne gefährliche Abfallstoffe und Treibhausgase – das hat sich der Zukunftscluster „Elektrifizierung technischer organischer Synthesen“ (ETOS) auf die Fahnen geschrieben. Das moderne Leben wäre ohne chemische Produkte vollkommen undenkbar, doch manches Syntheseverfahren funktioniert eben nicht ohne umweltschädliche Ausgangsstoffe, hohen Energieeinsatz und teure Katalysatoren. Die potenziellen Möglichkeiten organischer elektrosynthetischer Verfahren versprechen hingegen nachhaltigere und günstigere Alternativen. ETOS will dieses Potenzial heben.

Kirstin Gutekunst – Die Lichtleserin

Bei der Suche nach alternativen Energiequellen wird Wasserstoff zum großen Hoffnungsträger, gerade wenn er nachhaltig, z.B. durch Windkraft, entsteht. Einen spannenden Lösungsansatz hat Kirstin Gutekunst, Biologin an der Universität Kassel, zu bieten. Sie untersucht, wie Pflanzen und Bakterien das Sonnenlicht in Energie für ihren Stoffwechsel umwandeln. Bestimmte Organismen, wie die Cyanobakterien, produzieren dabei auch Wasserstoff. Gutekunst forscht daran, wie sich die H2-Ausbeute biotechnologisch erhöhen lässt. Wegweisende Forschung für eine leuchtende Zukunft: Wasserstoff-Produktion via Photosynthese, ganz ohne CO2-Abgase – Grüner geht’s nicht! 

Neues Großforschungszentrum für nachhaltige Chemie entsteht bei Leipzig

Rund 100 Ideen konkurrierten um 2,2 Milliarden Euro, die Bund und Länder ausgelobt hatten, um zwei neue Großforschungszentren auf den Weg zu bringen. Sie sollen im Mitteldeutschen Revier und in der Lausitz den Strukturwandel infolge des Kohleausstiegs zukunftsgerichtet gestalten. Einen der Zuschläge hat nun das „Center for the Transformation of Chemistry“ (CTC) erhalten. Es entsteht in Delitzsch bei Leipzig auf dem Gelände einer ehemaligen Zuckerfabrik.