Agrarforschung: Neue Allianz mit Brasilien

Viele Länder haben die Bioökonomie bereits auf die politische Agenda gesetzt, um den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel im Land voranzutreiben. Laut einer Studie des Bioökonomierates, einem Beratungsgremium der Bundesregierung, haben bislang 49 Länder entsprechende Programme zur Bioökonomie aufgelegt – darunter Brasilien. Die internationale Zusammenarbeit wird auf dem Weg in eine Bioökonomie immer wichtiger.

Agrarsysteme ökologischer gestalten

Pflanzenschädlinge und Infektionskrankheiten vernichten jedes Jahr große Teile der landwirtschaftlichen Ernten. Die Verluste wären noch viel größer, gäbe es nicht chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel. Doch die haben auch ihre Schattenseiten: „Eine zu hohe Dosierung kann zur Verunreinigung des Grundwassers führen und die Bodenfruchtbarkeit verschlechtern“, erläutert Frank Ewert, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF).

Werkzeugset für Kartoffelzüchter

Die Kartoffel ist weltweit die drittwichtigste Kulturpflanze, mehrere Tausend Sorten sind seit Beginn ihrer Kultivierung entstanden. Und doch ist sie ein Sorgenkind der Pflanzenzüchter, denn die biologischen Eigenschaften der Pflanze machen es ihnen nicht leicht: Zum einen ist das Erbgut der Kartoffel tetraploid, das heißt, von jedem Gen liegen vier Kopien vor, von denen jede unterschiedlich sein kann. Welche Version – oder gar welche Kombination an Versionen – da die besten Eigenschaften für die Pflanze verspricht, ist schwierig zu erkennen.

Was gute Bakterien gut macht

Bakterien, die den menschlichen Körper besiedeln, können mit ihren Stoffwechselprodukten das Verhalten ihres Wirts beeinflussen – dafür finden Forscher immer mehr Beispiele. Ein Team der Universität Leipzig, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung berichtet nun darüber, wie Milchsäurebakterien aus Joghurt oder Sauerkraut eine Komponente des menschlichen Immunsystems aktivieren.