Wie Pflanzen auf Nährstoffsuche gehen

Bor spielt eine zentrale Rolle für Wachstum und Fruchtbarkeit vieler Pflanzen, doch Extremwetterereignisse wie Dürre oder Überschwemmungen erschweren zunehmend seine Aufnahme. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) und mit Beteiligung des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) hat nun untersucht, wie Pflanzen auf die wechselnde Verfügbarkeit des Mikronährstoffs Bor reagieren.

„Umweltfaktoren haben Einfluss auf Pflanzeninhaltsstoffe“

Der Klimawandel setzt die Landwirtschaft und damit die Produktion gesunder Lebensmittel zunehmend unter Druck. Dazu zählt auch Kohlgemüse, das für seine gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt ist. Wie genau diese bioaktiven Pflanzenstoffe durch den Klimawandel beeinflusst werden, steht im Fokus der Forschung von Franziska Hanschen. Im Rahmen des Projektes PhytoM erforscht die Lebensmittelchemikerin an der TU Berlin, welchen Einfluss der Klimawandel auf die sekundären Pflanzenstoffe im Kohlgemüse hat.

Böden und Bestäuber besser schützen

Bestäuber wie Bienen, Wespen oder Schmetterlinge leisten einen zentralen Beitrag für stabile Ökosysteme: Sie ermöglichen die Vermehrung zahlreicher Pflanzen und erhöhen die Erträge vieler Nutzkulturen, indem sie Pollen zwischen Blüten übertragen. Weniger bekannt ist jedoch, dass viele von ihnen entscheidende Lebensphasen auf oder im Boden verbringen – dort nisten, ruhen oder überwintern sie.

Europäische Verbünde für datengestützte Lösungen im Agrarsektor gesucht

Eine moderne Bioökonomie nutzt Schlüsseltechnologien in unterschiedlichen Anwendungsfeldern, um biobasierte Lösungen für die Bewältigung globaler Herausforderungen bereitzustellen. Dies erfordert nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer Ebene eine enge Zusammenarbeit bei Forschung und Entwicklung. Auf dem Weg zu einer funktionierenden Bioökonomie spielen daher nachhaltige, effiziente und resiliente Produktionssysteme in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle.

Bioschmierstoffe aus Insektenfett

In der Europäischen Union werden Insekten bereits seit längerem kommerziell gezüchtet, wie zum Beispiel die Schwarze Soldatenfliege. Sie ist längst als wertvoller Baustein einer biobasierten Kreislaufwirtschaft identifiziert: Die Larven von Hermetia illucens sind nicht nur reich an Proteinen und Fetten. Sie können vor allem große Mengen an Rest- und Abfallstoffen als Futter verwerten. Das Mehl der Insekten kann in der Tierhaltung als Futtermittelzusatz und Sojaersatz eingesetzt werden.

Biobasierte Kunststoffe für Medizinprodukte

Medizinische Einwegprodukte wie Katheter oder Blutbeutel verursachen erhebliche Abfallmengen in Krankenhäusern. Laut einer aktuellen Studie der Hochschule Pforzheim fallen in deutschen Kliniken durchschnittlich 8,3 Kilogramm Müll pro Patient und Patientin an. Hygienische Gründe und hohe Sicherheitsstandards machen das Recycling solcher Einwegartikel nahezu unmöglich. Der Großteil wird daher verbrannt. Das Projekt „Bio_K_Sub“ arbeitet derzeit an einer nachhaltigen Alternative.