Agroforst-Projekt gestartet

Agroforst ist ein landwirtschaftliches Nutzungssystem, bei dem Bäume oder Sträucher gezielt mit Ackerbau oder Tierhaltung kombiniert werden, um ökologische und wirtschaftliche Vorteile zu erzielen. Um unter realen Bedingungen zu testen, welche trockenheitstoleranten Baumarten sich für den Einsatz in solchen Systemen eignen, wurden im Projekt „Klimarobuste Agrargehölze für dürregefährdete Regionen“ der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) vom 7. bis 17.

Genetische Vielfalt der Aubergine erfasst

Die Aubergine ist eine äußerst vielfältige Kulturpflanze, die in zahlreichen Sorten sowie in unterschiedlichsten Farben, Formen und Größen vorkommt. Nun wurde zum ersten Mal ein vollständiger Katalog aller Gene und Eigenschaften der Aubergine erstellt. Diese neue Datengrundlage ebnet den Weg für robustere, klimaangepasste und qualitativ hochwertige Sorten, die langfristig Ernteerträge sichern und die Vielfalt in der Landwirtschaft erhalten. An der Studie waren neben Jülicher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Teams aus sechs weiteren Ländern beteiligt.

CO₂-Umwandlung durch Ameisensäure

Für eine kohlenstoffneutrale Bioökonomie werden Verfahren benötigt, die Kohlendioxid effizient binden und in nutzbare Produkte überführen. Ameisensäure - beziehungsweise ihr Salz Formiat - gilt dabei als vielversprechend, da sie sich mithilfe erneuerbarer Energie aus CO₂ herstellen lässt. Zudem ist sie gut transportierbar, ungiftig und vielseitig einsetzbar. Entsprechende Forschungsansätze befassen sich unter anderem mit Mikroorganismen, die mit aus CO₂ gewonnener Ameisensäure versorgt werden und daraus Grundchemikalien oder Treibstoffe herstellen.

Zukunftspreis für bioökonomische Innovation

Der Westpfalz Award wird jährlich an eine Persönlichkeit verliehen, die durch besonders innovative und zukunftsweisende Projekte einen bedeutenden Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Westpfalz geleistet hat. Preisträger in diesem Jahr ist Dr. Michael Lakatos – Algenbiotechnologe, Dozent der Hochschule Kaiserslautern und international ausgewiesener Bioökonomie-Experte. Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Kaiserslauterns Oberbürgermeisterin Beate Kimmel überreichten den Preis.

Textilfasern aus Kiefernnadeln

Bislang werden regionale Kiefernnadeln als Abfall betrachtet. Dabei besitzen sie großes Potenzial als nachwachsender Rohstoff. Ihre Nutzung kann einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele des Europäischen Green Deal in den Bereichen Ressourceneffizienz, Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft leisten. Im Forschungsprojekt ConFiTex (Conifers Innovative and Textile Fibres Sustainable Textiles) arbeitet ein interdisziplinäres Team der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) unter der Leitung von Prof. Dr.

Schokoladen-Alternative

Die globale Nachfrage nach Kakao hat negative Folgen für Mensch und Umwelt. Ein Großteil der vier bis fünf Millionen Tonnen Kakao, die jährlich weltweit geerntet werden, wird in Monokultur angebaut. Die Monokulturen der Kakaoplantagen zerstören die biologische Vielfalt, degenerieren den Boden und erhöhen den globalen CO2-Ausstoß. Investitionen in einen nachhaltigeren Anbau sind teuer, daher erschließen sich Kleinbäuerinnen und -bauern durch Brandrodungen immer wieder neue Flächen, wenn die Bäume keine Früchte mehr tragen.