Das PAN-Genom (von griechisch pân = "alles") bezeichnet die Gesamtheit aller Gene und genetischen Varianten, die in unterschiedlichen Individuen einer Art vorkommen. Es umfasst sowohl ein gemeinsames Kern-Genom (Core-Genom) als auch variabel vorhandene Gene (Accessory- (oder Dispensable-) Genom), die nur in einem Teil der Individuen vorkommen (z. B. in bestimmten Linien, Landrassen oder Wildverwandten).
Glossar
Permafrostböden sind dauerhaft gefrorene Böden, die in polaren Regionen und Gebirgen auftreten. In Permafrostgebieten sind die Böden mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre permanent gefroren und tauen nur im Sommer ca. einen halben Meter tief auf. Im Permafrost sind riesige Mengen organischen Kohlenstoffs gespeichert, weshalb das dauerhafte Tauen dieser Böden als ein Kipppunkt des Klimawandels gilt.
Polyethylenterephthalat, ist ein thermoplastischer Kunststoff. Das Polymer besteht aus den Einzelbausteinen Monoethylenglycol (30%) und Terephtalsäure (70%).
engl.: Plant Reproductive Material (PRM)
Oberbegriff für alles, was zur vegetativen oder generativen Vermehrung von Pflanzen genutzt wird, einschließlich Saatgut, Knollen, Stecklinge etc. Der Begriff taucht vor allem im Kontext der europäischen Agrar-, Umwelt- und Handelsgesetzgebung auf. Er wird verwendet, um Vorschriften für die Zulassung, den Handel und die Kennzeichnung zu definieren, besonders im Hinblick auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO).
Bezeichnung für einen modernen, daten- und technologiegetriebenen Ansatz der Pflanzenzüchtung. Er verbindet genomische Daten, digitale Technologien und Vorhersagemodelle, um die Entwicklung neuer Pflanzensorten schneller, präziser und effizienter zu gestalten. Je nach Definition werden darunter auch verschiedene Züchtungsmethoden wie moderne Genomeditierungsverfahren gefasst, die in datenbasierte Züchtungsstrategien integriert werden können.
Der Phänotyp ist die Gesamtheit aller äußerlich feststellbaren und physiologischen Merkmale eines Individuums.
Vermessung von Schlüsselfunktionen und Strukturen von Organismen und biologischen Systemen und den zugrunde liegenden physiologischen, molekularen und genetischen Ursachen.
Polylactid, ein nicht natürlich vorkommender Biokunststoff aus polymerisierter Milchsäure. Wird über eine mehrstufige Synthese aus Zucker hergestellt. PLA ist in industriellen Kompostieranlagen biologisch abbaubar.
Ökologische Grenzen, die sich daraus ergeben, dass die natürlichen Lebensräume und Ressourcen auf der Erde endlich sind und bestimmte Zeit benötigen, um sich zu regenerieren. Welche Grenzen es gibt und wo diese genau verlaufen, wird zum Teil noch diskutiert. Unumstritten ist jedoch, dass die Menschheit mit ihrer Wirtschaftsweise die ökologischen Grenzen der Erde in einigen Bereichen bereits überschreitet und damit die eigene Existenzgrundlage gefährdet.
Plattformchemikalien können mit einer geringen Anzahl von Prozessschritten aus Biomasse gewonnen werden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sich aus ihnen ganze Produktstammbäume von Industriechemikalien ableiten lassen, weshalb sie in großen Mengen benötigt werden.
Die Populationsgenomik untersucht die genetische Variation innerhalb und zwischen Populationen einer Art anhand vieler Genome. In der Pflanzenforschung wird sie genutzt, um Biodiversität zu erfassen und genetische Varianten zu identifizieren, die mit wichtigen Eigenschaften wie Anpassungsfähigkeit, Ertrag oder Krankheitsresistenz verbunden sind. Diese Erkenntnisse unterstützen die gezielte Nutzung genetischer Vielfalt in der Pflanzenzüchtung.
Landwirtschaft auf der Basis modernster Technik, verbindet Sensoren, Systeme der Informationsverarbeitung und Automationstechniken mit dem Ziel, die Produktion von Lebensmitteln an örtliche Unterschiede des Agrarökosystems anzupassen und zu optimieren.
Züchtungsverfahren, das sich auf molekulardiagnostische Werkzeuge und DNA-Analysen stützt. Per Erbgut-Check lässt sich wesentlich schneller im Züchtungsprozess erkennen, ob eine Pflanze oder ein Tier interessante Merkmale im Erbgut trägt oder nicht und erlaubt so eine entsprechende Auswahl.
Zellen oder Lebewesen, die für die Herstellung von biobasierten Produkten im industriellen Maßstab optimiert wurden. In biotechnologischen Produktionsverfahren werden meistens Bakterien, Hefen, Schimmelpilze oder Zellkulturen als lebende Fabriken für bestimmte Naturstoffe, Chemikalien oder pharmazeutischen Wirkstoffe genutzt.
Ein Proof of Concept ist der experimentelle Nachweis, dass ein wissenschaftliches oder technisches Prinzip grundsätzlich funktioniert. Er bildet die Grundlage für mögliche spätere Anwendungen im größeren Maßstab.
Eiweißmoleküle, die in Zellen alle wichtigen biologischen Funktionen übernehmen. Proteine - insbesondere die Enzyme – sind die Leistungsträger des Stoffwechsels. Proteine sind dreidimensional gefaltete Ketten, die aus Aminosäuren als molekulare Bausteine bestehen.
Eine Redox-Reaktion ist ein chemischer Prozess, bei dem Elektronen von einem Molekül auf ein anderes übertragen werden. Solche Reaktionen sind grundlegend für viele Energieumwandlungen in Natur und Technik, etwa bei Batterien, bei der Photosynthese oder in stromgetriebenen biochemischen Prozessen.
Ein Referenzgenom ist eine möglichst vollständige Sequenz des Erbguts einer Pflanzenart und dient in der Pflanzenforschung als zentrale Vergleichsgrundlage. Anhand dieses Referenzgenoms können genetische Unterschiede zwischen verschiedenen Sorten oder Individuen identifiziert werden. In der Pflanzenzüchtung wird es genutzt, um Gene, Mutationen oder genetische Marker schnell zu lokalisieren und gezielt Eigenschaften wie Krankheitsresistenz oder Stresstoleranz zu untersuchen und in Züchtungsprogramme einzubringen.
In der Wirtschaft bezeichnet Resilienz die Fähigkeit von Personen, Unternehmen, Sektoren oder Wirtschaftssystemen, auf kurzfristige Schocks und langfristigen Stress zu reagieren und dabei ihre wichtigsten Funktionen aufrechtzuerhalten. Dazu gehört die Fähigkeit neue Lösungen zu entwickeln und einen langfristigen Wandel umzusetzen, der den neuen Bedingungen entspricht.
Die Rhizosphäre ist der durch eine lebende Wurzel und deren Absonderungen beeinflusste Raum im Boden, in dem zwischen Pflanze und Umwelt mechanische, physikalische, chemische und biologische Interaktionen stattfinden. Die Mikroorganismen in der Rhizosphäre beeinflussen ihrerseits die Pflanze.