land- und forstwirtschaftliche Produkte, die nicht als Nahrungs- oder Futtermittel, sondern als Rohstoff für industrielle Produkte oder zum Erzeugen von Energie eingesetzt werden.
Glossar
Next-Generation-Sequencing bezeichnet eine Gruppe moderner Hochdurchsatz-Sequenziertechnologien, mit denen sich Millionen bis Milliarden von DNA-Fragmenten parallel auslesen lassen. Dadurch können ganze Genome oder große Teile davon schnell und kosteneffizient sequenziert werden. In der Pflanzenzüchtung bildet NGS die Grundlage für dichte genomweite Marker, Referenzgenome, Populationsgenomik und datengetriebene Ansätze wie die genomische Selektion.
die mikrobielle Umwandlung von Ammonium (NH4+) über das Zwischenprodukt Nitrit (NO2-) zu Nitrat (NO3-). Dies geschieht beispielsweise durch Bakterien in landwirtschaftlich genutzten Böden und ist Teil des Stickstoffkreislaufs.
Enzym, das Nukleinsäuren (DNA und RNA) abbaut oder zerschneidet.
Das Nukleotid ist der Grundbaustein der Nukleinsäuren DNA und RNA. Es besteht aus einer Base, einem Zuckerrest und drei Phosphatresten. Unter Abspaltung von zwei Phosphatresten werden bei der DNA- bzw. RNA-Synthese Nukleotide über eine Phosphodiesterbindung miteinander verknüpft.
am Prinzip der Nachhaltigkeit orientierte, ressourcenschonende und umweltverträgliche Form der Landwirtschaft. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel schützt die Gewässer und fördert die Biodiversität. Die artgerechte Tierhaltung mit geringerem Antibiotikaeinsatz dient dem Tierwohl. Der Verzicht auf mineralische Stickstoffdünger und die Flächenbindung der Tierhaltung ermöglichen nahezu geschlossene Nährstoffkreisläufe. Durch geringeren Ressourcenverbrauch und den Aufbau von Humus leistet der Ökolandbau einen Beitrag zum Klimaschutz.
Auschnitt aus der Umwelt, welcher sich aus der Lebensgemeinschaft von Organismen und ihrem Lebensraum zusammensetzt. Die charakteristischen Prozesse im Ökosystem regulieren sich weitgehend selbst.
Als Ökosystemleistungen bezeichnet man alle materiellen und nicht-materiellen Leistungen der Natur, von denen der Mensch profitiert, beispielsweise Biodiversität, Bestäubung, Klimaregulation, gesunde Böden und sauberes Wasser.
Ein integrativer Ansatz, der Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt gemeinsam betrachtet und in bioökonomische Strategien einbindet.
Das PAN-Genom (von griechisch pân = "alles") bezeichnet die Gesamtheit aller Gene und genetischen Varianten, die in unterschiedlichen Individuen einer Art vorkommen. Es umfasst sowohl ein gemeinsames Kern-Genom (Core-Genom) als auch variabel vorhandene Gene (Accessory- (oder Dispensable-) Genom), die nur in einem Teil der Individuen vorkommen (z. B. in bestimmten Linien, Landrassen oder Wildverwandten).
Permafrostböden sind dauerhaft gefrorene Böden, die in polaren Regionen und Gebirgen auftreten. In Permafrostgebieten sind die Böden mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre permanent gefroren und tauen nur im Sommer ca. einen halben Meter tief auf. Im Permafrost sind riesige Mengen organischen Kohlenstoffs gespeichert, weshalb das dauerhafte Tauen dieser Böden als ein Kipppunkt des Klimawandels gilt.
Polyethylenterephthalat, ist ein thermoplastischer Kunststoff. Das Polymer besteht aus den Einzelbausteinen Monoethylenglycol (30%) und Terephtalsäure (70%).
engl.: Plant Reproductive Material (PRM)
Oberbegriff für alles, was zur vegetativen oder generativen Vermehrung von Pflanzen genutzt wird, einschließlich Saatgut, Knollen, Stecklinge etc. Der Begriff taucht vor allem im Kontext der europäischen Agrar-, Umwelt- und Handelsgesetzgebung auf. Er wird verwendet, um Vorschriften für die Zulassung, den Handel und die Kennzeichnung zu definieren, besonders im Hinblick auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO).
Der Phänotyp ist die Gesamtheit aller äußerlich feststellbaren und physiologischen Merkmale eines Individuums.
Vermessung von Schlüsselfunktionen und Strukturen von Organismen und biologischen Systemen und den zugrunde liegenden physiologischen, molekularen und genetischen Ursachen.
Polylactid, ein nicht natürlich vorkommender Biokunststoff aus polymerisierter Milchsäure. Wird über eine mehrstufige Synthese aus Zucker hergestellt. PLA ist in industriellen Kompostieranlagen biologisch abbaubar.
Ökologische Grenzen, die sich daraus ergeben, dass die natürlichen Lebensräume und Ressourcen auf der Erde endlich sind und bestimmte Zeit benötigen, um sich zu regenerieren. Welche Grenzen es gibt und wo diese genau verlaufen, wird zum Teil noch diskutiert. Unumstritten ist jedoch, dass die Menschheit mit ihrer Wirtschaftsweise die ökologischen Grenzen der Erde in einigen Bereichen bereits überschreitet und damit die eigene Existenzgrundlage gefährdet.
Plattformchemikalien können mit einer geringen Anzahl von Prozessschritten aus Biomasse gewonnen werden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sich aus ihnen ganze Produktstammbäume von Industriechemikalien ableiten lassen, weshalb sie in großen Mengen benötigt werden.
Landwirtschaft auf der Basis modernster Technik, verbindet Sensoren, Systeme der Informationsverarbeitung und Automationstechniken mit dem Ziel, die Produktion von Lebensmitteln an örtliche Unterschiede des Agrarökosystems anzupassen und zu optimieren.
Züchtungsverfahren, das sich auf molekulardiagnostische Werkzeuge und DNA-Analysen stützt. Per Erbgut-Check lässt sich wesentlich schneller im Züchtungsprozess erkennen, ob eine Pflanze oder ein Tier interessante Merkmale im Erbgut trägt oder nicht und erlaubt so eine entsprechende Auswahl.