Praxis-Ratgeber für gesunde Böden
Böden zählen zu unseren wichtigsten Lebensgrundlagen und erfüllen für Mensch und Umwelt vielfältige Funktionen – etwa als Kohlenstoffspeicher und zur Sicherung der Ernährung. Doch Klimawandel und landwirtschaftliche Praxis belasten die wertvolle Ressource und gefährden somit die Bodengesundheit. Ein Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) legt einen Maßnahmenkatalog vor, der die Bodenfruchtbarkeit im Obst- und Gemüseanbau fördern kann.
Enzymatische CO2-Bindung entschlüsselt
Anaerobe Mikroorganismen gehören zu den ältesten Lebewesen der Erde. Da Sauerstoff für sie lebensbedrohlich ist, haben sie spezielle Stoffwechselwege entwickelt, die ihnen ein Überleben in sauerstofffreien Regionen wie im menschlichen Darm oder in vulkanischen Sümpfen ermöglicht. Auch die Fähigkeit, Kohlenstoff zu binden, ist bei anaeroben Mikroorganismen besonders effizient. Hierbei spielt der Enzymkomplex Kohlenmonoxid-Dehydrogenase/Acetyl-CoA-Synthase (CODH/ACS) eine wichtige Rolle.
„Mit Enzymen entstehen Proteine mit maßgeschneiderten Eigenschaften“
Proteine sind ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung. Das Gros der lebenswichtigen Nährstoffe wird noch immer über tierische Eiweißquellen wie Fleisch abgedeckt. Doch Massentierhaltung, Pestizideinsatz und Klimawandel gefährden zunehmend Böden und Grundwasser und setzen die Landwirtschaft unter Druck. Pflanzliche Proteine sind eine Alternative. Im Vergleich zu tierischen Proteinen haben diese oft einige nachteilige Eigenschaften. Bei der Verarbeitung können sich beispielsweise unerwünschte Aromen oder Gel und Schaum bilden.
Millionen für Wandel der Agrarsysteme
Roboter, Sensoren, Drohnen und Künstliche Intelligenz (KI) bieten der Landwirtschaft schon heute die Chance, Arbeiten auf dem Feld und im Stall effizienter und nachhaltiger zu machen. Der Einsatz dieser digitalen Helfer wird nun in Niedersachsen im Rahmen zweier Großprojekte gezielt unterstützt, um den Wandel der Agrar- und Ernährungsbranche im Bundesland voranzutreiben. Die Förderung über insgesamt 43,6 Mio.
Gerstenkörner reagieren auf Hitzestress
Ob Hitzestress oder Kälteeinbruch: Pflanzen reagieren oft sehr empfindlich auf schnelle Wetterumbrüche und sorgen damit für Ernteverluste in der Landwirtschaft. Um die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern, ist es wichtig, die ablaufenden Mechanismen in den Pflanzenzellen zu kennen. Forschende der Universität Wien und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) liefern nun Erkenntnisse, die wegweisend für die Züchtung klimaresistenter Kulturpflanzen sein könnten.
Pflanzenhormon steuert Abwehr von Fraßfeinden
Pflanzen haben im Laufe der Evolution ein ausgeklügeltes System entwickelt, um sich gegen Fressfeinde zu wehren. Doch wie erkennen Pflanzen, von welchem Schädling die Bedrohung ausgeht? Forschende der Universität Hohenheim haben eine Antwort darauf gefunden. Anhand der gentechnisch veränderten Tomatenpflanze Solanum lycopersicum und dem australischen Tabak Nicotiana benthamiana wurde untersucht, wie der Abwehrmechanismus gegen Fressfeinde wie Insekten funktioniert.