Ionenkanäle sind Proteine, die wie feine Poren in die Membran von Zellen integriert sind und dort als Molekülschleusen agieren. Beim Kontakt mit verschiedenen Substanzen öffnen oder schließen sich die Ionenkanäle und lassen Ionen passieren. Man kann diese Reaktion sichtbar machen, indem man den Stromfluss durch die Zelle vor und nach der Zugabe des Wirkstoffs misst.
Für mehr Biodiversität auf den Weiden
Wiesen und Weiden von Schweden bis Portugal haben eines gemein: sie werden oft zu intensiv bewirtschaftet. Die Artenvielfalt leidet am meisten darunter. Wissenschaftler aus ganz Europa arbeiten jetzt in einem Großprojekt gegen diesen Trend. Unter der Leitung der Universität Hohenheim analysieren sie Graslandböden vom Norden Schwedens bis hin zu den portugiesischen Azoren. Die Ergebnisse sollen die Ökologieforschung voranbringen und Empfehlungen für Politik und Landwirte ermöglichen.
Smarte Helfer für die Tierfütterung
Die fodjan GmbH entstand 2014 aus einem Team von vier Gründern an der HTW Dresden. Der Trend zum Smart Farming in der Landwirtschaft ist ungebrochen - immer mehr Unternehmen entdecken den Markt für sich. Das Dresdner Start-up hat sich hierbei auf das digitale Futtermanagement von Milchkühen spezialisiert. Über eine eigens dafür entwickelte Software wird den Landwirten ein ortsunabhängiges „Smart feeding“ ermöglicht.
Genom von Roggen geknackt
Roggen (Secale cereale L.) gehört zu den Süßgräsern und der darin enthaltenen Gruppe der Triticeae, zu der auch der Brotweizen und die Gerste gehören. Unter den Getreidearten besticht der Roggen besonders durch seine Frostfestigkeit und mit seinen hohen Ernteerträgen trotz nährstoffarmer Böden oder Trockenstress. Für die Landwirtschaft besteht daher ein großes Interesse, die besonderen genetischen Eigenschaften des Roggens auch auf Weizen und Gerste zu übertragen.
Zerstückelte Tropenwälder setzen CO2 frei
Die Hälfte des in der gesamten Vegetation der Erde gespeicherten Kohlenstoffs steckt in den Tropenwäldern. Um so schlimmer sind die Auswirkungen der Abholzung der Wälder: jedes Jahr werden so etwa 1.000 Millionen Tonnen Kohlendioxid freigesetzt. Doch oft wird der Wald nur stückweise gerodet und dadurch in kleinere Flächen "fragmentiert".
BASF sichert sich Lizenzen für Genomschere
Die Genomschere CRISPR-Cas gehört zu den aufregendsten Entwicklungen der molekularen Biotechnologie der vergangenen Jahre. Forschern an den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen steht es frei, dieses Präzisionswerkzeug zu verwenden. Anders sieht es bei der wirtschaftlichen Nutzung aus: Hier müssen die Unternehmen Lizenzen von den Einrichtungen erwerben, die jeweils ihre Innovationen patentiert haben.
Allianz für probiotische Geflügelkost
Gesunde Kost in Form probiotoscher Tiernahrung ist ein Weg, um den umstrittenen Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung zu minimieren. Erst vor Kurzem hatte der Futtermittelspezialist Evonik ein probiotisches Geflügelfutter vorgestellt. Nun wollen der deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim und der dänische Enzymhersteller Novozymes ein Bündnis zur Entwicklung probiotischen Tiernahrung schließen. Die strategische Zusammenarbeit wurde am 30. März bekanntgegeben.
Nagellack aus Spinnenseide-Protein
Das Supermaterial Spinnenseide als Werk- und Inhaltsstoff für die Medizin, die Textilindustrie und für die Kosmetik verfügbar machen - das ist das Ziel des Biotechnologie-Unternehmens Amsilk. Das Start-up aus Martinsried hat Bakterien zu winzigen Fabriken für das Spinnenseideprotein umfunktioniert. Die Mikroben stellen den begehrten Eiweißstoff nun in großen Mengen her.