Bayer: Nachhaltige Musterbetriebe als Partner

Zur Ernährung einer stetig wachsenden globalen Bevölkerung steht eine effektive Nahrungsmittelproduktion vielerorts im Fokus. Doch der Klimawandel setzt auch den Agrarflächen zu, wodurch der Bedarf an effektiver und nachhaltiger Landwirtschaft nochmals steigt. Auch der Leverkusener Konzern Bayer, der den US-Saatgutkonzern Monsanto übernimmt, setzt sich seit einiger Zeit für eine innovative und gleichzeitig nachhaltige Landwirtschaft ein.

Smarte App als Pflanzen-Doktor

Pflanzenkrankheiten und Schädlinge sind weltweit für Landwirt und Hobbygärtner gleichfalls eine Plage. Mit der App "Plantix" bietet Simone Strey vom Hannoveraner Start-up PEAT erstmals Hilfe zur Selbsthilfe. Die Software identifiziert nicht nur Schädlingsbefall und Nährstoffmangel der Pflanze, sondern gibt anhand eines Fotos gleichzeitig Hinweise, wie gegen Krankheit oder Parasit vorzugehen ist. Für die Entwicklung wurde das Team um die Geobotanikerin auf der diesjährigen Digitalmesse CeBit mit dem "Innovation Award 2017" ausgezeichnet.

Nachhaltiger Torf für den Garten

Ursprünglich wurde Torf als Heizmaterial verwendet. Heutzutage sind die vermoderten Pflanzenreste, die in Mooren entstehen, beliebte Substrate zur Bodenverbesserung im Gartenbau und daher in den meisten Balkon- und Gartenerden zu finden. Das Problem: Hochmoore spielen eine wichtige Rolle bei der Klimaregulierung. Der Torfabbau zerstört jedoch das Ökosystem. Außerdem bindet Torf große Mengen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid, das beim Abbau wieder freigesetzt wird.

Lotuseffekt: Biofilme lassen Wasser abperlen

Das Abperlen von Wassertropfen auf bestimmten Pflanzenblättern ist als Lotuseffekt bekannt. Dieses Phänomen wird durch spezifische Nanostrukturen auf den jeweiligen Oberflächen bewirkt. Der Effekt wird in der Industrie bereits oft als Schutz für empfindliche Textilien oder Häuserwände eingesetzt. Bakterielle Lebensgemeinschaften wie Zahnplaque oder den bräunliche Schleim in Abflussrohren, die sogenannten Biofilme, besitzen oft ebenfalls eine solche wasserabweisende Oberfläche, und sind daher nur sehr schwer zu entfernen.