Globale Studie: Viele Flussläufe blockiert
Flüsse sind die Lebensader für Millionen Menschen weltweit. Sie dienen zum Fischfang, zur Bewässerung der Landwirtschaft oder zur Energiegewinnung. Vor allem Fließgewässer sind auf Grund ihrer hohen Dynamik ein Hort, in dem neue Tier- und Pflanzenarten und damit Ökosysteme entstehen. Doch das Flusssystem der Erde wird zunehmend durch den Menschen gestört. Begradigungen, Uferbebauungen oder Staudämme behindern den natürlichen Flusslauf, wie eine internationale Studie zeigt.
Biodiversität von Äckern auf der Spur
Mit Ameisen fing alles an: Niemand weiß besser als Jens Dauber, welche Arten dieser fleißigen Insekten in welcher Häufigkeit die Böden der Stadt Mainz besiedeln. Denn genau das zu kartieren, war Gegenstand der Diplomarbeit des heute 52-Jährigen. Seitdem zieht sich das Thema Artenvielfalt durch seine Forscherkarriere.
Naturnahe Mischwälder für die Tropen
Teakholz ist wegen seiner Robustheit und schönen Optik sehr gefragt. Doch der Anbau von Tropenhölzern ist seit langem umstritten. In Regionen wie Asien und Mittelamerika werden Teakbäume großflächig in Monokulturen angebaut, um die weltweite Nachfrage zu bedienen. Die ökologischen Folgen sind gravierend: Jede Abholzung ist ein Kahlschlag zu Lasten des Bodens und der Artenvielfalt. In Mittelamerika werden für den Teakanbau teils heimische Baumarten geopfert.
Bioabfälle mit Regenwürmern veredeln
Regenwürmer sind nicht jedermanns Sache. Doch die im Boden lebenden Tierchen haben ihre Qualitäten: Sie lockern die Erde auf und sorgen damit für eine bessere Wasser- und Nährstoffaufnahme der Pflanzen. Auf ihrem Weg durchs Erdreich verzehren sie zudem riesige Mengen organisches Material, das letztendlich als Humus ausgeschieden wird. Die Qualitäten dieser natürlichen Bodenverbesserer hat sich NOKE-Gründer Michael Quintern zunutze gemacht.
Genome von 487 Weizensorten entschlüsselt
Vor rund zehntausend Jahren entstand der moderne Brotweizen Triticum aestivum, der heute ein Fünftel der weltweit von Menschen verzehrten Kalorien und Proteine liefert. Durch Selektion und Züchtung wurden unzählige Varianten geschaffen, die an regionale Umwelt- und Klimabedingungen angepasst sind und eine höhere Leistungsfähigkeit haben. Doch seit einigen Jahren stagniert der Weizenertrag. Der Klimawandel und der steigende Bedarf nach nachhaltigeren Landwirtschaftsformen stellt Züchter vor neue Herausforderungen.
Enzyme bei der Arbeit vermessen
Enzyme sind die Grundlage allen Lebens, wichtige Werkzeug der Biotechnologie und manchmal, wenn sie nicht richtig funktionieren, die Ursache von Krankheiten. Wie genau sie Reaktionen katalysieren, ist für Chemiker nicht einfach nachzuvollziehen, denn die komplex aufgebauten Moleküle verändern meist während der Katalyse ihre dreidimensionale Struktur.
Zukunftskonzepte für die globale Ernährung
Mit der „World Food Convention“ hat der Berliner Tagesspiegel vor zwei Jahren ein Kongressformat geschaffen, um in der Hauptstadt mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eines der drängendsten Probleme unserer Zeit zu diskutieren: die Zukunft unser Ernährung in einer Welt mit neun Milliarden Menschen. Zur dritten Ausgabe der World Food Convention am 7. Mai waren 700 Gäste in die Bolle-Säle nach Berlin-Moabit gekommen.
Gelbe Lupine zurück auf die Felder
Während die Blaue Lupine ihr Comeback feiert, ist die Gelbe Lupine hierzulande von den Feldern nahezu verschwunden. Der Grund: Die Pilzkrankheit Anthraknose brachte den Anbau von Lupinus luteus Anfang der 1990er Jahre zum Erliegen. „Der Pilz befällt die Leitgefäße der Pflanze und unterbricht dadurch die Nährstoffversorgung. Die Pflanze stirbt ab, was zu einem totalen Ernteausfall führen kann“, erklärt Brigitte Ruge-Wehling vom Julius Kühn-Institut (JKI).