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11.10.2016

Von Phosphorkrise und Austernbank

Der kompakte Medienrückblick: +++ Austernzucht in New York +++ Doku zur Phosphor-Krise +++ Schafe schützen Weinernte +++ Rechtslage zur neuen Gentechnik +++

Freitag 7.10.2016
Frankfurter Rundschau: Austernzucht in New York

Städtebau – Bei "New York City" kommt einem die Farbe Grün nicht eben als erstes in den Sinn. Dabei gilt die Metropole als eine der umweltfreundlichsten Städte der Welt. In Zukunft soll sie auch eine der grünsten werden. In der Frankfurter Rundschau berichtet Autorin Susanne Schwarz von den Versuchen der New Yorker, die Natur zurück in die Stadt zu bringen. Mit ihrer Strategie wollen sich die New Yorker vor allem vor dem Klimawandel schützen. Hurrikan "Sandy" gab den letzten Anstoß, der Urgewalt der Natur mehr Natur entgegenzusetzen. So entstand beispielsweise in der Bucht um die Stadtteile Brooklyn und Queens eine Austernfarm. Die Muscheln wachsen dort auf recycelten Toiletten, filtern das Wasser und dienen gleichzeitig als natürliche Wellenbrecher. Auch Öko-Farmen finden sich immer häufiger auf den Dächern New Yorks.

Donnerstag 6.10.2016
arte: Die Phosphor-Krise

Ressourcen – Wissenschaftler vergleichen die Phosphor-Knappheit mit dem Ende der Ölreserven. In einer arte-Dokumentation erläutern Christiane Schwarz und Marcel Weingärtner warum: ohne Phosphor können wir keine Nahrung produzieren. Denn das chemische Element steckt entweder im Essen, oder es wird für dessen Produktion benötigt. Doch insbesondere der übermäßige Einsatz von Düngemitteln hat dazu geführt, dass der essenzielle Rohstoff immer knapper wird. Die Folgen könnten bald spürbar werden. Durch die massive Verschwendung des Elements könnten Düngemittelpreise explodieren und Lebensmittel zu Luxusgütern werden. Die Dokumentation zeigt aber auch Wege auf, wie diese Entwicklung verhindert oder zumindest verlangsamt werden kann.

Donnerstag 6.10.2016
rbb inforadio: Schafe im Weinberg

Landwirtschaft – Über eine ungewöhnliche Strategie von Öko-Winzern berichtet das Inforadio des rbb. Denn derzeit haben es die Weinbauern nicht leicht: Durch die starken Regenfälle in der ersten Jahreshälfte hat sich der Pilzschädling "Falscher Mehltau" in den Reben breitgemacht. Dagegen spritzen viele Winzer Kupfer, doch das ist schlecht für den Boden und die darin lebenden Organismen. Ein Öko-Winzer aus Brandenburg setzt stattdessen auf Schafe. Die Tiere "reinigen" die Reben, fressen die Blätter weg und lassen die Trauben in Ruhe. Wissenschaftler halten das für eine gute Alternative – die jedoch nicht für jeden Weinbauern praktikabel ist.

Mittwoch 5.10.2016
Süddeutsche Zeitung: Ist das schon Gentechnik?

Gentechnik – Die neuen Methoden des Genome Editing stellen Fachleute vor große Herausforderungen: denn nach den herkömmlichen Maßstäben gelten hiermit vorgenommene Veränderungen im Erbgut oft nicht mehr als "gentechnische Veränderung". Für die Zulassung von Pflanzen auf dem europäischen Markt, bei denen Genome-Editing-Methoden eingesetzt wurden, kann diese Definition aber entscheidend sein. Daher haben sich in Frankreich nun neun Verbände zusammengeschlossen und sich mit der Frage, wann veränderte Pflanzen als "gentechnisch Verändert" gelten, an das oberste Verwaltungsgericht in Paris gewandt. Die Richter wiederum legten den Sachverhalt nun dem Europäischen Gerichtshof vor. SZ-Autorin Kathrin Zinkant beschäftigt sich in ihrem Artikel mit der Problematik der Definition von "gentechnischer Veränderung" im Zeitalter des Genome Editing.

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