Newsletter

Link versenden
13.08.2018

Von Zuckerstoffen und Zukunftsstädten

Der kompakte Medienrückblick: Städteplanung der Zukunft +++ Zucker ohne Kalorien +++ Dürre Äcker bewirtschaften +++ Weltbiodiversitätsrat in Frankfurt

Sonntag 12.8.2018
ZDF: Planen, bauen, leben – Die Städte der Zukunft

Bauwirtschaft – Immer mehr Menschen leben auf immer kleineren Raum. Die Städte wachsen und müssen sich zugleich gegen extreme Wetterkapriolen wie Hitze, Niederschläge und Sturmböen wappnen. Zudem werden immer mehr nachwachsende Rohstoffe wie Holz oder Stroh verbaut, was die Bauwirtschaft ebenfalls vor neue Herausforderungen stellt. Die aktuelle Folge der ZDF-Dokureihe „planet e.“ zeigt sowohl diese Herausforderungen als auch mögliche Lösungsansätze für die Städte der Zukunft auf.   

Donnerstag 9.8.2018
Deutschlandfunk: Allulose – Ein Zucker ohne Kalorien

Lebensmitteltechnologie – Zucker macht dick und zu viel davon verursacht etliche gesundheitliche Beeinträchtigungen. Und dennoch wird den allermeisten Lebensmitteln Zucker zugesetzt. Um den gewohnten Geschmack zu erhalten aber die Kalorienzufuhr zu minimieren setzen viele Lebensmittelchemiker deshalb auf Allulose als kalorienfreien Zucker. Susanne Kuhlmann berichtet im Deutschlandfunk in der Sendung „Umwelt und Verbraucher“ über das Kölner Start-up Savanna von Chemiker Timo Koch, der die Allulose künftig effizienter und für jedermann erschwinglich herstellen möchte. Bis Allulose im Supermarkt verkauft wird dauert es aber noch ein wenig. Denn als kalorienfreier Zucker fällt Allulose unter die Novel-Food-Verordnung der EU. Zurzeit wird an Studien für die Zulassung gearbeitet, die bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit eingereicht werden müssen. Ziel ist die Kennzeichnung als kalorienfreier Zucker – auch wenn das nicht hundertprozentig stimmt. Zum Vergleich: Ein Gramm Zucker enthält 4 Kilokalorien, ein Gramm Allulose 0,2.

Mittwoch 8.8.2018
Frankfurter Rundschau: Die Retter der Artenvielfalt

Biodiversität – Anlässlich des Autorentreffens des unabhängigen Weltbiodiversitätsrates IPBES in Frankfurt berichtet Franziska Schubert in der Frankfurter Rundschau über deren Empfehlungen zum Schutz der Biodiversität. Die ausgearbeiteten Empfehlungen sollen auf der IPBES-Vollversammlung im Mai 2019 in Paris vorgestellt werden. Der Erhalt der Artenvielfalt sei so wichtig, da er das menschliche Wohlergehen sicherstelle, so IPBES, und ein wichtiger Lieferant für Nahrung, Energie und Medizin sei. Allen voran der Klimawandel habe einen großen Anteil am Biodiversitätsverlust. Die intensive Landwirtschaft sowie der Einsatz von Insektiziden wie den Neonikotinoiden wird ebenfalls vom IPBES stark kritisiert. Diese setzen auch den nützlichen Insekten wie Bienen stark zu und müssten deshalb in Zukunft noch stärker reguliert und eingeschränkt werden.

Samstag 4.8.2018
Die Welt: Wenn fruchtbares Ackerland zu Staub wird

Bodenforschung – Die andauernde Trockenheit in diesem Sommer verursacht voraussichtlich erhebliche Ernteausfälle und Bodenerosionen. Wie ließe sich der ausgedörrte Boden wieder fruchtbar machen? Caroline Ring sprach für Die Welt mit Frank Ewert, Direktor des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung. Ewert unterstreicht die unterschiedliche Zusammensetzung der Böden, die in Brandenburg eher sandig-trocken und im nordrhein-westfälischen Sauerland eher feucht-lehmig sind. Das wichtigste und wertvollste für den Landwirt sei in jedem Fall die Ackerkrume, die oberste Schicht des Bodens, die aus abgestorbenen Pflanzenresten, Nährstoffen und Mikroorganismen besteht. Diese Humus-Schicht könnte zum Beispiel durch den Anbau von Lupinen wieder hergestellt werden. Denn Lupine geben Nährstoffe an den Boden ab und lockern ihn durch ihre Wurzeln gleichzeitig auf. Ring sprach außerdem mit Axel Don, stellvertretender Leiter des Thünen-Instituts für Agrar-Klimaschutz in Braunschweig. Sein Institut untersucht sämtliche in Deutschland landwirtschaftlich genutzten Böden auf ihre Wasserspeicherkapazitäten, pH-Wert, Nährstoffgehalt und einiges mehr. Die vorläufigen Ergebnisse machen deutlich: die größten Dürreschäden werden dort erwartet, wo die Böden besonders humusarm sind, wie in Brandenburg. Wenn man nicht gänzlich auf neue Frucht-  und Getreidesorten umsteigen will, die auf trockenem, sandigen Böden gedeihen, müsse man diese Schicht dringend aufbessern, so Don. Die Nährstoffzufuhr durch Gülledüngung sei keine langfristige Alternative.

Back to top of page