EU-Kommission bringt neue Bioökonomie-Strategie auf den Weg
Bei der Entwicklung einer kreislauforientierten und dekarbonisierten Wirtschaft will die EU künftig stärker auf biologische Ressourcen setzen und damit die Abhängigkeit Europas von fossilen Importen reduzieren. So sieht es die neue Bioökonomie-Strategie vor, die Ende November von der Europäischen Kommission vorgelegt wurde.
Wertvolle Amide aus Holzabfällen
Lignin ist nach Zellulose das zweithäufigste Biopolymer auf der Erde. Es ist ein Hauptbestandteil von Bäumen und Gräsern und entsteht in großen Mengen als Abfallprodukt bei der Papier-, Zellstoff- und Bioethanolproduktion. Da der Aufschluss des komplexen Biopolymers schwierig ist, wird der Reststoff allerdings meist verbrannt. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Katalyse (LIKAT) zeigt nun, wie sich Lignin effizient verwerten lässt.
Neues Graduiertenkolleg für nachhaltige Materialien
Im neuen Graduiertenkolleg „The Biological Making of Materials“ (GRK) erforschen bis zu 20 Doktorandinnen und Doktoranden, wie Organismen funktionelle Materialien erzeugen und deren Eigenschaften präzise steuern. Dieses Verständnis natürlicher Materialprozesse soll den Weg für nachhaltige, bioinspirierte Werkstoffe ebnen. Das GRK verbindet Expertise aus Biologie, Chemie, Physik, Materialwissenschaft und Mathematik.
Mehr Algen auf dem Teller
Algen sind vielversprechende Kandidaten bei der Suche nach neuen Produkten für die Bioökonomie. Sie lassen sich nicht nur schnell und in großen Mengen als Biomasse kultivieren, sondern sind auch reich an Nährstoffen. Welches Potenzial in Algen für eine nachhaltige Ernährung steckt, zeigen Forschende des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) und der Universität Bremen.