BettaF!sh: Algenzutaten für Fisch-Alternativen

Ihr hoher Anteil an Proteinen und Kohlenhydraten hat der Alge den Ruf als gesunde Kost beschert. Nicht nur pur in Form von Salat ist das marine Gemüse begehrt. Auch als Biomasse zur Herstellung neuer Lebensmittel gewinnen Algen zunehmend an Bedeutung. So stellt das Berliner Start-up BettaF!sh aus kultivierten Meeresalgen und Hülsenfrüchten wie Ackerbohne und Erbse Lachs- und Thunfischalternativen her.

„Alternativen zur Bäckerhefe als Zellfabrik erschließen“

Ohne Mikroorganismen gäbe es weder Brot, Käse noch Bier und Wein. Die Stoffwechselleistungen von Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen sind vor allem mit Blick auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise von besonderer Bedeutung. Mit ihrer Hilfe können nachwachsende Rohstoffe in neue Substanzen und maßgeschneiderte Produkte für die Bioökonomie verwandelt werden. Die Mikroorganismen sind daher wertvolle Produktionsfabriken, um Chemikalien, Medikamente, Impfstoffe oder Treibstoffe herzustellen.

Millionen für zellbasierte Fettzutat

Fleischersatzprodukte auf Basis von Soja, Weizen oder Erbsen werden immer beliebter. Beim Geschmack können diese Produkte mit dem tierischen Original allerdings noch nicht mithalten. Mit einer innovativen Fettzutat will das Berliner Start-up Cultimate Foods dieses Problem lösen. Um Geschmack und Textur pflanzlicher Fleischersatzprodukte zu verbessern, entwickelt das Biotech-Unternehmen ein sogenanntes hybrides Produkt, das aus pflanzlichem Eiweiß und zellbasierten Zutaten, wie kultiviertem Fett, besteht.

Algenanbau in der Ostsee etablieren

Algen am Strand sind eher lästig. Doch die ungeliebten Wasserpflanzen sind nicht nur für das Ökosystem Meer von Bedeutung, da sie Schadstoffe filtern können. Auch für die Bioökonomie sind Algen ein wertvoller Rohstoff, um Lebensmittel, Pharmazeutika, Kosmetika, Biomaterialien oder Biokraftstoffe herzustellen. Um dieses Potenzial zu nutzen, werden bisher Mikroalgen in Anlagen an Land kultiviert. Algenfarmen im Meer sind hierzulande kaum etabliert.