Givaudan kauft Kosmetiksparte von AMSilk

Das biotechnisch erzeugte Spinnenseideprotein der Firma AMSilk scheint derzeit besonders bei Schweizer Konzernen gefragt zu sein: Nachdem im Januar der Luxusuhrenhersteller Omega eine Zusammenarbeit mit dem Martinsrieder Biotech-Unternehmen bekannt gab, vermeldete nun der weltgrößte Hersteller für Duft- und Geschmackstoffe Givaudan den nächsten Coup: Das Spezialchemie-Unternehmen mit Sitz in Vernier übernimmt das Kosmetikgeschäft der AMSilk GmbH.

Die neue EU-Bioökonomie-Strategie

Im Februar 2012 wurde die erste europäische Bioökonomie-Strategie veröffentlicht – damals mit den Schwerpunkten Ernährungssicherheit, nachhaltiges Ressourcenmanagement, weniger Abhängigkeit von fossilen Ressourcen, Senkung der CO2-Emissionen, Schaffung neuer Jobs und Förderung der Wettbewerbsfähigkeit.

Bio-Kleber bieten viele Vorteile

In vielen Bereichen bemüht sich die chemische Industrie, erdölbasierte Produkte durch biobasierte Alternativen zu ersetzen. Nicht immer ist die von den Verbrauchern begrüßte Nachhaltigkeit jedoch ein hinreichendes Argument, um die neuen Rohstoffe tatsächlich zu verwenden. Die Schwelle dafür ist niedrig bei Rohstoffen, die 1:1 ausgetauscht werden können, ohne Prozesse oder Anlagen verändern zu müssen. Sind jedoch Entwicklungsarbeit oder gar Investitionen in den Umbau bestehender Anlagen nötig, bremsen ökonomische Aspekte den Umstieg auf ökologische Alternativen.

Neue Konzepte für den Klärschlamm

Wie kann die Entsorgung von Klärschlämmen zu vertretbaren Kosten langfristig sichergestellt werden, und wie können die gesetzlichen Anforderungen zur Phosphorrückgewinnung eingehalten werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Forschungsprojekt „P-RückSÜD“ der Hochschule Biberach. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Viele Jahre wurden Klärschlämme wegen ihres Phosphorgehalts als Düngemittel in der Landwirtschaft ausgebracht.

Feldstudie stützt Insektizid-Verbot

Insektizide aus der Gruppe der Neonicotinoide sind Studien zufolge für das Bienensterben verantwortlich. Drei von fünf solcher Präparate sind deshalb in der Europäischen Union für den Einsatz im Freiland verboten – zu Recht, wie jetzt eine internationale Studie unter Beteiligung der Universität Halle-Wittenberg (MLU) zeigt. Allerdings betreffen die Folgen des untersuchten Insektizids Clothianidin weniger die Honigbiene als vielmehr Wildbienen wie die Hummel.

Genomanalyse: Die Verwandten der Weinrebe

Die seit rund 6.000 Jahren domestizierte Weinrebe hat etwa 60 wilde Verwandte, darunter auch die europäische Wildrebe Vitis vinifera ssp. vinifera. Sie gilt als Ursprung des Weinanbaus mit weltweit etwa 10.000 Varietäten. Viele dieser Wildarten sind bedroht und waren bislang genetisch nicht erfasst. Von 48 dieser 60 Arten haben chinesische Forscher nun die Genome analysiert und dazu auch auf eine Sammlung des Botanischen Instituts des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zurückgegriffen.

Zuverlässiges Update für Bakterien

Fundamentale Prinzipien aus Biologie und Elektrotechnik miteinander kombinieren. Was auf den ersten Blick abwegig erscheint, ist für die Arbeit von Heinz Koeppl charakteristisch. Der gebürtige Österreicher bewegt sich seit Jahren auf dem noch jungen Forschungsfeld der Synthetischen Biologie, das diese Schnittstelle bedient. Er ist überzeugt, dass die Konstruktionsprinzipien der Ingenieurswissenschaftler auch auf biologische Systeme wie Zellen übertragbar sind.

Vanilla Bean auf Kapitalsuche

Essen online bestellen ist bequem und liegt im Trend. Ein Klick, und die Pizza wird ins Haus geliefert. Gratis dazu gibt es jedoch jede Menge Verpackungsmüll. Das Start-up Grünzeug will das ändern. Das Gründerteam um Geschäftsführer Fabian Kreipl will dafür die von ihnen entwickelte vegane Restaurantführer-App vanilla bean um einen verpackungsfreien Lieferservice erweitern. „Wir wollen eine Lieferkette auf den Markt bringen, die von Kopf bis Fuß fair und nachhaltig ist“, erklärt Kreipl im Gespräch mit bioökonomie.de.