Bakterium verwertet Kohlenmonoxid

Es gibt viele Theorien, doch keine Gewissheit: Wie genau nahm das Leben auf der Erde seinen Anfang? Der Schlüssel dazu ist die Frage, wie die ersten Organismen Energie gewonnen und ihren Metabolismus versorgt haben. Die urzeitliche Atmosphäre bot dafür Wasserstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Stickstoff. Jetzt haben Wissenschaftler der Universität Frankfurt am Main demonstriert, dass Kohlenmonoxid als Antwort in Frage kommt.

Proteinvielfalt erzeugen

Das alte Dogma der Genetik – ein Gen kodiert für ein Protein – ist schon lange hinfällig. Unter anderem das alternative Spleißen, bei dem die Zelle Teilabschnitte eines Gens unterschiedlich kombiniert, sorgt dafür, dass die Zelle verschiedene Produkte auf Grundlage eines einzigen Gens herstellen kann. Es gibt aber noch einen weiteren, wenig erforschten Mechanismus, der einen ähnlichen Effekt hat: die RNA-Edierung, meist als RNA-Editing bezeichnet. Molekularbiologen der Universität Bonn haben jetzt eine dafür wichtige Gruppe von Proteinen näher untersucht.

Biodiversitätskrise verschärft sich

Neue Technologien wie Feldroboter machen die Landwirtschaft schon heute effizienter und nachhaltiger. Mit Blühstreifen oder Mischanbau von Nutzpflanzen werden neue Lebensräume für Insekten und andere Tiere geschaffen. Das trägt zum Schutz der biologischen Vielfalt bei. Doch können all diese Maßnahmen den weltweiten Verlust der Biodiversität aufhalten? Offenbar nicht.

Neue Methan-Mikroben entdeckt

Methan ist nach Kohlendioxid das zweitwichtigste Treibhausgas, das zur Klimaveränderung beiträgt. Dass es nur den zweiten Platz belegt, liegt an der geringeren Konzentration, mit der es im Vergleich zu CO2 in die Erdatmosphäre entweicht. In den vergangenen 150 Jahren hat sich der Methananteil in der Luft jedoch verdreifacht, was nur zum Teil auf industrielle Veränderungen zurückzuführen ist. Experten zufolge stammt das Gros aus biogenen Quellen wie Rindern.

Membranen für nachhaltige Industrieprozesse

Der Membran- und Polymerforscher Matthias Wessling ist Leibniz-Preisträger 2019 und erhält damit den hochrangigsten Forscherpreis, den die deutsche Wissenschaft zu vergeben hat. Er ist mit 2,5 Mio. Euro dotiert, das Preisgeld ist forschungsgebunden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) würdigt damit Wesslings wegweisende Arbeiten zum Verständnis und zur Herstellung semipermiabler – also teilweise durchlässiger – synthetischer Membranen.

Forschung zum Erhalt der Artenvielfalt

Die biologische Vielfalt ist Grundlage unserer Existenz: Sie versorgt uns mit Nahrung, Wasser und Medizin, trägt zur Regulierung des Klimas sowie der Luft- und Wasserqualität bei und dient unserer Erholung. Der weltweite ökonomische Gesamtwert dieser sogenannten Ökosystemleistungen wird auf 125 Billionen US-Dollar pro Jahr geschätzt. Doch die globale Biodiversität ist auch bedroht: 26.500 Tier- und Pflanzenarten stehen weltweit vor dem Aussterben.

Klärschlamm optimal verwerten

Es ist eine Frage der Perspektive: Einerseits ist Klärschlamm ein Abfallprodukt der Abwasseraufbereitung. Andererseits könnte er ein wertvoller Rohstoff sein. Denn Klärschlamm enthält das für Düngemittel wichtige Element Phosphor und hat in getrockneter Form einen ähnlichen Brennwert wie Holzkohle. Ein hessischer Projektverbund möchte diese beiden Eigenschaften systematisch nutzen.

Junge Bäume sind bessere CO2-Speicher

Pflanzen bilden aus atmosphärischem Kohlenstoff ihre wachsende Biomasse. Klimaforscher messen deshalb Wäldern eine große Bedeutung bei, wenn es darum geht, die Klimaerwärmung zu verzögern. Welche Anteile daran jedoch pflanzenreiche Urwälder im Vergleich zu nachwachsenden Aufforstungen haben, ist umstritten. Ebenso herrscht bislang Unsicherheit, wie sich das Alter der Bäume auf ihre Leistungsfähigkeit als CO2-Senke auswirkt.