Bio-Agenda gestartet

Ob Pflanzen oder Mikroorganismen: Die stärkere Nutzung biologischer Ressourcen ist ein wesentlicher Treiber bei der Gestaltung einer biobasierten, ressourcenschonenden und nachhaltigen Wirtschaft. Zwar gibt es schon heute zahlreiche Produkte und Verfahren, die auf Mikroorganismen, auf Pflanzen oder Reststoffen basieren. Das biologische Potenzial ist allerdings bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Mit der geplanten Bio-Agenda will die Bundesregierung daher die Biologisierung der Wirtschaft weiter aktiv vorantreiben.

Ernährung beeinflusst Klima

Im Pariser Klimaabkommen vor drei Jahren hatten sich die Teilnehmerstaaten darauf geeinigt, die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen fast alle Wirtschaftszweige umdenken und neue, nachhaltige und umweltschonende Prozesse etablieren. Anfang Dezember findet nun die 24. Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz statt.

Allianz für natürliche Inhaltsstoffe in Getränken

Verbraucher achten zunehmend auf natürliche Inhaltsstoffe in Lebensmitteln und Getränken. Dieser Trend veranlasst Hersteller umzudenken und vermehrt naturbasierte Rezepturen einzusetzen. Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, haben das Biotech-Unternehmen BRAIN AG und die Suntory Beverage & Food Europe (SBFE) ein entsprechendes Entwicklungsprogramm gestartet. Die Partner wollen künftig bei der Entwicklung neuer naturbasierter Inhaltsstoffe für Getränke zusammenarbeiten, wie das Zwingenberger Unternehmen mitteilt.

Mehr Transparenz in der Wissenschaft

„Miteinander statt übereinander reden“ – unter diesem Motto stand eine Veranstaltung, zu der Ende November die Organisation Wissenschaft im Dialog (WiD) und der Deutsche Stifterverband geladen hatten. Fokus des Treffens war die Kommunikation zwischen Stakeholdern zu gesellschaftsrelevanten Forschungsthemen wie etwa der Bioökonomie. Vertreter aus Wirtschaft, Forschung, Nichtregierungsorganisationen und Medien waren in das Allianz Forum nach Berlin gekommen, um Probleme zu benennen und Lösungsansätze aufzuzeigen.

Die Zukunft der Lebensmittel

Die Lebensmittelbranche ist in einem starken Wandel: Verbraucher stellen höhere und diversere Ansprüche an ihre Ernährung als früher. Nahrungsmittel sollen fettreduziert sein oder gleich für Sportler optimiert, sie sollen Allergene vermeiden und dafür gesunde Inhaltsstoffe wie Antioxidantien bieten.

Phosphor aus Klärschlamm rückgewinnen

Rund 1,8 Millionen Tonnen Klärschlamm fallen hierzulande jährlich in den Kläranlagen der Kommunen und der Industrie an. Darin enthalten sind auch Wertstoffe wie Phosphor – doch bislang werden Klärschlamme meist verbrannt oder in der Landwirtschaft als Dünger verwendet. Für die Zukunft schreibt der Gesetzgeber jedoch vor, dass zumindest Phosphor zunächst zurückgewonnen werden muss.

Bäume flüchten vor Klimawandel

Steigende Temperaturen und Wetterextreme wie Dürren und Überschwemmungen setzen Mensch und Natur gleichermaßen zu. Wie der Mensch versucht auch die Natur, sich an die veränderten Gegebenheiten anzupassen, um zu überleben. Eine internationale Studie, an der Forschende der Universität Göttingen beteiligt waren, zeigt, wie tropische und subtropische Wälder in den südamerikanischen Anden auf die Erderwärmung reagieren.

Forstwirtschaft im Fokus

Immer neue Entwicklungen ermöglichen immer mehr biobasierte Anwendungen und Produkte. Die Bioökonomie umspannt demnach ein weites Themenfeld. Die Universität Hohenheim in Stuttgart ist eine der führenden Universitäten auf dem Gebiet der Bioökonomie. Auch international ist sie gut vernetzt.