Das Potenzial von Pflanzenextrakten erschließen

Tinkturen aus Lavendel, Kamille und Arnika sind längst nicht mehr Heilmedizin und Wellness vorbehalten. Auch Lebensmittel- und Kosmetikindustrie sowie Pharmaunternehmen und Agrarchemie-Hersteller setzen auf die Vielfalt der Pflanzenextrakte. Doch das Potenzial der pflanzlichen Extrakte könnte noch besser genutzt werden. Denn die Nachfrage wächst stetig. Das zeigt die ein aktuelles Positionspapier der ProcessNet-Initiative von DECHEMA und VDI.

Aromastoffe aus Obstresten gewinnen

Viele Aromastoffe und funktionellen Inhaltsstoffe stammen von Pflanzen und sind wegen ihrer gesundheitsfördernden Substanzen fester Bestandteil in Kosmetikprodukten, Arznei- und Lebensmitteln. Die Trauben der Schwarzen Johannisbeere werden beispielsweise neben ihren gesundheitsfördernden Polyphenolen auch wegen ihrer Aromen und ätherische Öle geschätzt.

IEA (2017): Studie zum Holzpellet-Markt

Die globale Produktion von Holzpellets ist in den vergangenen zehn Jahren um das Vierfache gestiegen – von geschätzten 6-7 Megatonnen (Mt) im Jahr 2006 auf mehr als 26 Mt in 2015/16.

Genom von Weizen-Vorfahren entschlüsselt

Wilder Emmer (Triticum dicoccum) ist die Ursprungsart fast aller Kulturweizensorten in der Welt, einschließlich des für die Nudelherstellung verwendeten Hart- als auch des Brotweizens. Aufgrund seiner brüchigen Ähren ist er für die Landwirtschaft uninteressant, jedoch weist er einzelne Merkmale auf, die für die Züchtung verbesserter Weizensorten von großem Interesse sind. Außerdem offenbart das Wissen um die Erbgut-Sequenz wichtige Erkenntnisse, welche Veränderungen im Genom aus der Wildpflanze eine unserer wichtigsten Getreidearten hervorgebracht haben.

Wie Hennen Phosphor verwerten

Phosphor ist für Mensch, Tier und Pflanze eine lebenswichtiger Nährstoff. Vor allem Nutztiere wie Rinder, Schweine und Geflügel können ihren Bedarf nicht allein über die pflanzliche Kost decken, so dass Phosphor dem Futter beigemischt werden muss. Hierbei ist Deutschland auf Importe angewiesen, doch die weltweiten Rohstoffquellen sind begrenzt. Langfristig beklagen Landwirte, dass die Qualität des Phosphors immer schlechter wird. Zugleich belasten die Rückstände aus Klärschlamm die Böden und das natürliche Gleichgewicht.

Biobasierte Stadt

Lebten 1950 nur 28,8% der Weltbevölkerung in Städten, waren es 2009 bereits 49,9%. Bis 2050 wird sich der Anteil nach Schätzungen des Departments für ökonomische und soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen (UN/DESA) auf nahezu 70% weiter erhöhen.

Kohlenwasserstoffe aus Biomasse

Bei der weltweiten Suche nach Alternativen zu erdölbasierten Treibstoffen geraten nachwachsende Rohstoffe zunehmend in den Fokus der Forschung. Während die Automobilindustrie mit umweltfreundlicheren Modellen aufwarten kann, hinkt der Luft- und Fernverkehr hinterher. Im Projekt "DropIn Biofuels" arbeiten Forscher um den Darmstädter Mikrobiologen Johannes Kabisch an einer neuer Biosprit-Generation, die auch den Flugverkehr emissionärmer machen könnte.

Kiel: Bayer baut Tiermedizin aus

Haus- und Nutztiere sind weltweit auf dem Vormarsch und bieten damit einen großen Markt mit enormem Wachstumspotenzial. Darauf setzt auch Bayer und baut sein Geschäft mit Tiergesundheitsprodukten (Animal Health) weiter aus. Bis zum Jahr 2021 sollen etwa 92 Mio. Euro in die Weiterentwicklung des Standorts Kiel fließen, denn hier werden einige der wichtigsten Produkte für den Weltmarkt hergestellt.