Gelbe Lupine zurück auf die Felder

Während die Blaue Lupine ihr Comeback feiert, ist die Gelbe Lupine hierzulande von den Feldern nahezu verschwunden. Der Grund: Die Pilzkrankheit Anthraknose brachte den Anbau von Lupinus luteus Anfang der 1990er Jahre zum Erliegen. „Der Pilz befällt die Leitgefäße der Pflanze und unterbricht dadurch die Nährstoffversorgung. Die Pflanze stirbt ab, was zu einem totalen Ernteausfall führen kann“, erklärt Brigitte Ruge-Wehling vom Julius Kühn-Institut (JKI).

Verhaltensmuster der Tiere im Blick

Es ist die konsequente Weiterentwicklung einer langjährigen Zusammenarbeit: Seit einem Jahrzehnt haben die Universität Konstanz und das Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell gemeinsam den Forschungsbereich „Kollektives Verhalten“ ausgebaut. Jetzt hat die Max-Planck-Gesellschaft ein eigenes Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz gegründet, das die internationale Spitzenposition des interdisziplinären Forschungsbereiches festigen soll.

Bauen mit Holznägeln

Ob aus Stahl oder Aluminium, lang oder kurz: Nägel sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Metallstifte sind vor allem im Holzbau ein wichtiges Element, um einzelne Bauteile zu verbinden. Für eine Europalette sind beispielsweise 78 Stahlnägel nötig, um die einzelnen Bretter zu befestigen. Bei jährlich rund 400 Millionen gefertigten Paletten sind das knapp 200.000 Tonnen Stahl. Hans Korte ist überzeugt, dass das auch anders geht.

Moore für den Schilfanbau fit machen

Reetgedeckte Häuser sind ein typisches Markenzeichen für Norddeutschland. Doch Schilfrohre eignen sich nicht nur zur Dachdeckung. Auch als Dämmmaterial in Verbindung mit Lehm gewinnt der Rohstoff an Bedeutung. Längst ist das Bauen mit natürlichen Materialien wie Schilf ein Trend. Doch der Bedarf kann mit heimischen Vorkommen nicht mehr gedeckt werden. „80% bis 90% des in Deutschland genutzten Dachreets werden importiert“, sagt Friedrich Birr von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE).

Temperaturregler bei Kartoffeln entdeckt

29 Grad Celsius am Tag oder 27 Grad Celsius in der Nacht – dann ist es vorbei mit dem Kartoffelertrag. Das Nachtschattengewächs reagiert empfindlich auf Wärme und stellt bei zu hohen Temperaturen die Knollenbildung ein. Die ideale Produktivität entwickelt die Ackerpflanze bei 21 Grad Celsius am Tag und 18 Grad Celsius in der Nacht. In Zeiten des Klimawandels könnte das zu einem Problem werden. Doch jetzt haben Wissenschaftler den Temperaturregler der Kartoffel entdeckt und ausgeschaltet.

IPBES (2019): Globaler Bericht über den Zustand der Artenvielfalt

In welchem Zustand befinden sich die Ökosysteme der Erde – an Land, an den Küsten und im offenen Ozean? Inwiefern ermöglichen sie den gut sieben Milliarden Menschen auf der Erde eine ausreichende Lebensqualität mit Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Erholung? Was muss getan werden, um die Ökosysteme langfristig zu sichern? Antworten auf diese Fragen gibt der aktuelle Globale Zustandsbericht des Weltbiodiversitätsrats (IPBES).

Die Vermessung des globalen Artensterbens

Wie hat sich die Biodiversität in den vergangenen Jahrzehnten verändert, was sind die Ursachen und wie kann der Verlust der Artenvielfalt gestoppt werden? In dem ersten globalen Zustandsbericht zur Artenvielfalt liefert der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) Antworten. Das rund 1.500 Seiten umfassende „Global Assessment“ wurde am 6. Mai in Paris der internationalen Öffentlichkeit vorgestellt. 145 Leitautoren aus 51 Ländern, darunter sieben Wissenschaftler aus Deutschland, waren daran beteiligt.