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02.12.2019

Von Haferburgern und Gentech-Mais

Der kompakte Medienrückblick: Brain-Mitgründer Eck verlässt Unternehmen +++ Ertragreicher Gentech-Mais +++ Interview zur Landwirtschaft der Zukunft +++ Finnischer Fleischersatz aus Hafer

Montag 2.12.2019
Frankfurter Allgemeine Zeitung: Chef und Mitgründer Eck verlässt Brain Biotech AG

Biotechnologie – Wechsel im Vorstand des börsennotierten Bioökonomie-Unternehmens Brain Biotech AG: Jürgen Eck legt sein Mandat als Vorstandsvorsitzender zum Jahresende nieder. Das berichtet Thorsten Winter in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das Unternehmen mit Sitz in Zwingenberg an der Bergstraße hat Eck gemeinsam mit Holger Zinke gegründet, es ist Pionier der industriellen Biotechnologie. Eck zeichnete gut ein Vierteljahrhundert als Chief Technology Officer und seit August 2015 als Chef des Mittelständlers. Sein Vorstandsvertrag wäre zum 30. Juni 2020 ausgelaufen. Eck werde „im besten Einvernehmen aus dem Unternehmen ausscheiden“, wie Brain mitteilt. Er werde die Firma besonders zur Innovationspipeline, also zur Entwicklung von neuen Produkten, weiter beraten. Sein Nachfolger wird Adriaan Moelker.

Freitag 29.11.2019
Deutschlandfunk: Gen-Mais liefert zehn Prozent höhere Erträge

Grüne Gentechnik – US-Forscher des Biotech-Unternehmen Corteva Agriscience haben ein Gen namens zmm28 im Erbgut von Mais gentechnisch verändert. Damit erreichten sie, dass die Pflanzen bis zu 10% mehr Ertrag liefern. Lucian Haas berichtet in der Deutschlandfunk-Sendung „Forschung aktuell“ über die neue Entwicklung. Jahrelang haben die Corteva-Forscher die Wirkung des Meisterregulatorgens zmm28 im Mais untersucht – und wie man die Aktivität des Gens möglicherweise steigern könnte. Gelungen ist es mit einer gentechnischen Veränderung in einem regulatorischen Genabschnitt von zmm28. Drei Jahre lang hat Corteva Agriscience die gentechnisch veränderten Pflanzen in Feldstudien getestet. Die Forscher kreuzten ihre aktivere Version des Gens zmm28 in 48 kommerzielle Futtermaissorten ein und bauten diese an unterschiedlichen Standorten in den USA an. Die genveränderten Varianten lieferten durchgängig 3% bis 5% mehr Ertrag, in manchen Fällen sogar 10% mehr. Und das unter den verschiedensten Umweltbedingungen, egal ob bei Trockenheit oder bei guter Wasserversorgung.

 

Dienstag 26.11.2019
Zeit Online: Hafer ist das nächste Fleisch

Fleischersatz –  Mit ihren Pflanzenburgern namens Pulled Oats will die finnische Firma Gold&Green Foods die Märkte erobern. Ferdinand Dyck porträtiert das Unternehmen auf Zeit Online. Pulled Oats bestehen aus Hafer, Ackerbohnen, Erbsen, Rapsöl und Wasser. Sie sind der zerrupften Struktur von Pulled Pork nachempfunden, lange gegartem Schweinenacken, einem der beliebtesten Barbecuegerichte. Weil es ziemlich schwierig ist, aus Hafer ein Lebensmittel herzustellen, das in seiner Textur der faserig-saftigen Struktur von Fleisch ähnelt, verrät das Start-up nicht viel über den Herstellungsprozess, den Green&Gold Foods sich hat patentieren lassen. Pulled Oats gibt es in 1.400 Supermärkten und Lebensmittelläden in Finnland. Außerdem kann man die Produkte schon in ganz Skandinavien und etwa in Spanien oder Großbritannien kaufen. Auch der Großmarkt Metro hat sie testweise in fünf Filialen gerade für vier Monate ins Sortiment aufgenommen.

Montag 25.11.2019
Der Tagesspiegel: „Präzisionslandwirtschaft ist die Zukunft“

Präzisionslandwirtschaft – Der Chemieingenieur James Collins ist Geschäftsführer von Corteva Agriscience. Das Unternehmen war im Juni 2019 aus dem DowDuPont-Konzern ausgegründet worden. Im Interview mit Tagesspiegel-Redakteur Sascha Karberg spricht Collins über die Zukunft der Landwirtschaft – die in seinen Augen eine  „Präzisionslandwirtschaft“ sein wird. „Landwirte werden digitale Daten über ihre Höfe und Äcker nutzen, um Dünger und Pflanzenschutzmittel gezielter einzusetzen und um letztlich auf weniger Fläche mehr zu produzieren mit weniger Aufwand. Digitale Überwachung von Feldern wird es Landwirten ermöglichen, sehr viel schneller zu reagieren, wenn es auf einem Feld ein Problem gibt, so dass Schädlingsbefall bekämpft werden kann, bevor er außer Kontrolle gerät oder nur mit großem Aufwand zu kontrollieren ist. Die Nutzpflanzen, die Landwirte einsetzen, werden auf die klimatischen Bedingungen, Bodenbeschaffenheit ihrer Felder und die Bearbeitungsmethode der Felder zugeschnitten sein.“

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