Um die wachsende Bevölkerung zu ernähren, müssen alternative Eiweißquellen sowohl für Lebens- als auch für Futtermittel erschlossen werden. Geeignet wären Insekten. Sie sind reich an Proteinen, Mineralien und Vitaminen. Ihre Produktion ist weniger belastend für die Natur als die Haltung von Rindern und Schweinen. So benötigt die Produktion von einem Kilogramm Mehlwürmern nur 10% der Fläche, die für ein Kilogramm Rindfleisch gebraucht wird.
Mit Spargelschalen zu neuen Biokunststoffen
Ob Grünschnitt, Kaffeesatz oder Ernterückstände: Reststoffe aus der Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion dienen zunehmend als Rohstoffquelle für neue biobasierte und nachhaltige Produkte und können so zu einer kreislauforientierten Bioökonomie beitragen. Forschende aus Hannover zeigen nun, dass sich auch Spargelschalen für die Herstellung von Biokunststoffen eignen.
Berlin: Industrielle Biotechnologie trifft Foodtech
Die Zahlen sprechen für sich: Deutschland war 2022 mit 1,9 Mrd. Euro der mit Abstand größte Absatzmarkt für Proteinlebensmittel, die ohne Tiere produziert werden. Die sonst bei Lebensmittelinnovationen skeptischen Deutschen sind offen für durch optimierte Mikroorganismen und zellbasiert hergestellte Milchprodukte, Fisch und Käse. Gut 60 % der über 25-Jährigen und knapp 80 % der unter 25-Jährigen wollen sie aktuellen Umfragen zufolge zumindest probieren.
ATB Potsdam: Schub für Mikrobiom-Forschung
Ob Bakterien, Pilze oder Mikroalgen: Mikroorganismen sind allgegenwärtig und von entscheidender Bedeutung für Klima, Umwelt und Gesundheit. Sie sind aber auch die Produktionsorganismen in der industriellen Biotechnologie und damit wichtige Kandidaten auf dem Weg zu einer nachhaltigen Bioökonomie. Durch die gezielte Beeinflussung von Mikroben können bioökonomische Prozesse optimiert, ihre Produktivität gesteigert und der Ressourceneinsatz reduziert werden. Am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V.
10 Jahre Bioökonomie International
Vor zehn Jahren startete das Bundesforschungsministerium die Fördermaßnahme "Bioökonomie International". Zum Jubiläum der erfolgreichen Initiative für globale Forschungsallianzen gibt es einen informativen Dreierpack: eine neue BMBF-Broschüre, ein Themendossier und die Konferenz am 14. November in Bonn.
Bioökonomie International: Die neue Broschüre ist da
Klimawandel, knappe Ressourcen und das Gebot der Ernährungssicherheit – die Bioökonomie als nachhaltige Form biobasierten Wirtschaftens bietet einen vielversprechenden Lösungsansatz zur Bewältigung der großen globalen Herausforderungen.