Folge 30 – Express – Vom Feld in die Flasche: Pflanzliche Milchalternativen
Pflanzliche Milchalternativen werden von immer mehr Menschen gewählt – sei es wegen ihres Geschmacks, einer besseren Verträglichkeit oder aus Gründen des Tierwohls. Und wie sieht es mit ihrer Nachhaltigkeit aus: Wie unterscheiden sich Pflanzendrinks und Kuhmilch in ihrer Umweltwirkung? Wie werden Hafer-, Soja-, Mandeldrink und Co hergestellt? Und wo liegen die Unterschiede zwischen den einzelnen pflanzlichen Varianten? Das schauen wir uns in dieser Express-Folge an.
Konzept und Umsetzung: Katja Wehling
Tragetüte
Papier ist aus dem Alltag kaum wegzudenken – vor allem für Verpackungen, die meist nur kurz genutzt werden. In Deutschland stammt ein Großteil der Papierprodukte aus Importen, viele davon aus Primärfasern, also frischem Holz. Nach Angaben der Tropenwaldstiftung Oro Verde wird weltweit fast jeder fünfte gefällte Baum für die Papierherstellung genutzt, der WWF geht sogar von jedem zweiten Baum aus.
Landbasierte CO2-Entnahme
Die Europäische Union hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, genügt es nicht, die CO₂-Emissionen deutlich zu reduzieren. Zusätzlich müssen bereits freigesetzte Mengen Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernt werden. Eine mögliche Maßnahme hierfür ist die sogenannte beschleunigte Silikatverwitterung. Für diesen Ansatz liegen bislang noch keine belastbaren Daten zu seiner Wirksamkeit, zu möglichen Umweltauswirkungen sowie zu gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vor.
Agroforst-Projekt gestartet
Agroforst ist ein landwirtschaftliches Nutzungssystem, bei dem Bäume oder Sträucher gezielt mit Ackerbau oder Tierhaltung kombiniert werden, um ökologische und wirtschaftliche Vorteile zu erzielen. Um unter realen Bedingungen zu testen, welche trockenheitstoleranten Baumarten sich für den Einsatz in solchen Systemen eignen, wurden im Projekt „Klimarobuste Agrargehölze für dürregefährdete Regionen“ der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) vom 7. bis 17.
Genetische Vielfalt der Aubergine erfasst
Die Aubergine ist eine äußerst vielfältige Kulturpflanze, die in zahlreichen Sorten sowie in unterschiedlichsten Farben, Formen und Größen vorkommt. Nun wurde zum ersten Mal ein vollständiger Katalog aller Gene und Eigenschaften der Aubergine erstellt. Diese neue Datengrundlage ebnet den Weg für robustere, klimaangepasste und qualitativ hochwertige Sorten, die langfristig Ernteerträge sichern und die Vielfalt in der Landwirtschaft erhalten. An der Studie waren neben Jülicher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Teams aus sechs weiteren Ländern beteiligt.
CO₂-Umwandlung durch Ameisensäure
Für eine kohlenstoffneutrale Bioökonomie werden Verfahren benötigt, die Kohlendioxid effizient binden und in nutzbare Produkte überführen. Ameisensäure - beziehungsweise ihr Salz Formiat - gilt dabei als vielversprechend, da sie sich mithilfe erneuerbarer Energie aus CO₂ herstellen lässt. Zudem ist sie gut transportierbar, ungiftig und vielseitig einsetzbar. Entsprechende Forschungsansätze befassen sich unter anderem mit Mikroorganismen, die mit aus CO₂ gewonnener Ameisensäure versorgt werden und daraus Grundchemikalien oder Treibstoffe herstellen.
Zukunftspreis für bioökonomische Innovation
Der Westpfalz Award wird jährlich an eine Persönlichkeit verliehen, die durch besonders innovative und zukunftsweisende Projekte einen bedeutenden Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Westpfalz geleistet hat. Preisträger in diesem Jahr ist Dr. Michael Lakatos – Algenbiotechnologe, Dozent der Hochschule Kaiserslautern und international ausgewiesener Bioökonomie-Experte. Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Kaiserslauterns Oberbürgermeisterin Beate Kimmel überreichten den Preis.