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08.05.2017

Von Milchautomaten und Zuchtzielen

Der kompakte Medienrückblick: +++ Tankstellen für Milch +++ Die Schattenseiten der Züchtung +++ Wie nützlich sind Stadtbäume? +++ Insekten als Vorbild für die Industrie +++

Sonntag 7.5.2017
Süddeutsche Zeitung: Stählerne Kühe – Milch aus dem Automaten

Landwirtschaft – Milchbauern leiden seit Jahren unter den geringen Milchpreisen. Verkaufen sie ihre Milch direkt an große Molkereien, bekommen die Bauern letztlich oft nur etwa 30 Cent pro Liter Milch. Daran sind allein in Deutschland in den letzten Jahren über 7000 Höfe zugrunde gegangen. Julia Klaus berichtet in der Süddeutschen Zeitung von den sogenannten stählernen Kühen, die ein wichtiges Zubrot für die Milchbauern darstellen können. Dabei handelt es sich um Automaten, an denen sich Kunden die Milch selbst abzapfen können. Diese wurde zuvor vom Bauern pasteurisiert und wird täglich frisch in den Automaten gefüllt. Idealerweise werden sie in der Nähe der Bauernhöfe aufgestellt. Ohne den Umweg über Molkereien wird so nicht nur die Verpackung gespart, sondern der Bauer erhält nun etwa 90 Cent pro Liter Milch. Verkauft er täglich um die 80 Liter, lohnt sich die Investition in den Automaten allemal. Die Ausweitung der Milchautomaten vermag die angespannte Lage auf dem Milchmarkt sicher nicht gänzlich zu beheben, doch sie bieten einen Hoffnungsschimmer für die Milchbauern.

Freitag 5.5.2017
Frankfurter Allgemeine Zeitung: Hunde- und Pferdezucht: Viele Rasse, wenig Moral?

Biodiversität – Es ist manchmal schwer zu glauben, dass der Mops und der Deutsche Schäferhund auf dieselben Vorfahren zurückzuführen sind. Seit mehreren Jahrtausenden züchtet der Mensch spezialisierte Hunderassen entsprechend nach Anwendungsgebiet. Joachim Müller-Jung berichtet für die Frankfurter Allgemeine Zeitung über eine wissenschaftliche Publikation im Fachjournal „Science“, das die Schattenseiten der „Züchtungswellen“ bei Hunden und der jüngeren Züchtungsgeschichte bei Pferden untersucht hat: Viele spezielle Züchtungsmerkmale gehen leider immer wieder einher mit Krankheiten wie Epilepsie oder Krebs. Diese Erbanlagen wieder aus dem Genpool zu entfernen, wird jedoch immer schwieriger, da heutzutage viele Nachkommen auf wenige erfolgreiche Stammrüden- und Hengste zurückzuführen sind.

Dienstag 2.5.2017
Deutschlandfunk: Nutzen von Stadtbäumen - Grün ist nicht gleich grün

Umwelt – Städte leiden unter der Luftverschmutzung durch Abgase. Je größer die Städte und umso mehr Einwohner, desto größer das Problem. Um dem Großstadtsmog entgegenzuwirken, setzen viele Stadtplaner auf die „grünen Lungen“, also Parkanlangen mit einem hohen Baumanteil, welche die Luft filtern sollen. Doch wie Monika Seynsche in der Sendung "Forschung Aktuell" im Deutschlandfunk berichtet, sind nicht alle Bäume gleich gut für die Luftverbessserung geeignet – manche Bäume wie etwa die Winterlinden seien sogar eher schädlich für die Luftqualität. Und weiterführende Untersuchungen belegen sogar, dass die Filterwirkung der Bäume eigentlich „vernachlässigbar gering“ ist. Nur in einem sind sich die Forscher einig: Die Schadstoffbelastung in den Städten wird nur dann signifikant abnehmen, wenn auch der Verkehr signifikant abnimmt.

Samstag 29.4.2017
arte Wissenschaft/ Forschung: Insekten, Superhelden auf sechs Beinen

Biotechnologie – Insekten sind in der Evolution die mit Abstand erfolgreichste Tiergruppe. Sie bergen großes Potenzial für Medizin und Technik, das nun immer mehr erschlossen wird. Vom außergewöhnlichen Immunsystem der Asiatischen Marienkäfer bis hin zu der besonderen Struktur von Käferflügeln bietet die Natur oftmals die Inspiration für neue Bauwerke und andere medizinische oder industrielle Anwendungen. Björn Platz zeigt in seiner Dokumentation für arte die Besonderheiten vieler Insekten auf, und zeichnet nach, wie diese für die Lösung der Probleme der Gegenwart eingesetzt werden können.

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