Bioökonomie-Szenarien für Zentralasien

Klimawandel, knappe Ressourcen und Ernährungssicherheit sind die größten Herausforderungen der Zukunft. Einen Lösungsansatz bietet die Bioökonomie. Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, muss die Bioökonomie allerdings im globalen Kontext betrachtet werden. Viele Länder haben dieses Thema bereits auf ihre politische Agenda gesetzt, um den Wandel hin zu einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Wirtschaftsweise voranzutreiben. In Kasachstan, Pakistan und Tadschikistan spielte dieses Thema bislang kaum eine Rolle.

Pestizide in Nahrung neu bewerten

Pflanzenschutzmittel leisten einen wesentlichen Beitrag zur Ertragssicherung in der Landwirtschaft und damit zur Welternährung. Doch die Chemikalien können oberhalb einer bestimmten Dosis ein Gesundheitsrisiko darstellen, wenn sie mit der Nahrung aufgenommen werden. Der Gesetzgeber hat daher Grenzwerte für die Rückstände der einzelnen Pflanzenschutzmittel festgelegt. Ein sogenannter Zustandsindikator soll nun noch mehr Informationen darüber bereitstellen, wie viel Pestizide die Bundesbürger im Durchschnitt zu sich nehmen.

Neues Virus bedroht Maniokanbau

Maniok, international als Cassava bekannt, ist das Grundnahrungsmittel für rund eine halbe Milliarde Afrikaner, insbesondere südlich der Sahelzone. Doch die nahrhafte Wurzel wird seit wenigen Jahren auf immer größeren Flächen von einem neuen Pflanzenvirus befallen, das sogenannte „Cassava brown streak virus“. Einmal befallen, sterben die Wurzeln schnell ab. Das Heimtückische dabei: Am oberirdischen Teil der Pflanze können die Landwirte die Infektion nicht erkennen und werden erst bei der Ernte davon überrascht.

Moderne Weizensorten sind leistungsstark

Die Pflanzenzüchtung hat über die Jahrzehnte den Ertrag der Ackerpflanzen kontinuierlich gesteigert. Aber wären diese modernen Hochleistungssorten auch ohne Dünger, chemische Pestizide und sich ändernde klimatische Bedingungen ihren Vorgängern aus der Zeit vor der Intensivierung der Landwirtschaft überlegen? Zu dieser strittigen Frage haben Forscher der Justus-Liebig-Universität Gießen gemeinsam mit Kollegen weiterer deutscher Universitäten und des Julius-Kühn-Instituts erstmals empirische Fakten präsentiert.

Besseres Larvenfutter für Aquafarmen

Zahlreiche Regionen der Weltmeere sind überfischt. Für so manche Fischart sagen Studien den Populationskollaps innerhalb der nächsten 30 Jahre vorher. Zugleich bilden Fisch und Meeresfrüchte in vielen Regionen das Hauptnahrungsmittel und auch anderswo ist die Nachfrage ungebrochen groß. Eine wachsende Bedeutung kommt deshalb Aquafarmen zu, in denen Fisch oder Meeresfrüchte gezüchtet werden. Doch die Effizienz der Aufzucht in Aquafarmen ist schlecht – was eine deutsche Forschungskooperation nun ändern will.

McDonald's wickelt Burger in Graspapier

Fast-Food-Restaurants stehen wegen des Ressourcenverbrauchs der Lebensmittel und den großen Mengen an Verpackungsmüll bei Umweltschützern oft in der Kritik. Das Verpackungsproblem möchte die Fast-Food-Kette McDonald's nun angehen. Sie testet derzeit im Live-Experiment in der Filiale im Einkaufszentrum Mall of Berlin im „Better M Store“ Verpackungskonzepte mit nachhaltigen Lösungen. Vom 17. bis 26. Juni bekommen Gäste den Burger in Graspapier, Ketchup in einer Waffelschale und Getränke im Mehrwegbecher serviert.

Pflanzendünger

Geschlossener biologischer Kreislauf

Es überrascht also nicht, dass in Deutschland rund 10% der weltweiten Kakaoproduktion von etwa 4,7 Millionen Tonnen verarbeitet werden. Bei der Schokoladenproduktion werden jedoch nur die Bohnen verwendet. Etwa 25 bis 80 Kakaobohnen sind in der Frucht eingeschlossen und von einer Schale umhüllt.