Parabelflug: Härtetest für Pflanzen

Mit 810 Stundenkilometern donnert der Airbus A310 „Zero-G“ der Firma Novespace über die Startbahn in Bordeaux, steigt in einem Winkel von 47 Grad steil an, um kurz darauf ebenso steil in die Tiefe zu fallen: Der Sturz im freien Fall dauert 22 Sekunden und sorgt für pure Schwerelosigkeit. Dieses waghalsige Manöver findet während eines sogenannten Parabelfluges statt und ist nicht nur bei Abenteuersuchenden beliebt. Vor allem Forscher schätzen das Manöver als Härtetest, um neue Techniken, Materialien, Therapien und Pflanzen im schwerelosen Zustand zu untersuchen.

Holz-Sprit aus dem Container

Noch immer werden die meisten Fahrzeuge über Verbrennungsmotoren betrieben. Diese wiederum benötigen Treibstoff, meist Benzin, dessen Herstellung und Verbrennung extrem umweltschädlich sind. Deshalb arbeiten Forschende am Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM in Mainz zusammen mit zwölf Forschungsgruppen aus sieben Ländern im EU-Projekt BIOGO an einer Technologie zur Erzeugung eines ökologisch unbedenklichen Biosprits.

Pilze als Kunststofffabriken

Schimmelpilze befallen Lebensmittel und machen sie ungenießbar, daher sind sie im Haushalt nicht besonders beliebt. Obst oder Brot mit einem grün-blauen Film landen deshalb im Mülleimer, weil darin auch Krankheitserreger enthalten sein können. Im Labor hingegen sind diese fäulnisbildenden Pilze seit längerem begehrte Forschungsobjekte. So auch im Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart.

Mit Pflanzen Städte bauen

Sand, Wasser und fossile Rohstoffe werden knapp. Gleichzeitig zieht es immer mehr Menschen in die Städte, die sich durch den Klimawandel immer weiter aufheizen. Beides stellt das Bauwesen vor neue Herausforderungen: Die Städte von morgen müssen neu gedacht werden. Dazu braucht es neue Materialien.