Die Synthese von Biomolekülen wie Nukleinsäuren oder Proteinen außerhalb von lebenden Zellen. Die zellfreie Produktion wird in einem Reaktionsgefäß durchgeführt, das alle Bestandteile der Zellmaschinerie enthält, die für die Biosynthese nötig sind. Gegenüber Zellfabriken ist das Verfahren günstiger und schneller, und durch den Einbau modifizierter Aminosäuren lassen sich Proteine mit völlig neuen Eigenschaften herstellen. Auch Moleküle, die für lebende Zellen toxisch wären, lassen sich so produzieren.
Glossar
Zielkonflikte entstehen, wenn zwei oder mehr legitime Ziele verfolgt werden, deren gleichzeitige Erfüllung sich ausschließt oder deren Verfolgung eines der anderen Ziele beeinträchtigt. Sie können in einigen Fällen durch eine Hierarchisierung gelöst werden, die die konkurrierenden Ziele in eine Rangordnung bringt. So gilt für die Bioökonomie das Primat der Ernährungssicherung vor der industriellen Nutzung agrarischer Erzeugnisse. Vielfach ist eine solche Hierarchisierung – beispielsweise zwischen agrarischer Ertragssteigerung und Schutz biologischer Vielfalt – jedoch nicht einfach möglich, weil alle Ziele gleichermaßen legitim oder sogar unverzichtbar sind.
künstliche Auswahl (Selektion) und kontrollierte Fortpflanzung von Individuen, die bestimmte gewünschte Merkmale aufweisen. Damit sollen diese Merkmale verstärkt werden und unerwünschte Merkmale unterdrückt werden.
Schätzung der erblichen Leistungsfähigkeit einer Pflanze für ein bestimmtes Merkmal. Der Zuchtwert beschreibt also, wie stark dieses Merkmal an die Nachkommen weitergegeben wird.
Zwischenfrüchte werden beim Ackerbau in den saisonal bedingten Lücken zwischen zwei Hauptkulturen angebaut. Man unterscheidet zwischen Sommer- und Winterzwischenfrüchten. Sie fördern den Boden durch Bedeckung oder Nährstoffanreicherung, Nährstoffkonservierung oder eine Strukturverbesserung. Durch die Kohlenstoffbindung im Humus wirken Zwischenfrüchte als Kohlenstoff-Senken.