„Unsere generative KI spricht die Sprache der Proteine“

Birte Höcker forscht am Institut für Biochemie der Universität Bayreuth. Die Professorin entwickelt mit ihrer Arbeitsgruppe digitale Werkzeuge für das Protein-Design. Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet für Höcker hochinteressante und vielversprechende Möglichkeiten, Methoden der Sprachverarbeitung für die Herstellung maßgeschneiderter Proteine zu nutzen. Generative KI-Technologien können Proteine kreieren, die in der Natur nicht vorkommen oder in der Evolution noch nie existiert haben.

Kabelbakterium ist Mikrobe des Jahres 2024

Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze sind überall zu finden. Die mikroskopisch kleinen Lebewesen siedeln nicht nur auf der menschlichen Haut oder auf Pflanzen und Tieren. Auch im Boden und im Wasser sind sie zu finden. Als Meister der Stoffumwandlung sind sie nicht nur unverzichtbare Helfer bei der Herstellung von Lebensmitteln wie Käse, Bier oder Wein. Mit ihrem speziellen Stoffwechsel können sie auch aus organischen Verbindungen neue Stoffe herstellen und sind damit wichtige Werkzeuge des bioökonomischen Wandels.

NRW bekommt Bioökonomie-Rat

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen will die bereits umfangreichen Aktivitäten zum biobasierten Wirtschaften mit der Gründung eines Bioökonomie-Rates weiter stärken. „In Nordrhein-Westfalen haben wir das enorme Potenzial der Bioökonomie für wettbewerbsfähige, nachhaltig wirtschaftende Unternehmen und Start-ups längst erkannt und treiben den Ausbau einer biobasierten Wirtschaft ambitioniert voran. Mit der Berufung des Bioökonomie-Rates setzt die Landesregierung ein wichtiges Vorhaben des Koalitionsvertrags um.

ERC: Millionenförderung für Potsdamer Symbioseforscherin

Schätzungsweise 80 % aller Pflanzen leben in Symbiose mit sogenannten Mykorrhizapilzen, die sich an den Wurzeln der Pflanzen ansiedeln. Diese unterirdische Lebensgemeinschaft hat sich über Jahrmillionen bewährt, da sie sowohl für die Pflanze als auch für den Pilz äußerst vorteilhaft ist. Damit die Symbiose zustande kommt, besiedeln die Pilze die Wurzel und bilden in den Wurzelzellen kleine bäumchenartige Strukturen – die Arbuskeln. Über das Feinwurzelsystem im Boden, die sogenannten Hyphen, gelangen dann wichtige Nährstoffe wie Phosphat und Stickstoff in die Pflanze.