Mehr Transparenz in der Wissenschaft

„Miteinander statt übereinander reden“ – unter diesem Motto stand eine Veranstaltung, zu der Ende November die Organisation Wissenschaft im Dialog (WiD) und der Deutsche Stifterverband geladen hatten. Fokus des Treffens war die Kommunikation zwischen Stakeholdern zu gesellschaftsrelevanten Forschungsthemen wie etwa der Bioökonomie. Vertreter aus Wirtschaft, Forschung, Nichtregierungsorganisationen und Medien waren in das Allianz Forum nach Berlin gekommen, um Probleme zu benennen und Lösungsansätze aufzuzeigen.

Die Zukunft der Lebensmittel

Die Lebensmittelbranche ist in einem starken Wandel: Verbraucher stellen höhere und diversere Ansprüche an ihre Ernährung als früher. Nahrungsmittel sollen fettreduziert sein oder gleich für Sportler optimiert, sie sollen Allergene vermeiden und dafür gesunde Inhaltsstoffe wie Antioxidantien bieten.

Phosphor aus Klärschlamm rückgewinnen

Rund 1,8 Millionen Tonnen Klärschlamm fallen hierzulande jährlich in den Kläranlagen der Kommunen und der Industrie an. Darin enthalten sind auch Wertstoffe wie Phosphor – doch bislang werden Klärschlamme meist verbrannt oder in der Landwirtschaft als Dünger verwendet. Für die Zukunft schreibt der Gesetzgeber jedoch vor, dass zumindest Phosphor zunächst zurückgewonnen werden muss.

Bäume flüchten vor Klimawandel

Steigende Temperaturen und Wetterextreme wie Dürren und Überschwemmungen setzen Mensch und Natur gleichermaßen zu. Wie der Mensch versucht auch die Natur, sich an die veränderten Gegebenheiten anzupassen, um zu überleben. Eine internationale Studie, an der Forschende der Universität Göttingen beteiligt waren, zeigt, wie tropische und subtropische Wälder in den südamerikanischen Anden auf die Erderwärmung reagieren.

Forstwirtschaft im Fokus

Immer neue Entwicklungen ermöglichen immer mehr biobasierte Anwendungen und Produkte. Die Bioökonomie umspannt demnach ein weites Themenfeld. Die Universität Hohenheim in Stuttgart ist eine der führenden Universitäten auf dem Gebiet der Bioökonomie. Auch international ist sie gut vernetzt.

Ackerpflanzen mit Satellitendaten erkennen

Daten aus dem All sind zu einem wichtigen Werkzeug der Agrarforschung geworden. Die Satelliten der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA), insbesondere Sentinel-1 und Sentinel-2, liefern Informationen zur Art der Landnutzung, Bodenbeschaffenheit, zu Pflanzenwachstum und Umweltbedingungen. Diese Daten nutzen Wissenschaftler vielerorts für Simulationsmodelle, um beispielsweise Ernteprognosen zu erstellen. Doch die optischen Sensoren der Satelliten stoßen bei Wolken mitunter an ihre Grenzen, so dass eine Fernbeobachtung nur bedingt möglich ist.

Mit KI zu neuen Reissorten

Reis ist eine der wichtigsten Nutzpflanzen weltweit. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ernährt sich davon. Obwohl es eine Vielzahl von Reissorten gibt, hält nicht jede Pflanze dem Klimawandel stand. Vor allem in Asien, wo die Körner der Getreidepflanze von jeher ein Grundnahrungsmittel sind, sorgen Überschwemmungen zunehmend für Ernteverluste und bedrohen die Existenz der Reisbauern. Hier setzt die Arbeit des International Rice Research Institute (IRRI) an.

Mit Algenfasern gegen den Klimawandel

Der Klimawandel wird durch die sogenannten Treibhausgase wortwörtlich angeheizt. Kohlendioxid (CO2) zählt zu diesen Treibhausgasen und wird beispielsweise von Verbrennungsmotoren freigesetzt. Eine Möglichkeit, den Klimawandel aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen, wäre die langfristige Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre. Chemiker der Technischen Universität München (TUM) haben nun genau so ein Verfahren entwickelt. Die Methode wurde auch vom Weltklimareport als „global relevant" eingestuft.

Weltgipfel zum Schutz der Biodiversität

196 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben 2010 die Konvention über die Biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) verabschiedet und damit einen umfassenden „Strategischen Plan“ beschlossen, um den fortschreitenden Verlust an Tier- und Pflanzenarten bis 2020 zu stoppen. Dieser Plan enthält neben fünf strategischen Zielen zwanzig konkrete Kernziele, die sogenannten Aichi-Biodiversitätsziele.