Neues aus der Bioökonomie

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Schwarze Soldatenfliege frisst Abfall.

Welcher Agrarreststoff lässt Fliegenlarven am besten wachsen?

Insektenlarven liefern wertvolles Protein, doch hohe Futterkosten bremsen ihre Produktion. Forschende testeten verschiedene Agrar-Nebenströme und identifizierten einen klaren Favoriten für schnelles Wachstum.

Fraunhofer Probenahme biotechnologischen Fermentation Biotenside

Mikrobielle Biotenside auf dem Weg zur industriellen Anwendung

Mikrobielle Biotenside könnten herkömmliche Tenside aus Erdöl oder Tropenpflanzen ersetzen. Forschende entwickeln dafür effiziente Fermentationsprozesse mit nachwachsenden Rohstoffen für Reinigung und Pflege von morgen.

Wegweiser Landwirtschaft Symbolbild

Weichenstellung für Europas Agrar- und Lebensmittelforschung

Die EU-Kommission lädt zur Konsultation über die künftige Forschungs- und Innovationsstrategie für Landwirtschaft und Ernährung ein. Stakeholder können bis 25. Januar 2026 ihre Perspektiven einbringen.

Nachhaltiger Kohlenstoff Symbolbild

Klimaneutral heißt nicht kohlenstofffrei

Die Bioökonomie muss Kohlenstoff aus Pflanzen, Abfällen oder der Luft gewinnen. Warum im öffentlichen Diskurs stärker der Begriff Defossilisierung statt Dekarbonisierung verwendet werden sollte – und welche Zielkonflikte die Politik bereits adressiert.

Projekt EcoPBS - Dr. Melanie Walther entwickelt Biokunststoffe aus organischen Abfällen.

Forschung für biologisch abbaubaren Kunststoff aus Abfällen

Aus Reststoff wird Zukunftskunststoff: Im neu gestarteten Projekt EcoPBS entwickeln Forschende Bioplastik aus Grünschnitt und Ernteabfällen. Ziel ist ein vollständig biobasiertes, biologisch abbaubares Material für Industrie und Alltag.

Ausschreibung für innovative Lebensmittelverarbeitung. Symbolbild.

Ausschreibung: Innovationen für nachhaltige Lebensmittelverarbeitung

Das BMFTR startet den FutureFoodS Call 2025 und fördert transnationale Forschungsprojekte, die sich mit der nachhaltigen und kreislauforientierten Verarbeitung von Lebensmitteln befassen. Bis zu 350.000 Euro können für Projekte zur Entwicklung innovativer Lebensmitteltechnologien und -systeme beantragt werden.

Genome Editing Regulation Symbolbild

BMFTR begrüßt neue EU-Regeln für Genome Editing

Die Europäische Union steht nach jahrelangen Debatten vor einer grundlegenden Reform ihrer Regeln für die Pflanzenzüchtung. Im Fokus stehen die sogenannten neuen genomischen Techniken (NGT), zu denen auch präzise Genome-Editing-Verfahren wie CRISPR/Cas gehören. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) begrüßt die geplante Neuregelung ausdrücklich.

Fraunhofer entwickelt biobasierte Geotextilien.

Neue Geotextilien mit steuerbarer Bioabbaubarkeit

Fraunhofer-Forschende schaffen einen wichtigen Schritt für eine nachhaltige Kunststoffwirtschaft: Sie entwickeln Geotextilien aus biobasierten Polymeren, deren Abbau sich gezielt steuern lässt. 

Ausbringung von gemahlenem Basalt auf ein Feld in der Eifel, im Westen Deutschlands.

Landbasierte CO2-Entnahme

Im Projekt RESET vom GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung untersuchen Forschende, wie durch die beschleunigte Verwitterung von Silikatgesteinen dauerhaft CO₂ aus der Atmosphäre entfernt werden kann.

group of volunteers planting tree in park

Agroforst-Projekt gestartet

Im Projekt „Klimarobuste Agrargehölze für dürregefährdete Regionen“ der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wurden vom 7. bis 17. Dezember 2025 in drei landwirtschaftlichen Praxisbetrieben insgesamt 600 Bäume gepflanzt.  

So vielfältig ist die Aubergine: Die Früchte unterschiedlicher Sorten und ihrer wilden Vorfahren. Sie unterscheiden sich deutlich in Farbe, Form und Größe – ein sichtbares Ergebnis ihrer langen Züchtungsgeschichte.

Genetische Vielfalt der Aubergine erfasst

Forschende haben erstmals alle Gene der Aubergine inklusive ihrer Eigenschaften erfasst. Diese neue Datengrundlage schafft eine Basis für die Züchtung widerstandsfähiger, klimaangepasster und qualitativ hochwertiger Sorten.

Multipipetten im Hochdurchsatz-Roboter

CO₂-Umwandlung durch Ameisensäure

Ein Forschungsteam am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie hat ein künstliches Enzym entwickelt, das Formiat, ein Salz der Ameisensäure, effizient zu Formaldehyd umwandelt. Das ermöglicht die Umwandlung von CO₂ in wertvolle Rohstoffe.

Mitausgezeichnete Mitarbeiterinnen der Integrativen Biotechnologie (V.l.n.r.: Rebekah Brand, Michael Lakatos, Antonia Schad, Tanja Lakatos, Hochschule Kaiserslautern)

Zukunftspreis für bioökonomische Innovation

Der Algenbiotechnologe und Bioökonomie-Experte Michael Lakatos wurde mit dem Westpfalz Award 2025 ausgezeichnet.

Projektleiterin Prof. Katharina Jebsen-Plättner (2.v.l.), Prof. Dr. rer. nat. Hardy Müller (mitte) und drei Nachwuchsforscher des Projektteams "ConFiTex"

Textilfasern aus Kiefernnadeln

Seit Anfang November läuft an der Westsächsischen Hochschule Zwickau das Forschungsprojekt ConFiTex. Ziel ist es, bislang ungenutzte zellulosische Fasermaterialien aus Koniferennadeln – insbesondere aus heimischen Kiefern – für textile Anwendungen zu erschließen.

Kontaminierter Boden

Biobasierte Textillösungen

Seit einem Jahr widmen sich Forschende im Projekt pHYBi der Aufgabe, durch Bodensanierung und die Nutzung von Biomasse neue Wege für zirkuläre und biobasierte Textillösungen zu erschließen.

Seitenansicht des A-förmigen Vertical-Farming-Moduls des Startups Pflanzentheke GmbH
Viel Gemüse auf wenig Raum: Das hessische Start-up Pflanzentheke ermöglicht vertikales Gemüsewachstum in nährstoffreichem Wasser statt in Erde.

Gemüseanbau in die Stadt holen

Das hessische Start-up Pflanzentheke wird bei der Automatisierung eines modularen Vertikal-Farming-Systems von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit 175.000 Euro gefördert.

Der Holzstoff Lignin könnte bald schon erdölbasierte Stoffe in Kleb- und Dämmstoffen ersetzen.
Holz enthält den wertvollen und zugleich kostengünstigen Rohstoff Lignin.

Wertvolle Amide aus Holzabfällen

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Katalyse (LIKAT) hat ein neues, umweltfreundliches Verfahren entwickelt, um den Pflanzenstoff Lignin effektiv zu verwerten und hochwertige chemische Verbindungen herzustellen.

Botryocladia pseudodichotoma enthält viel Magnesium und Kalium. Caulerpa lentillifera wirkt stark antioxidativ. Codium taylorii besitzt ebenfalls ausgeprägte antioxidative Eigenschaften und ist zudem proteinreicher als die anderen Algen.
Botryocladia pseudodichotoma enthält viel Magnesium und Kalium. Caulerpa lentillifera wirkt stark antioxidativ. Codium taylorii besitzt ebenfalls ausgeprägte antioxidative Eigenschaften und ist zudem proteinreicher als die anderen Algen.

Mehr Algen auf dem Teller

Forschende des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) und der Universität Bremen haben das Nährstoffpotenzial von essbaren und teils wenig bekannten Meeresalgen untersucht – mit vielversprechenden Ergebnissen für eine nachhaltige Ernährung.

Glasskelett des Schwamms Geodia cydonium, abgebildet mittels Röntgen-Nanotomographie. Der Gesamtdurchmesser beträgt 10 Mikrometer.

Neues Graduiertenkol­leg für nachhaltige Materialien

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet an der Technischen Universität Dresden (TUD) das Graduiertenkolleg „The Biological Making of Materials“ ein und fördert es über fünf Jahre mit mehreren Millionen Euro.

Gerste
Gerste (Hordeum vulgare) ist eine der bedeutendsten Getreidesorten der Welt, die vielseitig eingesetzt wird.

Hitzestress-Toleranz von Gerste entschlüsselt

Ein Forschungsteam der Universität Potsdam und des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) hat zwei Proteine aufgespürt, die Gerste gegen Hitze widerstandsfähig machen.