Wie Renaturierung gelingen kann

Ob Stadtwachstum oder Landwirtschaft: Die menschliche Aktivität beeinträchtigt viele Naturräume und hat schon manches Ökosystem komplett zerstört. Das hat oft auch Folgen für die Menschen, wie Biodiversitätsforscher Henrique Pereira von der Universität Halle-Wittenberg (MLU) berichtet: „Viele Ökosysteme sind deshalb heute nicht mehr in der Lage, wichtige Aufgaben wie den Hochwasserschutz, zu erfüllen.“ Renaturierungsmaßnahmen sollen dem entgegenwirken. Aber wie gestaltet man diese, damit sie möglichst erfolgversprechend sind?

Künstliche Photosynthese verbessert

Es ist einer der wichtigsten Proteinkomplexe für das Leben auf der Erde: das sogenannte Photosystem I. Als Bestandteil der Photosynthese dient der Komplex Pflanzen dazu, aus Sonnenlicht Energie für ihren Stoffwechsel zu gewinnen. Elektrochemiker versuchen schon lange, dieses Prinzip für technische Anwendungen nutzbar zu machen. Einen wichtigen Fortschritt hat nun ein Team der Universität Bochum erzielt.

Bauen mit Recyclingmaterial

„Wir haben die Chance genutzt und auf der BUGA Heilbronn einen Pavillon geschaffen, der anschaulich zeigt, welche Ressourcen sich in unserem Abfall verbergen, gerade für den Bausektor“, freut sich Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller. Objekt seiner Freude ist ein komplett aus wiederverwerteten und wiederverwendeten Komponenten hergestellter Bau für die Bundesgartenschau 2019, an dem ein Team des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beteiligt war.

Biodiversitätsrat debattiert globale Lage in Paris

450 Wissenschaftler aus 50 Ländern, 15.000 ausgewertete Publikationen aus Wissenschaft und Politik: Das sind die Zahlen hinter dem globalen Bericht des Weltbiodiversitätsrates IPBES, der am 6. Mai in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Es ist der erste globale Bericht zum Zustand der Ökosysteme seit dem Millennium Ecosystem Assessment im Jahr 2005. Ein besonderer Fokus liegt erstmals auf indigenem und regionalem Wissen.

Givaudan kauft Kosmetiksparte von AMSilk

Das biotechnisch erzeugte Spinnenseideprotein der Firma AMSilk scheint derzeit besonders bei Schweizer Konzernen gefragt zu sein: Nachdem im Januar der Luxusuhrenhersteller Omega eine Zusammenarbeit mit dem Martinsrieder Biotech-Unternehmen bekannt gab, vermeldete nun der weltgrößte Hersteller für Duft- und Geschmackstoffe Givaudan den nächsten Coup: Das Spezialchemie-Unternehmen mit Sitz in Vernier übernimmt das Kosmetikgeschäft der AMSilk GmbH.

Die neue EU-Bioökonomie-Strategie

Im Februar 2012 wurde die erste europäische Bioökonomie-Strategie veröffentlicht – damals mit den Schwerpunkten Ernährungssicherheit, nachhaltiges Ressourcenmanagement, weniger Abhängigkeit von fossilen Ressourcen, Senkung der CO2-Emissionen, Schaffung neuer Jobs und Förderung der Wettbewerbsfähigkeit.

Bio-Kleber bieten viele Vorteile

In vielen Bereichen bemüht sich die chemische Industrie, erdölbasierte Produkte durch biobasierte Alternativen zu ersetzen. Nicht immer ist die von den Verbrauchern begrüßte Nachhaltigkeit jedoch ein hinreichendes Argument, um die neuen Rohstoffe tatsächlich zu verwenden. Die Schwelle dafür ist niedrig bei Rohstoffen, die 1:1 ausgetauscht werden können, ohne Prozesse oder Anlagen verändern zu müssen. Sind jedoch Entwicklungsarbeit oder gar Investitionen in den Umbau bestehender Anlagen nötig, bremsen ökonomische Aspekte den Umstieg auf ökologische Alternativen.

Neue Konzepte für den Klärschlamm

Wie kann die Entsorgung von Klärschlämmen zu vertretbaren Kosten langfristig sichergestellt werden, und wie können die gesetzlichen Anforderungen zur Phosphorrückgewinnung eingehalten werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Forschungsprojekt „P-RückSÜD“ der Hochschule Biberach. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Viele Jahre wurden Klärschlämme wegen ihres Phosphorgehalts als Düngemittel in der Landwirtschaft ausgebracht.