Aromastoffe aus Weinreben gewinnen
Die Nachfrage nach natürlichen Aromastoffen wächst: Sie kommen ebenso in Lebensmitteln zum Einsatz wie in Kosmetika, Arzneimitteln und Bedarfsgegenständen. Die Rohstoffe sind dabei meist pflanzlichen Ursprungs und die Hersteller bemüht, nachhaltige Produktionswege zu etablieren. Dabei gewinnen biotechnologische Methoden mit Enzymen und Mikroorganismen immer stärker an Bedeutung. Ein entsprechendes Forschungsprojekt wird seit Januar 2018 vom Wissenschaftsministerium des Landes Hessen mit 4,4 Millionen Euro gefördert.
Weizen-Initiative wechselt nach Berlin
Weizen ist bekannterweise eine der bedeutendsten Kulturpflanzen weltweit und reich an Kohlenhydraten und Proteinen. In 120 Ländern gedeiht die Pflanze auf dem Acker und ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Doch der Klimawandel setzt dem Gertreide immer mehr zu und lässt die Erträge schrumpfen.
Bioökonomierat: Neue Agenda gefordert
Mit der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 hat die Bundesregierung vor acht Jahren den Grundstein für eine breite Förderung von Innovationen auf dem Feld der Bioökonomie gelegt. Seither gilt Deutschland beim Aufbau einer biobasierten Wirtschaft als Vorreiter. Es ist eine lebendige Bioökonomie-Landschaft entstanden.
Bioökonomie-Politik im Blick
In der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie „Perspektiven für Deutschland“ hat die Bundesregierung bereits 2002 thematisiert, dass für eine nachhaltige Entwicklung Ökologie und Ökonomie in einem ausgewogenen Verhältnis stehen müssen. Seither ist der Weg hin zu einer biobasierten Wirtschaft auch holprig verlaufen und die Wirkungen keinesfalls unumstritten. Die Tank-Teller-Debatte, die mit der Erzeugung neuer Biokraftstoffe aufkam, ist ein Beispiel dafür, wie bioökonomische Prozesse Konflikte hervorrufen, aber auch zu nachhaltigen Lösungen führen können.
Zuckerbasierter Impfstoff gegen Pneumokokken
Jährlich sterben weltweit 1,6 Millionen Menschen an Infektionen mit dem Bakterium Streptococcus pneumoniae – besser bekannt als Pneumokokken –, darunter auch 5000 Deutsche. Zwar gibt es Impfstoffe gegen den Erreger, doch gegen eine besonders wichtige der rund 90 bekannten Varianten, den sogenannten Serotyp 1, sind sie weitgehend wirkungslos.