Ein Enzym ist ein komplexes Eiweißmolekül, das als Beschleuniger biochemischer Reaktionen wirkt. Deswegen werden Enzyme auch als Biokatalysatoren bezeichnet. Der überwiegende Teil biochemischer Reaktionen in lebenden Systemen wird von Enzymen umgesetzt und gesteuert. Enzyme gehen sehr spezifisch zu Werke – ein einzelnes Enzym katalysiert in der Regel nur eine einzige Reaktion und es setzt nur ein ganz bestimmtes Molekül um. Das macht Enzyme zu biologischen Spezialwerkzeugen.
Glossar
sind Substanzen mit einem hohen Reinheitsgrad, wie sie etwa bei Wirkstoffen in der pharmazeutischen Industrie benötigt werden.
Die Fermentation bezeichnet in der Biotechnologie die Umsetzung von biologischen Materialien mit Hilfe von Bakterien, Pilz-oder Zellkulturen oder durch Zusatz von Enzymen.
Fermenter ist eine andere Bezeichnung für Bioreaktor.
die zeitliche Abfolge der Nutzpflanzen, die auf einer landwirtschaftlichen Fläche angebaut werden. Ein geordnetes zeitliches Nacheinander verschiedener Nutzpflanzenarten erhält die Bodenfruchtbarkeit, sorgt für gesunde Pflanzen und verhindert die Ausbreitung von Schädlingen.
Substanz, die Pilze oder deren Sporen abtötet oder ihre Entwicklung hemmt. Fungizide werden in der Landwirtschaft, der Lebensmitteltechnologie, der Medizin und im Bautenschutz genutzt.
Lebensmittel mit funktionellen Zutaten, die eine gesundheitsfördernde Wirkung haben.
Sogenannte Fußabdrücke dienen in der Nachhaltigkeitsforschung als Indikatoren für den Ressourcenverbrauch und die Klimabelastung. Ein Treibhausgas-Fußabdruck bezeichnet zum Beispiel die Gesamtmenge an Treibhausgas-Emissionen, die mit einem Produkt oder einer Dienstleistung in Zusammenhang stehen. Weitere häufig verwendete Fußabdrücke sind Land-, Forst-, Wasser- oder Material-Fußabdruck.
Als Gärung bezeichnet man energieliefernde, organisches Material zersetzende Stoffwechsel-Prozesse, die ohne Einfluss von freiem Sauerstoff (anaerob) stattfinden.
die Gesamtheit des Erbmaterials eines Organismus oder eines Virus. Synonym: Erbgut. Zumeist besteht das Genom aus dem Erbmolekül DNA.
Damit wird der Einsatz molekularbiologischer Werkzeuge zusammengefasst, die einen zielgerichteten Eingriff in das Erbgut von Mikroorganismen, pflanzlichen, tierischen oder menschlichen Zellen erlauben. Durch die Genom-Editierung lässt sich Erbinformation gezielt verändern – so lassen sich zum Beispiel Gene gezielt ab- oder anschalten, einfügen oder entfernen. Zu den gebräuchlichsten Methoden zählen CRISPR-Cas, TALEN und Zinkfingernukleasen.
Arbeitsmethoden der Molekularbiologie, mithilfe derer man Erbmaterial gewinnen, gezielt verändern und in Organismen einbringen kann.
vieldeutiger sozialwissenschaftlicher Begriff. Governance beschreibt ganz allgemein ein Steuerungs- und Regelungssystem, das staatliche Eingriffe, aber auch Regeln des Zusammenspiels privater Akteure umfasst. Die Governance-Forschung untersucht die Koordination des Handelns von Akteuren in und durch Regelungsstrukturen. Eine Global Governance betrifft die Regulierung grenzüberschreitender Probleme. Öffentlicher Diskurs, Partizipation und Transparenz sind dabei wichtige Aspekte. Governance-Funktion üben sowohl der Staat auf verschiedenen Ebenen als auch internationale und supernationale Organisationen sowie private Akteure aus.
Grüne Chemie steht für das Design von chemischen Produkten, die den Einsatz oder die Erzeugung von gesundheitsschädlichen oder umweltschädlichen Substanzen in der chemischen Industrie reduzieren beziehungsweise vermeiden. In der Bioökonomie zählt dazu insbesondere die Gewinnung von Chemikalien aus biobasierten Rohstoffen anstelle von Erdöl.
chemisches Mittel, mit dem in der Landwirtschaft Wildkräuter oder unerwünschte Konkurrenzpflanzen bekämpft werden. Viele Herbizide wirken selektiv nur auf bestimmte, in der jeweiligen Anbaukultur unerwünschte Pflanzen.
die Gesamtheit der abgestorbenen organischen Substanz (tierisches und pflanzliches Material) im Boden. Sie bildet in den ersten 10 bis 30 Zentimeter eine besonders nährstoffreiche Schicht. Humus hat zudem Bedeutung als Kohlenstoffsenke.
die Kultivierung von Pflanzen ohne Erde in Hydrokultur.
Fleisch, das im Labor aus Zellkulturen gewonnen wird. Dazu werden tierische Muskelstammzellen in der Kulturschale vermehrt.
Arten von Pflanzen, Tiere oder Mikroorganismen, die sich durch den Einfluss des Menschen in einem Gebiet außerhalb ihres bisherigen Vorkommens ausbreiten. Gebietsfremde Arten werden als invasiv bezeichnet, wenn sie unerwünschte Auswirkungen auf einheimische Arten und Ökosysteme haben.
Holz von Bäumen, die durch Naturereignisse wie Sturm, Trockenheit, Schnee, Eis oder Schädlingsbefall geschädigt oder umgestürzt sind. Schadholz und Kalamitätsholz werden im forstwirtschaftlichen Kontext oft als Synonyme verwendet, allerdings ist Schadholz der Überbegriff für Holz, das durch Schäden (abgestorben oder beschädigt) von gemindertem Wert ist.