Bessere Agrardaten aus dem All

Satellitendaten spielen schon heute eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft. Sie helfen beispielsweise mit Wetterdaten und Informationen zu Bodenfeuchte und -beschaffenheit das Pflanzenwachstum und den Einsatz von Düngemitteln zu optimieren. Satellitendaten sind auch eine technische Voraussetzung für die sogenannte Präzisionslandwirtschaft („Precision farming“), bei dem präzise der Wasser-, Dünger-, und Pflanzenschutzmittelbedarf ermittelt wird und anschließend einzelne Pflanzen bedarfsgerecht versorgt werden.

Zukunftsmodelle für Europas Landwirtschaft

Überschwemmungen, Dürre, Frost und Hagel machen Landwirten hierzulande das Leben zunehmend schwer. Noch sind die Folgen moderat. Handelsbeziehungen über die Landesgrenzen hinweg können bestehende Ertragslücken notfalls schließen, staatliche Förderungen helfen Landwirten, finanzielle Defizite zu überbrücken. Doch können die Folgen des Klimawandels auch in Zukunft gemeistert werden? Was passiert, wenn das internationale Klimaziel, die Erderwärmung auf unter zwei Grad, verglichen mit der vorindustriellen Periode, zu begrenzen, nicht erfüllt wird?

Obstbaumholz als Energiequelle

Im Obst- und Weinanbau fallen jährlich große Mengen Schnittholz an. Bisher wurde die kostbare Biomasse nur wenig genutzt, weil weder das Bewusstsein noch die geeignete Technik vorhanden war. Diese Hürden abzubauen, war Aufgabe von Sonja Germer und ihren früheren Kollegen vom Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim.

Pestizid verwirrt Blattkäfer auf Partnersuche

Umweltschützer warnen seit Langem vor den Folgen des Einsatzes von Pestiziden für die Artenvielfalt. Wie dramatisch die Situation ist, zeigte kürzlich der Agrarreport des Bundesamtes für Naturschutz. Auch ökologisch bewirtschaftete Äcker haben mitunter darunter zu leiden, weil die Chemikalien vom Wind weitergetragen wird. Wie Pestizide auf Insekten wirken, die zufällig damit in Kontakt kommen, war bisher weitestgehend unklar.

Weltkongress zur grünen Stadt

Dass urbanes Grün mehr ist, als nur eine ästhetische Aufwertung der Stadt, haben die rund 700 internationalen Teilnehmer aus 43 Ländern beim Weltkongress für Gebäudegrün (WGIC) in Berlin bewiesen. Ende Juni diskutierten sie drei Tage lang über die aktuellen Entwicklungen und Visionen im Bereich der Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung. Ein Trend, der angesichts der wachsenden Verdichtung der Städte und den einhergehenden Verlust an grünen Flächen, immer wichtiger wird.

Boden – Basis für nachhaltiges Wirtschaften

Seit Jahrtausenden nutzt der Mensch den Boden als Ressource. Doch die intensive Landwirtschaft setzt den Böden durch Schadstoffeintrag, Bodenverdichtung und Artenschwund zu. Erosion und Bodenverarmung sind heute zwei der größten zu meisternden Herausforderungen, um die Ernährung der Menschheit auch zukünftig zu sichern. Ein nachhaltiger Umgang mit der endlichen Ressource Boden ist heute wichtiger denn je. 2015 haben die Vereinten Nationen (UN) das Jahr des Bodens ausgerufen.

Kaffeetasse

Aus alt wird neu

Alten Kaffee in neue Produkte umwandeln – das ist die Idee hinter den Produkten des Berliner Start-ups Kafform. Bisher im Angebot: Kaffee- und Espressotassen, die zu 40% aus recyceltem Kaffeesatz bestehen. Dies entspricht etwa dem Material, das für acht Tassen Espresso benötigt wird. Die weiteren Bestandteile sind Pflanzenfasern und ein Harz aus Biopolymeren.

Wurzelpilze bekommen auch Fette ab

Die Mehrheit der Pflanzen lebt in Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen. Die Pilzgeflechte an den Wurzeln versorgen die Pflanzen mit wichtigen Nährsalzen wie Phosphor und Stickstoff sowie Wasser aus dem Boden. Im Gegenzug wird der Pilz mit energiereichen Kohlenhydraten ernährt, welche die Pflanze aus der Photosynthese gewinnt und beisteuert. Nun haben Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München (TUM) nachgewiesen, dass die Pflanze ihre Pilz-WG nicht nur mit Zucker beliefert.